Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Veranstaltungen des Instituts – Jahresbericht 2007

 

 

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Am 24. Mai unterschrieben der Botschafter der Republik Islands in Deutschland, Ólafur Daviðsson, und der Präsident der Humboldt-Universität, Christoph Markschies, einen Kooperationsvertrag, in dem die isländsche Regierung der Universität eine weitere fünfjährige 50-prozentige Kofinanzierung des Isländisch-Lektorats am Nordeuropa-Institut zusichert. Zum Studienjahr 2002/03 wurde ein erster Vertrag zwischen der Humboldt-Universität und und der isländischen Regierung zur paritätischen Finanzierung des Lektorats geschlossen. Die nunmehrige Verlängerung bis 2012 sichert die Fortführung des Bachelor-Monostudiengangs Skandinavistik/Nordeuropa-Studien, in dem Isländisch erstmals obligatorischer Bestandteil des Studiums ist.

 
 

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni präsentierten wir das Nordeuropa-Institut erstmalig im neuen Institutsgebäude am Hegelplatz. Unter dem Motto »Forum Nordeuropa« luden Projektstände und Vorträge Interessierte zum Verweilen ein. Im Hörsaal 1.101 sprachen ProfessorInnen, DoktorandInnen und Studierende des Instituts zur Konstruktion nordischer Identitäten oder Brechts Schwedenbild, stellten die Lernsoftware zu Schimpfworten (Pejo) oder das Medienportal Skandinavische Kunst im Bild vor.
Vor dem Hörsaal befand sich ein bunter Marktplatz an Ständen, eröffnet von dem von Mary-Ann Ritter erarbeiteten Nordeuropaquiz, an dem Besucher ihr Wissen zu nordeuropäischer Geografie, Geschichte und Literatur erproben konnten. Das weitere Angebot reichte von Kühlschrankmagnetpoesie (norrøna) über das Pippi-Langstrumpf-Quiz (Kulturhus) bis zu einem Schnellsprachkurs Finnisch in 20 Minuten, den Eva Buchholz mit Studierenden erarbeitet hatte. Das NORDEUROPAforum präsentierte seine elektronische Ausgabe, die gemäß der Open-Access-Richtlinien kostenfrei im Internet zugänglich ist.
Die Beteiligten zeigten sich durchweg zufrieden mit dem auf Vorträgen und Ständen beruhenden zweigleisigen Konzept. Dabei ging es besonders darum, das Institut in seiner ganzen Breite zu präsentieren und daher auch Studierende zu beteiligen. So können diese in den Vorträgen erproben, eigene Forschungsergebnisse aus Seminar- und Magisterarbeiten zu präsentieren. Ein Wehmutstropfen waren allerdings die geringen Besucherzahlen; die Möglichkeit, das neue Institutsgebäude der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, wurde vertan.
Für kommende Lange Nächte haben wir uns das Ziel gesetzt, noch stärker auf Interaktion und Zielgruppenorientierung zu achten. Die Stationen dürfen nicht bloße Informationsstände sein, sondern müssen einen unterhaltenden Mehrwert ohne Angst vor leichter Populärwissenschaft bieten. Bezüglich der Werbung sollte verstärkt auf Eye-Catcher wie Pippi Langstrumpfs und/oder Wikinger gesetzt werden. So könnte z. B. vor dem Institutsgebäude Kubb gespielt werden. Wir wollen weiterhin unter einem einenden Motto agieren, wobei die Projekte stärker eigenverantwortlich arbeiten sollen. Dafür wurde eine Praktikumsstelle zur Koordination der NI-Projekte ausgeschrieben, die Torben Kühle im November angetreten hat.
Weitere Informationen:

http://www2.hu-berlin.de/skan/noe/pinnwand/lndw07/standardseite

 
 

Die Henrik-Steffens-Professur veranstaltete im Juni ein deutsch-norwegisches Symposium zu Henrik Ibsens Stück Kaiser und Galiläer und dessen Rezeption in Deutschland statt. Während des Symposiums am Nordeuopa-Institut wurden folgende Vorträge gehalten:

