Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

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Die Forschungsaktivitäten des NI haben sich in den letzten Jahren exponentiell ausgeweitet; als Manko muss erwähnt werden, dass die Professur für Neuere skandinavische Literaturen von 1996 bis zum Sommersemester 2000 nicht regulär besetzt war und die von der FU einbehaltene Mitarbeiterstelle für die Mediävistik noch nicht wieder eingerichtet werden konnte.

  • In Vorbereitung befindet sich ein Buchprojekt Skandinavische Literatur im Mittelalter. Eine Einführung. Autoren sind Hartmut Röhn und Julia Zernack (jetzt Universität München); das Projekt war von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanziell unterstützt worden. Eine auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitete, aber allgemein verständlich gehaltene Einführung in die skandinavische Literatur des Mittelalters ist nicht nur im deutschsprachigen Bereich, sondern auch im internationalen Kontext seit längerem ein Desiderat. Die Konzeption des Buches ist "mediävistisch", nicht "altertumskundlich" fundiert; es wird nicht nur die Kultur- und Literaturbeziehungen mit dem Kontinent und den britischen Inseln berücksichtigen, sondern auch Grundlagen der Literaturentwicklung wie Bekehrungsgeschichte, Buchkultur und Überlieferungsgeschichte darstellen. Das Buch soll Studierenden der Skandinavistik, aber auch einem größeren Kreis aus anderen mediävistischen Fächern eine leicht zugängliche Einführung in die mittelalterliche Literatur Dänemarks, Schwedens, Norwegens und Islands bieten. Das überlieferungsgeschichtliche Kapitel wird von Britta Olrik Fredriksen/Arnamagnæanisches Institut Kopenhagen (für Dänemark und Schweden) und von Stefán Karlsson (Stofnun Árna Magnússonar á Íslandi/ Reykjavík (für Island und Norwegen) verfasst.

  • Edition Gísla saga Súrssonar: Die Ausgabe druckt die drei inhaltlich, stilistisch und strukturell erheblich voneinander abweichenden mittelalterlichen Fassungen S, M und B der Gísla saga im synoptischen Spaltentext. Sie folgt dabei für S der von der Textwiedergabe her allgemein als zuverlässiger einzuschätzenden Abschrift Jón Jónssons von ca. 1780 in dessen Originalorthographie. Die Ausgabe soll eine Grundlage bieten für stilistische Beobachtungen zum Sagastil, zu Formen und Variationsmöglichkeiten mittelalterlicher Textüberlieferung und zu verschiedenen Möglichkeiten der Textkonstituierung. Die drei Versionen liegen inzwischen vollständig in digitalisierter Version und in einem Preprint des Textteils vor, der in einem Hauptseminar erfolgreich erprobt worden ist. Der Abgleich mit den Originalen der Handschriften, die Apparaterstellung und die Ausarbeitung der Einleitung stehen noch aus.

  • Digitale Bibliothek skandinavischer Texte des Mittelalters: Dieses Projekt soll zu dem kontinuierlich wachsenden Korpus digital verfügbarer Texte des skandinavischen Mittelalters im WWW beitragen. Es liegen bereits vor: Theodricus monachus, Historia de antiqitate regum Norwagiensium, die Historia Norvegiae und Ælnoth, Gesta Sweno-magnis [...] et Passio Canuti [...]. Sie werden zz. (Mai 2000) Korrektur gelesen und stehen in Kürze zur Verfügung. Das Projekt wird mit den Postola- und Heilagra manna sögur fortgesetzt werden, wobei sich die Auswahl zunächst an einem aktuell laufenden MA-Projekt orientiert, mittelfristig aber das Gesamtkorpus erfasst werden soll. Die Fassungen erlauben die bequeme Erstellung von Thesauruslisten, auch diese werden im Internet verfügbar sein.

