Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Index

2.3.1 Organisation

2.3.1.1 Lehrplanung und -evaluation

Für die Organisation der Lehre sind die einzelnen Fachteile bzw. Lektorate verantwortlich. Dies geschieht in Besprechungen innerhalb dieser Einheiten, wobei die gemäß Studienordnung benötigten Lehrveranstaltungen nach Zahl und Inhalt abzustimmen sind. Nach Diskussion des Entwurfs unter den Lehrenden sowie den studentischen Vertreterinnen und Vertretern (Fachschaftsrat, studentisches Mitglied im Institutsrat) wird der Plan (unter Berücksichtigung der durch die LSK Germanistik genehmigten Lehraufträge) schließlich dem Institutsrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Dies erfolgt ca. sechs Monate vor Semesterbeginn. Ebenfalls beraten werden zu diesem Zeitpunkt die Vorschläge zu studentischen Tutorien.

Das Lehrangebot findet in Kurzform Eingang in das zentrale Vorlesungsverzeichnis der HU. Das NI gibt darüber hinaus bereits seit Institutsgründung (und davor an der FU) ein umfassendes Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis heraus, das bereits Ende des jeweils vorherigen Semesters erscheint und somit eine langfristige Stundenplangestaltung ermöglicht. Auf der Instituts-Homepage kann das Lehrangebot für das Wintersemester im Normalfall Anfang Juni, für das Sommersemester Anfang Januar abgerufen werden. (Vgl. die Anlagen "Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2000" und "Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2000/2001".)

Ende des Wintersemesters 1999/2000 fand erstmals eine Lehrendenvollversammlung statt, auf der die Stundenplanung für das kommende Wintersemester im Mittelpunkt stand. Darüber hinaus wurden grundlegende Fragen der Lehrqualität besprochen, so übergreifende Fragen des Sprachunterrichts oder die künftig einheitliche Konzipierung von Grundkursen und Kolloquien durch die verschiedenen Fachteile. Diese Form der Auswertung und Vorbereitung der Lehre soll beibehalten werden.

Die Lehrveranstaltungen finden verteilt über die gesamte Woche von 8-20 Uhr, freitags bis 18 Uhr statt. Bei einem Angebot von insgesamt 156 SWS (WS 1999/2000) finden in der Regel notwendigerweise zwei bis drei Lehrveranstaltungen gleichzeitig statt, wobei versucht wird, Überschneidungen beispielsweise von einführenden Vorlesungen oder von Grundkursen zu vermeiden.

Diese hohe Zahl von Lehrveranstaltungen erklärt sich nur zu einem gewissen Teil aus dem Lehrdeputat der am Institut etatisierten Stellen (100 SWS). Die übrigen Kapazitäten ergeben sich aus den Angeboten der Gastprofessoren, Lehraufträgen, HSP III-Beschäftigten (Isländisch-Lektorat), sechs studentischen Tutorien, vier Sprachkursen für Nicht-Skandinavisten, einer Stelle aus dem Senatsprogramm zur Frauenförderung sowie Lehrangeboten von Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern. Durch diese zusätzlichen Angebote, nicht zuletzt auch die Erhöhung des Deputats für Lektorinnen und Lektoren auf 16 SWS, stieg die Gesamtzahl der angebotenen SWS von 101 (Wintersemester 1996/97) auf die o. g. 156. Dennoch bleiben Engpässe im Bereich der Mediävistik und Sprachausbildung bestehen.

Die obligatorischen Lehrveranstaltungen werden - soweit dies die Kapazität zulässt - in jedem Semester angeboten. Nicht möglich wird dies auch in Zukunft in der Mediävistik sein, wo derzeit keine Mittelbaustelle vorhanden ist, und beim Sprachunterricht, wo die Anfängerkurse jeweils im Wintersemester einsetzen. - Auch die Pflichtexkursionen für Hauptfachstudierende im Hauptstudium werden nur einmal im Jahr (Sommersemester) angeboten, wobei sich dies bisher als ausreichend erwiesen hat.

Außer bei raumtechnischen Beschränkungen (z. B. Sprachlabor mit 30 Plätzen) bestehen über die in der Studienordnung festgelegten Voraussetzungen keine Zulassungsbegrenzungen.