  • Hubert Cancik (Berlin): Antike Quellen zu Julian
  • Erik Østerud (Trondheim): Ibsen´s »Emperor and Galilean« as a Rite of Passage
  • Christian Janss (Oslo): Die historisch-kritische Ausgabe Henrik Ibsens Skrifter
  • Andreas Urs Sommer (Greifswald): Julian als antichristliche Integrationsfigur? Bemerkungen zu David Friedrich Strauss, Ibsen, und Nietzsche
  • Georg Dörr (Tübingen): Alfred Schulers Ibsen-Rezeption im Kontext von Schulers Entwicklung: Naturalismus, Antike-Rezeption, Esoterik
  • Richard Faber (Berlin): Kaiser + Galiläer = Christus Imperator Maximus. Über Ludwig Derleth und Henrik Ibsen
  • Martin Ruehl (Cambridge): »Messiaskaiser«: Ibsen, George and the Sacralization of Politics
  • Helge Høibraaten (Berlin): Carl Schmitt und Henrik Ibsen: Politische Theologie?

DiskutantInnen waren Ståle Dingstad (Oslo), Daniela Gretz (Bonn), Frode Helland (Oslo), Christian Janss (Oslo), Barbara Picht (Berlin), Stefanie von Schnurbein (Berlin), Julia Zernack (Frankfurt).

 
 

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Die Konferenz im Nationalen Kulturzentrum der multiethnischen Gemeinde Lujavv'r (Lovozero) im Murmansker Gebiet in Nordwest-Russland wurde mit Mitteln der VolkswagenStiftung aus dem Programm Einheit in der Vielfalt? Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas finanziert.

Initiiert und organisiert wurde die Konferenz in Zusammenarbeit von Michael Rießler (Nordeuropa-Institut), Janne Saarikivi (Institut für Finnougristik, Universität Helsinki) und Reetta Toivanen (Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität & Centre for Research in Ethnic Relations and Nationalism, Universität Helsinki). Teilnehmer waren renommierte Forscher aus verschiedenen Regionen Europas (u.a. aus dem Baskenland, der Lausitz, Sápmi und Udmurtien) sowie aus den USA: Juristen, Menschenrechtsforscher, Rechtsanthropologen, Historiker, Linguisten sowie Aktivisten verschiedener indigener Minderheitengruppen Russlands und Westeuropas.
Als ein Resultat der Konferenz gründeten die Teilnehmer am 31. August 2007 das Forschungsnetzwerk poga — Language Survival Network. Ziel des Netzwerkes ist die vergleichende und transdisziplinäre Forschung zu den verschiedenen Aspekten von Sprachpolitik und sprachlicher Vitalisierung von Minderheitengruppen und indigenen Völkern in der Russischen Föderation und den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums. Zum Zweck der allgemeinen Informationen zum Netzwerk und zu durchgeführten und geplanten Treffen und Projekten sowie zur Bereitstellung von Materialien und Dokumenten über die linguistische und rechtliche Situation verschiedener Minderheitengruppen in Europa ist die Einrichtung einer englisch-russischen Webseite unter dieser Adresse geplant:

http://www2.hu-berlin.de/poga

 
 