  • Skandinavistische Mediävistik - eine Grundlagenbibliographie: Dieses Vorhaben soll die zwischen 1986-1988 (an der FU) unter maßgeblicher Beteiligung von Studierenden erarbeitete und 1991 unter dem Titel Studienbibliographie zur Älteren Skandinavistik erschienene Publikation zu einer Grundlagenbibliographie für das Fachgebiet "Skandinavistische Mediävistik" erweitern. Sie wird in etwa dieselben Gebiete abdecken wie die (inzwischen vergriffene) Studienbibliographie, jedoch im Unterschied zu dieser nicht nur den westnordischen Bereich, sondern Gesamtskandinavien erfassen. Die Zielgruppe sind Mediävistinnen und Mediävisten aller Disziplinen und Studierende des Faches Skandinavistik und anderer philologisch-historischer Fächer.

  • In einem schwedisch-deutschen, vierjährigen Forschungsprojekt Die kulturelle Konstruktion von Gemeinschaften im Modernisierungsprozeß: Schweden und Deutschland wird gegenwärtig Nachwuchs qualifiziert und zugleich ein innovatives Forschungsprofil entwickelt. Das Projekt hat den Charakter eines Graduiertenkollegs. Hier wurden seit 1996 über Drittmittel aus Schweden (Jubiläumsfonds der Schwedischen Reichsbank) wissenschaftliche Mitarbeiter- und Hilfskraftstellen sowie Werkvertrags? und Sachmittel eingeworben (jährlich ca. 350.000 DM); fünf Doktorandenstellen stehen zur Verfügung. In einer eigenen Schriftenreihe werden Forschungsergebnisse publiziert, aus dem Projekt sind bisher fast zwei Dutzend Veröffentlichungen hervorgegangen. Das Projekt hat Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachrichtungen aus Polen, Schweden, Norwegen, Deutschland, der Schweiz und den USA integriert. Die Forschungskooperation wird intensiv mit dem Europäischen Universitätsinstitut in Florenz, an dem eine weitere Filiale des Projektes angesiedelt ist (Bo Stråth), gepflegt. Bisher sind vier Anthologien erschienen, in diesem Jahr erscheinen die ersten Monographien (vgl. Anlage 12: Publikationsliste).

  • Seit Ende 1997 besteht ein in seiner Form außergewöhnliches, auf vier Jahre angelegtes Forschungsprojekt mit der Hochschule Södertörn in Stockholm: Menschen, Medien, Metropolen. Die kulturelle Konstruktion von Fremd- und Selbstbildern in der Ostsee-Region. Fünf deutsche Postdocs forschen und lehren dort zum Thema des Metropolen-Images in der Ostsee-Region; die akademischen Qualifikationen sollen im Gegenzug an der HU erworben werden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NI haben Gelegenheit, am Lehrenden-Austausch teilzunehmen; Absolventinnen und Absolventen des Faches haben nach ihren Examina Kurzzeitstipendien an der Stockholmer Hochschule erhalten und dort unterrichtet.

  • In Kooperation mit dem Institut für internationale Politik der FU (Ulrich Albrecht, Manfred Kerner) und durch Projektmittel der Volkswagenstiftung gefördert (500.000 DM auf drei Jahre), wurde seit Ende 1997 in Riga ein Sozialwissenschaftliches Zentrum Riga-Berlin eingerichtet, das insbesondere der politikwissenschaftlichen Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Baltikums/Lettlands gewidmet ist. In Riga wurde eine politikwissenschaftliche Handbibliothek mit dazugehörigen Datenbanken aufgebaut, Berliner Dozierende lehren insbesondere Politik Deutschlands, Europas und der Ostsee-Region. Im Gegenzug werden lettische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende nach Berlin zu Forschungs- und Lehraufenthalten eingeladen. Gegenwärtig prüft die Stiftung eine weitere einjährige Abschlussfinanzierung (Laufzeit bis einschließlich 2001).

