Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Die Begründung einer regionalwissenschaftlichen Forschung für Nordeuropa über den Bereich der skandinavisch-sprachigen Länder hinaus ergibt sich aus der Entstehung eines neuen geo-politischen Raumes durch die Desintegration der Sowjetunion und ihrer Einflußsphäre. So gehören nun zweifelsohne Finnland, die baltischen Staaten aber auch Nordrußland zu einem solchen Raum "Nord-Europa". Die Konzeption des neu gegründeten Nordeuropa-Instituts entspricht fachsystematisch sehr weitgehend der kulturwissenschaftlichen Ausrichtung, die generell für die geisteswissenschaftlichen Fächer an der HU kennzeichnend ist. Dieses Konzept scheint für die Erkundung eines sich neu formierenden und (im Hinblick auf die longue durée europäischer Geschichte) wieder zutagetretenden geopolitischen Raums vielversprechend zu sein. Die Einrichtung des Nordeuropa-Instituts stellt insofern eine auch wissenschaftssystematisch gelungene Verbindung zwischen dem für die HU generell kennzeichnenden kulturwissenschaftlichen Profil und den aus den geopolitischen Veränderungen seit 1989 erwachsenen Interessen dar. Das Nordeuropa-Institut erscheint nicht zuletzt als ein geglücktes Ergebnis der Integration des Fachs Skandinavistik der FU in die HU.

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