Über 200 TeilnehmerInnen diskutierten vier Tage Themen aus nordeuropäischer Geschichte, skandinavistischer Linguistik, Mediävistik und Literaturwissenschaft. Seit 1974 trifft sich die Kollegenschaft der Skandinavistik aus dem deutschen Sprachraum mit regelmäßig zur ihrer Arbeitstagung, regelmäßig sind auch VertreterInnen aus Skandinavien und den Nachbarländern dabei. 1975 wurde ein Zweijahresturnus beschlossen. Die Gründungstagung der ATDS wurde in Berlin ausgerichtet, damals noch an der Freien Universität. 71 SkandinavistInnen kamen zusammen, aus der Bundesrepublik, aus der Schweiz und Österreich. 33 Jahre später kehrte sie wieder an die Spree zurück, diesmal jedoch an die Humboldt-Universität. Das neue, größere Institutsgebäude, welches das Nordeuropa-Institut erst ein Jahr zuvor bezogen hatte, erwies sich dabei von großem Vorteil, denn das Teilnehmerverzeichnis listete 215 Personen auf, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den nordeuropäischen Ländern, Polen, Ungarn, Russland, den Nieder-landen, Belgien und Frankreich.
Nach der Eröffnungsrede des Institutsdirektors Bernd Henningsen leitete Jurij Kusmenko, langjähriger Inhaber der Linguistik-Professur am Nordeuropa-Institut, die Tagung mit einem Vortrag zum samischen Einfluss auf das Gemeinskandinavische ein. Sein Blick über den engeren skandinavischen Horizont hinaus wies den Weg für die kommenden Tage, an denen sich z. B. der Arbeitskreis von Frithjof Strauß (Greifswald) und Thomas Seiler (Basel) mit skandinavisch-iber(oamerikan)ischen Kulturkontakten befasste. Passend dazu der Arbeitskreis »Was ist der Norden?« von Hendriette Kliemann-Geisinger und Jan Hecker-Stampehl (beide Berlin). Neben Plenarvorträgen u. a. zur Wiederkehr des Religiösen in der zeitgenössischen skandinavischen Literatur (Karin Hoff, Bonn/Göttingen) oder zur Semiotik des Nordens in den Vereinten Nationen (Norbert Götz, Helsinki) gab es neun Arbeitskriese. In einer hochschulpolitischen Podiumsdiskussion zu den Folgen des Bolognaprozesses kamen neben den Lehrenden auch Studierende zu Wort. Abgerundet wurde die Tagung durch einen Empfang in den Nordischen Botschaften, einem Musikabend im Finnland-Institut, einem Besuch des Bundeskanzleram-tes sowie mit Exkursionen zu Orten skandinavischen Lebens im Berlin.
Etwa ein Drittel der Teilnehmenden waren Studierende — dies ist Tradition der ATDS: Als Low-Budget-Konferenz sollen auch die jungen SkandinavistInnen einen überregionalen Eindruck von ihrem Fach bekommen und sich zu ihren Prob-lemen äußern und austauschen können. 2009 findet die ATdS (sic!) erstmalig in Amsterdam statt, nunmehr umbenannt in »Arbeitstagung der Skandinavistik«.
Weitere Informationen:

http://www2.hu-berlin.de/ni/konf/ATDS/standardseite

 
 

Auf der im Oktober von der norwegischen Henrik-Steffens-Gastprofessur organisierten Konferenz zum Norden und der EU wurden folgende Vorträge gehalten:

  • Thorsten Borring Olesen (Aarhus): Integration History from a Northern Perspective
  • Carsten Schymik (Berlin): Nordic Anti-Federalism
  • Ulf Sverdrup (Oslo): EEA — A model for future EU candidates?
  • Magnus Lindh (Karlstad): Nordic regional action in a fused Europe
  • Lee Miles (Liverpool/Karlstad): National Adaptation and Fusion in the Nordic States
  • Gerd Grözinger (Flensburg): The United Parliaments of Europe and other Form Proposals for the EU
  • Andrew Arato (New York/Frankfurt a.M.): Sovereignty, constitution-making and the EU
  • Erik Oddvar Eriksen (Oslo): Beyond Intergovernmentalism
  • Øyvind Østerud (Oslo): The role of national sovereignty and the future of the EU
  • Christoph Schönberger (Konstanz): Wie kann man die Europäische Union juristisch denken? Überlegungen zu einer Bundeslehre
  • Hauke Brunkhorst (Flensburg): Unbezähmbare Öffentlichkeit in der Europäischen Union?
  • Jonas Gahr Støre (Außenminister Norwegens): Humboldt Speech on Europe

 

Weitere Informationen:

http://www2.hu-berlin.de/skan/noe/pinnwand/norwegeneu/standardseite

 
 