  • Zusammen mit dem Institut für Philosophie der HU (John M. Krois) und dem kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Lund (Svante Nordin) wird an der Sammlung und Edition der "schwedischen" Schriften des Kulturphilosophen Ernst Cassirer gearbeitet; die aufgefundenen Materialien werden in der Berliner Ausgabe der nachgelassenen Schriften Cassirers erscheinen. Das Projekt hatte eine Laufzeit von einem Jahr und wurde vom Jubiläumsfonds der schwedischen Reichsbank finanziert. Als Nachfolgeprojekt wird jetzt, vom gleichen Stifter gefördert, an einer Monographie über den "schwedischen" Cassirer gearbeitet. Außer den erwähnten Professoren arbeitet ein schwedischer promovierter Wissenschaftler Vollzeit an diesem Projekt.

  • Im Juni 2000 begann ein von der Europäischen Kommission für vier Jahre finanziertes Projekt: Baltic Sea Region - The Northern Dimension of EU, das vom NI koordiniert und in Kooperation mit sieben weiteren Universitäten der Ostsee-Region bearbeitet wird (Kopenhagen, Södertörn/Stockholm, Helsinki, Tartu, Riga, Vilnius und Gdansk); das Finanzvolumen beträgt 1,42 Millionen Euro. Es geht um die Qualifizierung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Themen der kulturellen, ökonomischen und politischen Transformation der Region bearbeiten; mit dem Projekt soll aufgrund einer (europäischen) Netzwerk-Philosophie die Ostsee-Region auch politisch sicht- und erfahrbar gemacht werden.

  • Das Institut ist mit einem eigenen Teilprojekt an einem Antrag der HU bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf Einrichtung eines (sozial- und kulturwissenschaftlichen) Sonderforschungsbereichs Die europäische Stadt beteiligt (Vorantrag vom Dezember 1998). Die Fragekonstellation zielt auf die Bedeutung von Inszenierungen des Städtischen vor dem Hintergrund des umfassenden modernen Wandels, wie neue Repräsentations- und Inszenierungsstrategien entstehen (am Beispiel der nordischen Olympia- und "Kulturhaupt"-städte).

  • Das NI ist auch (erstmals) am Verlängerungsantrag für das Graduiertenkolleg Das neue Europa. Nationale und internationale Dimensionen institutionellen Wandels beteiligt, das ab dem Sommersemester 2001 auch mit nordeuropäischen Themen abgerundet werden soll. Durch das Institut werden Lehr- und Betreuungsaufgaben im Rahmen des Kollegs angeboten und wahrgenommen.

  • Im Buchprojekt Phonologische Evolution der germanischen Sprachen (geplanter Abschluss 2001) werden die wichtigsten phonologischen Veränderungen behandelt, die die germanischen Sprachen von den ersten schriftlichen Denkmälern bis zur heutigen Zeit erfahren haben. Die modernen germanischen Dialekte nehmen einen zentralen Platz in dem Buch ein: Sie stellen sowohl das Hauptobjekt der Untersuchung als auch das Material zur Rekonstruktion dar. Es werden die in verschiedenen germanischen Sprachen und Mundarten zu verschiedenen Zeiten stattgefundenen phonologischen Entwicklungen behandelt und analysiert, welche Faktoren zu gleichen bzw. verschiedenen Entwicklungen geführt haben. Die Entwicklung der germanischen Sprachen wird als eine Folge von vier einander auflösenden prosodischen Typen dargestellt, die eine Entwicklung von phonemischen Sprachen (wie z. B. Altgriechisch oder Litauisch) zu silbischen Sprachen (wie z. B. Chinesisch und Vietnamesisch) zeigt. Damit wird ein Versuch unternommen, einen Beitrag zur historisch-typologischen Phonologie der germanischen Sprachen zu leisten.

  • In Kooperation mit einer Arbeitsgruppe am Institut für Sprachwissenschaft der russischen Wissenschaftsakademie in St. Petersburg und mit der Universität Gent wird im Rahmen eines EU-Projektes ein Indoeuropäischer Thesaurus erstellt. Jurij Kusmenko ist Leiter der "germanischen Gruppe" und Koordinator des Gesamtprojektes. Ziel dieses Thesaurus ist eine neue etymologische Beschreibung der indoeuropäischen Sprachen - mit Informationen, die in etymologischen Wörterbüchern üblicherweise nicht zu finden ist. Dabei werden nicht nur phonematische, prosodische, morphologische und syntaktische, sondern vor allem semantische Veränderungen behandelt. Die gesamten etymologischen Informationen werden in Form einer Datenbank erstellt. Diese Datenbank bietet außerdem unbegrenzte Möglichkeiten für die Literaturdarstellung.

