Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

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Aufgrund der Breite des Berliner Faches ist das Institut zu einem Ansprechpartner für verschiedene Fächer und Universitäten in Nordeuropa geworden; der Wunsch, mit der HU und dem NI zu kooperieren, nimmt merklich zu. So wird das Projekt eines gemeinsamen skandinavistischen, ostseebezogenen Studienganges mit inzwischen sieben weiteren nord-europäischen Universitäten geplant (und scheint realisierbar), die schwedische Regierung fördert diesen Gedanken maßgeblich, der Ostsee-Rat der Anliegerstaaten hat ihn sich zu eigen gemacht.

Aber auch aufgrund der bisher feststellbaren Attraktivität für die Studierenden sowie der Resonanz der Forschungsfördereinrichtungen (Drittmittel), der Öffentlichkeit (Politik, Presse und Verwaltung), für die fachnahe Kollegenschaft und die Wissenschaftsgemeinschaft in Nordeuropa hat sich die Gründung des NI als überaus erfolgreich erwiesen. So hat sich das Institut, wie bereits oben dargestellt, erfolgreich um von skandinavischen Regierungen zur Verfügung gestellte Mittel zur Einrichtung von Stiftungsprofessuren bemüht:

  • Ab dem Wintersemester 1998/99 hat der schwedische Historiker Thorsten Nybom von der Universität Uppsala für zwei Jahre eine Lehr- und Forschungstätigkeit am Institut aufgenommen. Die Nachfolge wird ab dem Wintersemester 2000/2001 die Uppsalienser Literaturwissenschaftlerin Birgitta Holm antreten.
  • Bei Gelegenheit des Staatsbesuchs von Bundespräsident Roman Herzog im Juni 1998 in Norwegen hat die norwegische Regierung eine "Henrik-Steffens-Professur" für norwegisch-deutsche Kulturbeziehungen gestiftet, die ab dem Sommersemester 1999 mit dem deutsch-norwegischen Historiker Einhart Lorenz besetzt ist. Sein Nachfolger wird ab dem Wintersemester 2000/2001 der Literatur- und Kunsthistoriker Jan Brockmann.

Beide Stiftungsprofessuren werden durch erhebliche Mittel aus Norwegen und Schweden sowie des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft ergänzt; diese stehen auch für andere Fächer der HU zur Verfügung.

Damit im Zusammenhang zu nennen ist, dass es dem Institut 1996 geglückt war, mit maßgeblicher schwedischer Unterstützung (Föreningen Sverigekontakt) ein Sprachlabor einzurichten, das auch zu Weiterbildungsveranstaltungen von schwedischen Partnern genutzt wird. Auch werden aus dieser Quelle dem Institut Sachmittel zur Verfügung gestellt.

Schon zu einer Tradition das Institutes hat sich das Angebot des norwegischen Außenministeriums entwickelt, alljährlich die Fridtjof-Nansen-Lectures an der HU auszurichten. In diesem Rahmen haben gelesen: Thor Heyerdahl, Francis Segerstedt (Vorsitzender des Friedensnobelpreiskomitees), Aase Kleveland (norwegische Kulturministerin), Erik Fosnes Hansen (Autor), Astrid Nøkleby Heiberg (Präsidentin des Internationalen Roten Kreuzes).

Schließlich soll noch erwähnt werden, dass das Institut auf Einladung der Schwedischen Strindberg-Gesellschaft im September 2001 den 15. Internationalen Strindberg-Kongress in Berlin ausrichten wird.

Zu den ERASMUS-Beziehungen des NI s. 2.5.1.

Das NI pflegt darüber hinaus Kontakte zu vielen osteuropäischen Skandinavistik-Instituten und hat in den letzten Jahren die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre insbesondere mit Ungarn, Polen und den baltischen Staaten erweitert. Mit Poznan, Gdansk, Budapest, Vilnius, St. Petersburg beispielsweise wurden gemeinsame Tagungen veranstaltet sowie Studierende und Lehrende ausgetauscht. Ein nordisch-ost-/ostmitteleuropäisches Netzwerk ist im Aufbau.

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