Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

 
 

Liebe Studierende des Nordeuropa-Instituts!

es ist eine bewegte Zeit, in der dieses Vorwort geschrieben wird. (Nicht nur, aber auch) im Bildungsbereich wird mehr und mehr gespart, die finanzielle Lage der Hochschulen wird immer angespannter, und als Reaktion darauf seid ihr, wie auch eure KommilitonInnen an verschiedenen Unis, vor einigen Wochen in Streik getreten. Dabei habt ihr euch ganz besonders hervorgetan, habt euch mit tollen Ideen, viel Witz und Kreativität gegen einen möglicherweise eher destruktiven "Einfach-nicht-mehr-hingeh-Streik" engagiert und habt so sicherlich ein positives Bild der Skandinavistik-Studierenden in der Öffentlichkeit geprägt. Grattis! Wir sind von euren Aktionen sehr beeindruckt.

Wir, das sind die MitarbeiterInnen der beiden am Nordeuropa-Institut angesiedelten Projekte "BaltSeaNet" und "Ostsee-Kolleg Berlin". Da wir unseren Sitz nicht am Mosse-Zentrum, sondern am Hausvogteiplatz haben, sind wir für die meisten von euch nicht ständig sichtbar, aber wir verstehen uns durchaus als Teil des Nordeuropa-Instituts. Auch bei uns wird die Idee des "weiten" Nordens umgesetzt, denn wir kooperieren mit Universitäten und Menschen im gesamten Ostseeraum. Das EU-Projekt "The Baltic Sea Area Studies: Northern Dimension of Europe", kurz "BaltSeaNet", betreibt seit 2000 einen regen DoktorandInnenaustausch und veranstaltet internationale, interdisziplinäre Tagungen, deren Ziele besonders die Schulung des Forschernachwuchses und die Schaffung einer scientific community sind. Das u. a. vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierte Projekt "Ostsee-Kolleg Berlin" steht auf drei Beinen, einem Doktorkurs, einem Gastdozentenaustauschprogramm und einem internationalen Masterstudiengang. Aktuell, also in der Vorweihnachtszeit 2003, hält uns der Masterstudiengang "Master in Baltic Sea Region Studies" in Atem: 13 Studierende des ersten Jahrgangs schließen kurz vor Weihnachten ihr einjähriges Studium ab und bekommen den akademischen Grad "Master in Baltic Sea Region Studies" verliehen. Dass es nun so weit ist, ist für uns alle ein großer Erfolg, denn im weitgehend reibungslosen Ablauf eines Studiengangs mit vielen verschiedenen Lehrveranstaltungen steckt sehr viel Arbeit … Außerdem ist ein solcher Studiengang ein wichtiger Beitrag zur gewünschten und angestrebten Internationalisierung unserer Uni. Doch während das erste Programm ausläuft, planen wir schon weiter: Wir wollen den Masterstudiengang zeitlich und räumlich erweitern und ihn zweijährig und international fortsetzen. Doch wie so vieles hängt auch dies zuallererst am Geld, in unserem Fall an den häufig erwähnten und beantragten "Drittmitteln". Da unsere Programme bisher aber sehr erfolgreich waren, sind wir zuversichtlich, dass es eine zweite Laufzeit geben wird, und wir hoffen, die eine und den anderen von euch mal bei uns am Hausvogteiplatz oder bei einer unserer Veranstaltungen (Ringvorlesungen, Gastvorträge und natürlich auch den Seminaren des Ostsee-Kollegs, die euch selbstverständlich offen stehen) zu treffen.

In diesem Sinne wünschen wir euch und uns also gutes Gelingen und viel Glück bei den derzeitigen und geplanten Aktivitäten im und für ein gutes, erfolgreiches Studium!
Eure

Katrin Hecker
Projektkoordinatorin Ostsee-Kolleg Berlin

Asta Vonderau
Projektkoordinatorin Ostsee-Kolleg Berlin

Sigita Baronaite
Projektadministratorin BaltSeaNet

Julia Larycheva
Studentische Mitarbeiterin BaltSeaNet

Folke Lehr
Studentischer Mitarbeiter Ostsee-Kolleg Berlin

Prof. Dr. Bernd Henningsen
Projektleiter Ostsee-Kolleg Berlin und BaltSeaNet

Berlin, im Dezember 2003

 

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