Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Wissenschaftliche Projekte

 
 
 

Kulturella gränsdragningsprocesser mellan hälsa och
sjukdom i välfärdsstater / Kulturelle Differenzierungen von
Gesundheit und Krankheit in Wohlfahrtsstaaten

Seit 2004 werden in dem interdisziplinären und transnationalen Netzwerk Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit in modernen europäischen Wohlfahrtsstaaten im Allgemeinen und in Schweden und Deutschland im Besonderen untersucht. Gesundheit und Krankheit werden nicht in einem Verhältnis von Norm und Abweichung, sondern als Differenzierungsbegriffe in einem fortlaufenden Prozess, in dem die Begriffe und ihr Verhältnis zueinander ständig neu verhandelt werden.

Vom Nordeuropa-Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Historischen Institut der Universität Örebro initiiert, umfasst das Netzwerk mittlerweile auch WissenschaftlerInnen aus Köln, Hamburg, Kiel, Stockholm, Södertörn und Kopenhagen. Eine Anschubfinanzierung wurde 2004 vom Jubiläumsfonds der schwedischen Reichsbank (Riksbankens Jubileumsfond) gewährt, Reisen und die Symposien in Örebro werden von FAS (Forskningsrådet för arbetsliv och socialvetenskap – Forschungsrat für Berufsleben und Sozialwissenschaften) unterstützt. Die Kooperation ist vom schwedischen Hochschulwerk (Högskoleverket) als gutes Beispiel für Internationalisierung hervorgehoben worden. Auch in der Lehre am Nordeuropa-Institut hat das Forschungsprojekt seinen Niederschlag gefunden: Im Wintersemester 2004/2005 wurden im Oberseminar von Stefanie von Schnurbein und Stephan Michael Schröder Neuere Theorien: Kulturelle Differenzierungen zwischen Gesundheit und Krankheit diskutiert. Aus der Zusammenarbeit ging auch ein personenbezogener, ebenfalls von FAS finanzierter, Austausch hervor: Antje Hornscheidt verbrachte den Herbst 2005 an der Universität Örebro, während Ann-Sofie Ohlander aus Örebro am Nordeuropa-Institut forschte. Inzwischen wurden bereits vier Symposien, davon je zwei in Örebro und Berlin, durchgeführt. Für das Jahr 2006 sind ein weiteres Treffen am Institut für Zukunftsforschung in Stockholm sowie eine Publikation der beteiligten Teilprojekte geplant.

TeilnehmerInnen (November 2005): Jens Borcherding, Constanze Gestrich, Antje Hornscheidt, Lill-Ann Körber, Susanne Kreutzer, David Kuchenbuch, Marie Krüger, Stefanie von Schnurbein (Berlin), Anne Brümmer (Kiel), Mads Julius Elf (Kopenhagen), Stephan Michael Schröder (Köln), Kristina Engwall (Stockholm), Christina Jansson (Södertörn), Katharina Woellert (Hamburg), Magdalena Bengtsson-Levin, Henrik Karlsson, Marie Öhman, Ann-Sofie Ohlander (Örebro).

 

Weitere Informationen unter: Gesundheit und Krankheit in Wohlfahrtsstaaten