Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

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Am Institut sollen in Zukunft zwei grundständige Studiengänge angeboten werden, nämlich "Skandinavistik" und "Nordeuropa-Studien" (die genaue Bezeichnung ist noch in der Diskussion). Aufgrund der begrenzten Ressourcen soll die Grundausbildung in beiden Studiengängen vereinheitlicht und zusammengelegt werden. Durch die Einführung von Bachelor- und darauf aufbauenden (konsekutiven) Master-Abschlüssen wird die Spezialisierung (Skandinavistik oder Nordeuropa-Studien) erst in der zweiten Phase, d. h. in den Master-Kursen, erfolgen.

Alle Absolventen des Bachelor-Studiengangs sollen über eine fundierte Sprachausbildung in den modernen skandinavischen Sprachen verfügen, eine Einführung in die vier Fachteile der Skandinavistik erhalten, in einem der vier Fachteile eine Spezialisierung vorweisen, Altisländisch verstehen sowie die Grundzüge des wissenschaftlichen Arbeitens beherrschen. Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen ist hierbei als zentrales Kriterium zu verstehen, der auf dem Arbeitsmarkt die Schlüsselqualifikation der Absolventen dieser ersten Phase sein soll.

Der berufsqualifizierende Bachelor berechtigt nicht zur Promotion, wohl aber zur Aufnahme in die konsekutiven Master-Studiengänge bzw. zur Aufnahme eines Skandinavistikstudiums im Hauptstudium an anderen Hochschulen. Absolventen, die ihr Studium im Anschluss nicht fortsetzen, sollen ihre berufliche Zukunft vorrangig im außeruniversitären Bereich suchen, entweder durch einen direkten Einstieg ins Berufsleben oder durch Fortbildung im privatwirtschaftlichen Bereich (Volontariat, "training on the job", "fellowships", "trainees")

Während der Master-Studiengang "Skandinavistik" sich im wesentlichen an dem jetzigen Magister-Studiengang orientieren soll, ist der Master-Studiengang "Nordeuropa-Studien" als auslandsorientierter Studiengang konzipiert, dessen Unterricht, soweit möglich, in den ersten beiden Semestern auf Englisch angeboten werden soll. "Nordeuropa-Studien" hat als Studienziel die Vermittlung von Kenntnissen zu Sprache, Gesellschaft und Kultur Ge-samtnordeuropas. Darunter sind die nordwestlichen Gebiete Russlands, das Baltikum mit dem Kaliningrader Gebiet, die nördlichen Teile Polens, Nord- und Nordostdeutschland sowie die skandinavischen Staaten einschließlich Finnlands zu verstehen. Schwerpunkte sollen die aktuellen politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen sein. Geplant ist, dass die Absolventen neben den skandinavischen Sprachen auch russische oder polnische Sprachkenntnisse vorweisen können.

Mit dem Angebot zweier verschiedener Master-Abschlüsse soll verschiedenen beruflichen Vorstellungen der Absolventen Rechnung getragen werden. Der Start der neuen Studiengänge soll im Zusammenhang mit der generellen Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen erfolgen. Beide Studiengänge werden die bisherige Regelstudienzeit nicht überschreiten. Da die Lehrdeputate am Institut weder ausgeweitet werden können, sollen - soweit möglich - für beide Master-Studiengänge gemeinsame Lehrveranstaltungen angeboten werden. Darüber hinaus ist allerdings wahrscheinlich eine Einschränkung der Wahlfreiheit für die Studierenden nötig.

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