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Am 8. November veranstaltete das Nordeuropa-Institut in Stockholm in Kooperation mit Riksbankens Jublieumsfond und Kungliga Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien ein Seminar über deutsch-skandinavische Forschungskooperationen zu Ehren Dan Brändströms. Die Konferenz lieferte eine Bestandsaufnahme skandinavisch-deutscher Forschungskooperationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften insbesondere der letzen beiden Jahrzehnte und stellte die Frage nach der Zukunft deutsch-skandinavischer Forschungsprojekte, sowohl was deren Inhalt aber auch deren Organisation angeht. Für Konzeption und Koordination waren Dr. Hendriette Kliemann-Geisinger und Prof. Dr. Bernd Henningsen verantwortlich.

Die Konferenzbeschreibung und das Programm finden Sie unter:

https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/Programme/stockholm_programm_final.pdf

Weitere Informationen:

http://www2.hu-berlin.de/skan/noe/pinnwand/stockholm07/standardseite

 
 

Im Wintersemester 2006/07 koordinierte Kirsten Wechsel das Institutskolloqium, das einer interessierten Institutsöffentlichkeit die Gelegenheit bietet, sich über die laufenden Projekte von Mitgliedern und GastwissenschaftlerInnen am Nordeuro-pa-Institut zu informieren. Ab Sommersemester 2007 übernahm Hendriette Klie-mann-Geisinger diese Aufgabe. Folgende Projekte wurden 2007 vorgestellt:

  • Christiane Barz: DFG-Projekt: Alterität der Literatur — Literatur der Alterität (10. Januar)
  • Izabela Dahl: Identität und Selbstfindung polnischer Frauen in Schweden 1945/46 und um 1968 (31. Januar)
  • Bernd Henningsen: Herder und die Konstruktion des Nordens (23. Mai)
  • Hendriette Kliemann-Geisinger, Andreas Vollmer, Andreas Westendorf (CMS): Möglichkeiten von Moodle am Beispiel der Übung »Studierende forschen für den Film« (4. Juli)
  • Kjetil Duvold, Carsten Schymik, Sten Berglund: Borders of Europe (5. Dezember)
 
 

Die Henrik-Steffens-Vorlesungen im Wintersemester 2006/07 trugen den Titel Norwegen und das Dritte Reich. Die Vorträge befassten sich aus verschiedenen Perspektiven mit diesem Bereich, auch ein Vortrag über Hamsun:

https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/henriksteffens/archiv-hsv/hensteffws0607_html

Die Henrik-Steffens-Vorlesungen im Sommersemester 2007 standen im Zeichen des weiten Themenkomplexes Politik, Verfassung, Kultur — Norwegen und Deutschland. Zu unterschiedlichen Themen wie beispielsweise Stiftungen, Volksabstimmungen und Verfassungsentwicklung wurden vergleichende Vorträge gehalten. Außerdem fanden einige Veranstaltungen statt, die sich mit Henrik Ibsens Drama Kaiser und Galiläer und dessen unerforschter Rezeption in Deutschland befassten, so z.B. die einleitenden Vorlesung zu einem dreitägigen Symposium zum Thema. Folgende Vorträge wurden gehalten:

https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/henriksteffens/archiv-hsv/hensteffss07_html

Die Henrik-Steffens-Vorlesungen des Wintersemesters 2007/2008 hatten vor allem die Stellung Norwegens innerhalb der EU zum Thema. Es wurden Vorträge zu historischen und aktuellen Fragen gehalten. Zum Auftakt des Semesters fand eine zweitätige Konferenz zur aktuellen Stellung des Nordens innerhalb Europas statt. Aber auch zu anderen Themen gab es Vorlesungen, eine davon auf der mehrtägigen Konferenz Zweifel 2007 — Anerkjennelse. Folgende Vorlesungen wurden in diesem Semester gehalten:

https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/henriksteffens/archiv-hsv/hensteffws0708_html

 
 

