Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

 
 

Liebe Studierende,

ein Jahr ist seit der Fusion der Berliner skandinavistischen Institute von Freier Universität und Humboldt-Universität am 1. Oktober 1994 schon vergangen, und wir können mittlerweile feststellen, daß sich - trotz einiger Verluste - die Fusion nicht nur finanziell als zweckmäßig erwiesen hat. In Berlin ist eines der größten skandinavistischen Institute Deutschlands entstanden, in dem die wichtigsten Disziplinen des Faches repräsentiert sind. Zu den für deutsche Universitäten traditionell starken Fachteilen Ältere Skandinavistik und Neuere Literaturen kamen die Kulturwissenschaft (nur in Berlin gibt es dafür eine Professur) und Sprachwissenschaft hinzu. Noch fehlt ein Lehrstuhl für skandinavische Geschichte. Aber auch Interessenten für diesen Fachteil finden bereits eine Reihe von Lehrangeboten.

Die Fusion hat die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften in den verschiedenen Fächern erleichtert und, was für die Studierenden noch wichtiger ist, hat das breite Angebot für Studien unterschiedlicher skandinavistischer Disziplinen und der skandinavischen Sprachen (Dänisch, Isländisch, Norwegisch und Schwedisch; darüber hinaus auch Finnisch) räumlich zusammengeführt. Obwohl ein Jahr keine lange Zeit ist, deutet sich das Profil des Berliner Nordeuropa-Instituts allmählich an: Die komplexen Studien zur skandinavischen Kultur, Literatur, Geschichte und Sprachen werden durch Studien zu anderen Ländern der Ostseeregion, vor allem des Baltikums, ergänzt. Auch in diesem Semester bieten wir wiederum zwei Kurse zur Kultur, Geschichte, Literatur und Politik der baltischen Länder an. Von dieser komplexen Auffassung von der Skandinavistik erhoffen wir uns Attraktivität nicht nur für Studierende aus Deutschland und aus anderen westeuropäischen Ländern, sondern zunehmend auch für Studentinnen und Studenten aus Osteuropa, wohin Berlin traditionell gute Beziehungen hat. Wir hoffen, daß unsere vereinten Bemühungen, die Berliner Skandinavistik weiter zu profilieren, bei Ihnen Anklang finden.

Mit diesem Vorlesungsverzeichnis erhalten Sie gleichzeitig einen Überblick über die Biographien der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Institutes sowie der im Wintersemester am Institut tätigen Lehrbeauftragten. Gemeinsam mit den ebenfalls enthaltenen Angaben zu den wichtigsten Publikationen möge dies zu Ihrer besseren Orientierung bei der Auswahl der Lehrveranstaltungen beitragen.

Ein erfolgreiches Semester wünscht Ihnen
Ihr

 

Jurij Kusmenko, stellv. Institutsdirektor
Juli 1995

 

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