Im Sommersemester 1998 fand eine umfassende Evaluation sämtlicher Lehrveranstaltungen am NI statt. Die Ergebnisse sind in einem 44-seitigen Abschlussbericht (April 1999) zusammengefasst. Im Normalfall findet die Evaluation der Lehrveranstaltungen jedoch individuell am Ende jedes Semesters durch die Lehrkräfte in ihren jeweiligen Kursen statt. Übergreifende Fragen (z. B. Konzeption des Einführungskurses oder der Grundkurse) werden in Institutsvoll- oder Lehrendenversammlungen diskutiert.

2.3.1.2 Teilnehmerfrequenzen in LV - Planungswerte und empirische Belastungen

2.3.1.2.1 Sprachunterricht

Das Sprachlabor, das für die überwiegende Zahl der Sprachlehrveranstaltungen genutzt wird, verfügt über 30 Plätze. Aufgrund der besonders großen Nachfrage werden seit mehreren Jahren zwei Schwedischkurse angeboten, womit sich die Aufnahmekapazität verdoppelt. Die Platzzahl erweist sich in der ersten Phase des Anfängerunterrichts sowie der Phonologiekurse für die Sprachen Dänisch, Norwegisch und Schwedisch häufig als zu gering. Andererseits stellt die Zahl 30 hinsichtlich der Effektivität von Sprachunterricht ohnehin bereits eine problematische Obergrenze dar. Für die Schwedisch- und Norwegischkurse gibt es eine gewisse Entspannung durch die Installierung von drittmittelfinanzierten Sprachkursen für Nicht-Skandinavisten. Im Verlauf des ersten Semesters geht die Teilnehmerzahl in der Regel so weit zurück, dass im zweiten Semester mit 20-25 Studierenden pro Kurs gearbeitet werden kann. Für das dritte Semester ist von 15-20 Teilnehmenden auszugehen.

An den Anfängerkursen Finnisch nahmen in den letzten beiden Studienjahren ca. 30 Studierende, an den Anfängerkursen Isländisch ca. 15 Studierende teil. Bei beiden Sprachen ist der Anteil an externen Hörern deutlich höher als bei den anderen Sprachen.

2.3.1.2.2 Einführung in Arbeitsweisen und Fachverständnis der Skandinavistik

Für den obligatorischen Einführungskurs steht mittels Tausch mit der germanistischen Literaturwissenschaft ein Raum mit ca. 40 Plätzen im Institutsgebäude zur Verfügung. Dessen Kapazität erweist sich zu Beginn des Wintersemesters häufig als zu gering, sie ist im Sommersemester dagegen ausreichend. Gerade für diese Lehrveranstaltung verbietet es sich, einen größeren, aber weiter entfernt liegenden Raum zu bestellen, da verschiedene Lehrende am Kurs beteiligt sind, vor allem aber auch einige Vor-Ort-Termine in der Bibliothek, dem Nordeuropa-Archiv und dem PC-Pool integriert sind.

2.3.1.2.3 Mediävistik, Kultur-, Sprachwissenschaft und Neuere Literaturen

Bei der Planung der Lehrveranstaltungen in den verschiedenen Fachteilen wird von folgenden durchschnittlich zu erwartenden Teilnehmerzahlen ausgegangen:

  • GK: 25
  • UE: 15-25
  • HS: 15
  • CO: 5-10
  • VL: 30 (spezifisch skandinavistische Themen und skandinavischsprachige Vorlesungen) bzw. 50 (auch für Hörer anderer Fächer in Frage kommende Themen)

2.3.1.2.4 Tatsächlicher Besuch der Lehrveranstaltungen

Die Planungsgrößen entsprechen in der Mehrzahl der Fälle den realen Verhältnissen, für bestimmte Lehrveranstaltungen (Altisländisch, Vorlesungen, Sprachkurse für Nicht-Skandinavisten) haben sich die vorgesehenen Räume als zu klein erwiesen. Generell ist zu beobachten, dass aufgrund der steigenden Studierendenzahlen der Wunsch und die Notwendigkeit nach größeren Räumen zunimmt. Dem entgegen steht der Wunsch bei den Lehrenden und Studierenden, möglichst viele Lehrveranstaltungen im Hause, also nahe dem eigenen Büro und der Bibliothek durchzuführen.

Für die Mehrzahl der Lehrveranstaltungen im Sprachlabor ist das Platzangebot ausreichend, insbesondere im Sprachanfängerunterricht und den Altisländischkursen erweist es sich jedoch mitunter als zu knapp. Eine Alternative steht nicht zur Verfügung, ist letztlich auch nicht wünschenswert, da mit 30 Studierenden in einem Sprachkurs bereits die Maximalgrenze erreicht ist.

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