  • In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sprachwissenschaft der Universität St. Petersburg wird vom Institut am Projekt Ethnolinguistische Forschungen gearbeitet (Leitung: Jurij Kusmenko), die ersten Bände sind 1992 und 1998 erschienen. Das Projekt hat zum Ziel, Kontakte verschiedener indoeuropäischer Sprachen miteinander und mit nicht-indoeuropäischen Sprachen zu untersuchen, um eine Typologie der Sprachkontakterscheinungen zu erstellen. Am Nordeuropa-Institut wird eine Forschungsgruppe gebildet, die die Behandlung des saamisch-skandinavischen Sprachkontaktes zum Ziel hat, vor allem den Einfluss des Saamischen auf die skandinavischen Sprachen, ein früher fast nicht untersuchtes Themengebiet.

  • In Vorbereitung ist auch ein Projekt Saami und Skandinavier. Sprachkontakt in mehr als 1500 Jahren. In Vorbereitung dieses Projektes fand sich - neben der eigentlichen Forschungsarbeit - eine Gruppe Saamischlernender zusammen. Dazu gab es bereits Gespräche mit der saamischen Schule in Karasjok (Norwegen) über die Teilnahme am Fernunterricht im Nordsaamischen. Noch sind jedoch die damit verbundenen finanziellen Probleme nicht gelöst.

  • Der Fachteil Linguistik des NI veranstaltet regelmäßig studentische Kolloquien mit den Kolleginnen und Kollegen der Stockholmer Universität. Es handelt sich hierbei um ein fortlaufendes Projekt zur skandinavischen Sprachwissenschaft. Hier werden aktuelle Forschungsarbeiten von Berliner und Stockholmer Skandinavisten aus verschiedenen Bereichen der skandinavistischen Sprachwissenschaft präsentiert. Die Ergebnisse werden innerhalb der Kleinen Schriften des Nordeuropa-Institutes publiziert (bisher erschienen: 3 Bände).

  • In Vorbereitung befindet sich ein Projekt Genus in den skandinavischen Sprachen: grammatische und pragmatische Aspekte. Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Darstellung zum Genus in den skandinavischen Sprachen zu schaffen, die es in dieser Form bisher nicht gibt und die wegweisend für weitere grammatische, pragmatische und sprachhistorische Forschungen sein soll. Die modernen skandinavischen Sprachen unterscheiden sich in der Anzahl ihrer Genera, der Genusmerkmale und in dem Verhältnis von Genus und Sexus. Diese Unterschiede werden noch größer, wenn man nicht nur überregionale Sprachnormen, sondern auch lokale, regionale und soziale Sprachvarietäten in Betracht zieht. Forschungsaufgabe des Projektes ist es, diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen, zu analysieren sowie die Entwicklung der skandinavischen Genera vom altskandinavischen Zustand bis heute unter verschiedenen Blickwinkeln systematisch zu verfolgen. Die Herausbildung der Vielfalt der Genussysteme in den skandinavischen Sprachen (Drei-Genera-Systeme, Zwei-Genera-Systeme, Systeme ohne Genus) wird vor dem Hintergrund der parallelen Entwicklung in den anderen germanischen Sprachen und unter Berücksichtigung der historisch-typologischen Daten (besonders Entwicklung des Drei-Genera-Systems in anderen indogermanischen Sprachen) untersucht. Dies erfordert eine sprachvergleichende Perspektive, die sowohl synchrone wie diachrone Ansätze und grammatische wie pragmatische Fragestellungen miteinander vereint. Die Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Projektes sollen am Ende in einem Handbuch zum Genus in den skandinavischen Sprachen zusammengetragen werden.

