Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

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Ziel der Ausbildung in diesem Fachteil ist es, den Studierenden fundierte Kenntnisse literaturwissenschaftlicher Methoden, der Literaturgeschichte der Neuzeit und der Literaturtheorie zu vermitteln, um sie zu einem kompetenten, selbstständigen und kritischen Umgang mit Texten zu befähigen und ihnen ein Verständnis des sozialen und kulturellen Stellenwertes von Literatur zu vermitteln.

Der Fachteil Neuere skandinavische Literaturen geht von einem Literaturverständnis aus, das literarische Texte als kulturelle Praktiken betrachtet, durch die Bedeutungen hergestellt werden. Neben der Auseinandersetzung mit Fragen der Ästhetik bildet daher die Analyse der Austauschbeziehungen zwischen literarischen Texten und anderen Texten im weitesten Sinne (hierzu gehören neben nicht-fiktionalen Texten andere mediale Produkte wie z. B. Film, Musik, Malerei) einen Schwerpunkt des Studiums.

Aus diesem Verständnis von Literatur ergibt sich eine Öffnung des Fachteils auf mehreren Ebenen. Zum einen werden Beziehungen zwischen den skandinavischen Literaturen untereinander sowie zu anderen Literaturen untersucht. Zum anderen ist es ausdrückliches Ziel des Fachteiles, den Austausch mit den anderen Fachteilen des Skandinavistikstudiums sowie, über die Fachgrenzen hinaus, mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen (Medienwissenschaften, Cultural Studies, Gender Studies, Medizin, Naturwissenschaften) zu etablieren und zu fördern.

Das Studium der Neueren skandinavischen Literaturen eröffnet den Studierenden berufliche Perspektiven in der Wissenschaft, in Kommunikationsberufen, in den Medien, in Verlagen und im Kulturaustausch und -management.

Die Professur im Fachteil Neuere skandinavische Literaturen war seit 1996 nicht besetzt. Das Lehrangebot konnte jedoch durch eine Vertretungsprofessur und Lehrende des NI gewährleistet werden. Mit der Neubesetzung der Professur durch Stefanie von Schnurbein sowie der Einstellung zweier Mitarbeiterinnen ist nun wieder längerfristige Kontinuität gegeben. Das Bestreben wird zunächst sein, den Fachteil zu konsolidieren und die oben erwähnten Schwerpunkte zu etablieren.

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