Zwischenstaatliche Dialoge spielen in Zeiten der Globalisierung eine immer größere Rolle. Das gilt ganz besonders für Nachbarländer, die sich naturgegeben mit den gleichen Themen und Problemen befassen. Das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und die Kgl. Dänische Botschaft stellten im Wintersemester 2006/2007 und im Sommersemester 2007 in einer Vortrags- und Diskussionsreihe aktuelle deutsch-dänische Themen zur Debatte. Die Reihe wird nicht fortgesetzt. Vorträge im Jahr 2007 waren: :

  • Per Øhrgaard (Kopenhagen): Abkehr und Wiederentdeckung — Deutsche Kultur in Dänemark nach dem 2. Weltkrieg (23. Januar)
  • Lykke Friis (Kopenhagen): Dänemark und die europäische Verfassungskrise — eine andere Zeitzone? (10. Mai)
 
 

Im WS 2006/07 fanden folgende Veranstaltungen statt:

https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/daghammar/archiv-dhv/daghammarsws0607_html

Die Gastvorlesungsreihe des Sommersemesters 2007 und des Wintersemesters 2007/08 trugen den Titel Schweden, Europa und die Welt und haben sich der Kluft zwischen schwedischem Selbstbild und der tatsächlichen Rolle jenes kleinen Landes in der Politik Europas und der Welt gewidmet. Nordeuropäische Wissenschaftler verschiedener Disziplinen haben versucht, sich mit ganz unterschiedlichen Perspektiven dem zu nähern, was den schwedischen Sonderweg ausmacht und kennzeichnet.

SS 2007: https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/daghammar/archiv-dhv/daghammarss07_html
WS 2007/08: https://www.ni.hu-berlin.de/de/konf/daghammar/archiv-dhv/daghammarss07_html

 
 

Unter dem Label forum NORDEUROPA macht das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin seit dem Sommer 2006 ausgewählte Vorträge und Veranstaltungen über die Universität hinaus einem größeren Publikum zugänglich. Im politischen und kulturellen Diskurs Europas, nicht zuletzt Deutschlands, gilt der Norden häufig als Modell und Vorbild. Dennoch stehen der Norden und Europa sowohl in der Forschung als auch in der öffentlichen Diskussion häufig isoliert nebeneinander; Forschung im und über den Norden findet oft ohne Einbeziehung der europäischen Perspektive statt, umgekehrt fehlt vielfach das Bewusstsein dafür, dass die nördlichen Perspektiven sehr wohl etwas zu europäischen Fragen und Problemlösungen beitragen können. Im Norden wird inzwischen zunehmend nach den Verbindungen und Verflechtungen der Region mit dem übrigen Teil des Kontinentes gefragt. Man spricht über den Norden in Europa statt über den Norden und Europa. Damit einher geht ein neues Verständnis der Region. Neben dem klassischen Nordeuropa mit Island, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland ist zunehmend eine Erweiterung des Raumkonzeptes zu beobachten, das die Perspektive nach Osten eröffnet und die Ostseeregion einbezieht. Diesen Forschungsstrategien hat sich auch seit längerem das Nordeuropa-Institut geöffnet. Mit der Vortragsreihe forum NORDEUROPA sollen die Verbindung zwischen dem Norden und Europa hergestellt und solche Themen einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, die für das gesamte Europa von Bedeutung sein können. forum NORDEUROPA ist als Plattform für die Präsentation von aktuellen nordeuropäischen Fragen gedacht, wobei die Betonung auf europäisch liegt. Die nördlichen Dimensionen, die die Vortragenden in ihren Beiträgen aufzeigen, sollen gleichzeitig europäische Perspektiven eröffnen. Die Themen decken die ganze Bandbreite aktueller kulturwissenschaftlicher Fragestellungen ab.

Im Jahr 2007 fanden folgende Veranstaltungen statt:

WS 2006/07: http://www2.hu-berlin.de/ni/konf/forumnordeuropa/forum_ws0607_html
SS 2007: http://www2.hu-berlin.de/ni/konf/forumnordeuropa/forum_ss0707_html
WS 2007/08: http://www2.hu-berlin.de/ni/konf/forumnordeuropa/forum_ws0708_html