  • Ziel des Forschungsprojektes Interkulturelle Interferenzen in der deutsch-skandinavischen Wirtschaftskommunikation, das an der Schnittstelle von Kulturwissenschaften und Linguistik liegt, ist es, die Beeinflussung kulturspezifischer sowohl fremder als auch eigener Kommunikationskonventionen für den Verlauf von Geschäftsgesprächen zwischen schwedischen, dänischen und norwegischen Gesprächsteilnehmern auf der einen Seite und deutschen Interagierenden auf der anderen Seite zu untersuchen. Es soll festgestellt werden, welche kulturspezifischen kommunikativen Standards Missverständnisse verursachen und welche Fehldeutungen von den Teilnehmern expliziert und beseitigt werden. Um dies zu ermitteln, werden authentische inter- und intrakulturelle Gespräche aus dem Wirtschaftsbereich aufgenommen und gesprächsanalytisch untersucht.

    In dem Projekt werden die Formen der Überlagerung von fremden und eigenen Kommunikationsmustern und deren Wirkung auf deutsch-skandinavisches Verstehen praxisnah und anwendungsbezogen analysiert. Es sollen damit neue Perspektiven für das kommunikative Handeln im transnationalen Kontext in dem für Deutschland und die skandinavischen Länder immer wichtiger werdenden Bereich der Wirtschaftsbeziehungen eröffnet werden.

    Das Projekt soll in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen durchgeführt werden; eine Förderung ist bei verschiedenen Trägern in Vorbereitung. Ein Dissertationsprojekt zum Thema deutsch-schwedische Wirtschaftskommunikation hat bereits begonnen.

  • Unter der Herausgeberschaft von Stefanie von Schnurbein in Zusammenarbeit mit Justus H. Ulbricht, Stiftung Weimarer Klassik, entsteht ein umfassender Sammelband mit dem Titel Völkische Religiosität und Krisen der Moderne. Entwürfe 'arteigener' Religion seit der Jahrhundertwende. Es handelt sich um ein weitgefasstes interdisziplinäres Projekt mit Beiträgen aus Skandinavistik, Literaturwissenschaften, Germanistik, Geschichtswissenschaften, Kunstgeschichte, Theologie, Religionswissenschaften, Volkskunde und Soziologie. Methodologisch ist das Konzept an ideologiegeschichtlichen und historischen Fragestellungen orientiert. Ziel ist es, die historischen und ideologischen Hintergründe (etwa in Theologie, Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften) und Vernetzungen (z. B. mit anderen alternativ religiösen, literarischen und sozialen Bewegungen und Strömungen) einer sogenannten "völkischen" oder "arteigenen" Religiosität in Deutschland, die nicht zuletzt auch "das Nordische" als identitätsstiftende Orientierungskategorie etabliert, gründlich und vielfältig zu erfassen.

  • Unter dem Namen BRAGI wird ein neuartiges Lehrwerk für Isländisch als Fremdsprache erarbeitet, das einen lernerzentrierten, kommunikativ orientierten Schwerpunkt setzt; alle Materialien werden konsequent auf dem WWW entwickelt. Erstmals bietet sich die Möglichkeit, innerhalb eines geschlossenen Konzeptes international Kräfte zu bündeln und eine längerfristige Zusammenarbeit aufzubauen. Lehrende, die bisher verschiedenes Material haben zusammenstellen müssen, erhalten ein Instrument, das sich flexibel an ihre Unterrichtssituation anpassen lässt und weiterwachsen kann. Das Projekt ist vom Isländisch-Lektorat des NI (Andreas Vollmer, Soffía Gunnarsdóttir) in Kooperation mit der Abteilung Isländisch als Fremdsprache der Volkshochschule Reykjavík entwickelt worden und auf drei Jahre angelegt; die ersten beiden Projektphasen werden von der Europäischen Union (Lingua D) und der Stadt Reykjavík (Kulturhauptstadt 2000) gefördert.

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