Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Index

2.3.5.1 Kolloquien der Gastprofessoren

Von den Gastprofessuren aus Norwegen und Schweden werden regelmäßig Vorlesungsreihen organisiert, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordeuropa in ihren Muttersprachen Vorträge über ihre Forschungsgebiete halten. An den Henrik-Steffens-Vorlesungen waren beispielsweise im Wintersemester 1999/2000 insgesamt 13 norwegische bzw. schwedische Gäste beteiligt.

2.3.5.2 Skandinavischsprachige Lehrveranstaltungen

Über die Sprachkurse und die oben erwähnten Kolloquien hinaus besteht das Angebot an skandinavischsprachigen Lehrveranstaltungen aus Übungen, die die Lektorinnen und Lektoren im Rahmen ihrer Lehrkapazität regelmäßig anbieten (vgl. Anlage 4 "Lehrveranstaltungen am Nordeuropa-Institut") sowie aus Kursen durch die skandinavischen Gastprofessoren. Im Wintersemester 2000/2001 werden erstmals auch zwei Überblicksvorlesungen auf Schwedisch bzw. Norwegisch angeboten, worauf bisher bewusst verzichtet worden war, um auch Studierenden anderer Fächer die Möglichkeit zu geben, diese Lehrveranstaltungen zu besuchen.

2.3.5.3 Projekttutorien

Ein Projekttutorium ermöglicht Studierenden über zwei Semester hinweg eine eigene Lehrveranstaltung anzubieten. Die Inhalte des Tutoriums sollen das "normale" Lehrangebot des Instituts ergänzen. Es bietet die Möglichkeit, solche Bereiche abzudecken, zu denen ansonsten keine Lehrveranstaltungen angeboten werden, wobei aber nicht neue Forschung präsentiert werden soll/muss. Zudem soll interdisziplinär gearbeitet werden. Das Tutorium soll auch Studierenden anderer Institute offen stehen. Eine weitere zentrale Anforderung ist es, sogenannte "alternative" oder auch neue Formen der Wissensvermittlung zur Anwendung zu bringen. Am NI wurde diese Veranstaltungsform in den letzten Jahren erfolgreich praktiziert. Zweimal wurden in den letzten Studienjahren beantragte skandinavistische Projekttutorien durch die Universitätskommission genehmigt:

  • Katrin Hecker, Gesine Bär, Sophie Wennerscheid:
    "Definitionsmacht und Gegenbilder. Die Konstruktion von 'Stadt': Berlin und Stockholm im Vergleich" (1999/2000)

  • Jan Stampehl, Katharina Woellert:
    "Regionale, nationale und übernationale Selbstbilder in Nordeuropa" (2000/2001)

2.3.5.4 Gastvorträge inner- und außerhalb regulärer LV sowie Lesungen

Im Rahmen regulärer Lehrveranstaltungen konnten Gastvorlesungen von Dozierenden aus Nordeuropa, die im Rahmen unserer ERASMUS-Beziehungen nach Berlin kommen, integriert werden. Die meisten dieser Vorlesungen wurden institutsöffentlich angekündigt. Peter Cassirer (Göteborg) bot ein Seminar (1 SWS) an, weitere Lehrende kamen aus Göteborg, Gent, Aarhus, Helsinki und Stockholm.

Aufgrund von zusätzlichen Mitteln aus Nordeuropa ist es darüber hinaus möglich, regelmäßig Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu Lesungen einzuladen sowie Vorträge und Seminare von Politikerinnen und Politikern, Diplomatinnen und Diplomaten sowie Journalistinnen und Journalisten am Institut anzubieten (seit dem Regierungsumzug können und werden auch zunehmend Personen aus der Administration und Diplomatie vor Ort eingeladen).

2.3.5.5 Unterricht per Internet

In Planung ist zz. auch ein Vorhaben, den Grundkurs "Einführung in die skandinavistische Kulturwissenschaft" per Internet anzubieten. Damit soll zum einen eine alternative Lehrform mit Zukunftspotential erprobt werden; zum anderen soll so aber auch anderen skandinavistischen Instituten in der Bundesrepublik ohne personell institutionalisierte Kulturwissenschaft, aber mit dem Wunsch nach kulturwissenschaftlichem Unterricht, die Möglichkeit zur Teilhabe an den Unterrichtsressourcen des NI geboten werden.

Für die 'Virtualisierung' des Kurses werden zusätzliche Mittel beantragt - für die Unterstützung des Vorhabens eine Hilfskraft. Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass zunächst im Zeitraum Januar bis März 2001 die Unterrichtstexte im Netz bereitgestellt werden sowie die Unterrichtskonzeption erarbeitet wird. Im Sommersemester 2001 soll der Grundkurs einen Probedurchlauf mit Berliner Studierenden machen. Vor dem Hintergrund der hierbei gesammelten Erfahrungen soll das Kursangebot dann Ende Juli 2001 auf der "15. Arbeitstagung der deutschsprachigen Skandinavistik" den anderen Instituten erläutert werden. Ab dem Wintersemester 2001/02 könnte der Grundkurs dann - falls die Testphase erfolgreich war und entsprechende Übereinkommen mit anderen Instituten existieren - bundesweit (aber auch in Österreich und in der Schweiz) angeboten werden.

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