Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

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"Baltic Sea Area Studies" ist ein Aufbaustudiengang, der nicht Teil eines grundständigen Studienganges ist und interessierten Absolventen geistes-, sozial-, wirtschafts- und sprachwissenschaftlicher Fächer eine regionalwissenschaftliche Spezialisierung zur Ostsee-Region ermöglichen soll. Er wird zz. finanziell unterstützt von der EU, in Zusammenarbeit mit Universitäten aus acht Ländern des Ostsee-Gebietes vorbereitet: Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark. Mit diesem Programm besteht die Möglichkeit, ausgewählten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine finanzielle und organisatorische Hilfestellung für Promotionsvorhaben zu geben. (Das Ausbildungsnetzwerk ist auf vier Jahre Dauer angelegt und soll ein Finanzvolumen von 1,42 Millionen EURO nicht überschreiten. Koordinierende Institution wird das NI sein.)

Aufnahmebedingung für den Aufbaustudiengang ist ein erster Hochschulabschluss, z. B. ein dreijähriger Bachelor/B.A. in einem einschlägigen Fach. Neben dem abgeschlossenen Hochschulstudium werden Kenntnisse in zwei Sprachen der Region (einschließlich der Muttersprache) vorausgesetzt. Da wesentliche Teile des Studienganges in englischer Sprache durchgeführt werden, sind entsprechende Sprachkenntnisse unverzichtbare Bedingung.

Der Aufbaustudiengang soll eine Dauer von drei Semestern haben. Der inhaltliche Schwerpunkt wird auf die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen seit 1990 gelegt; obendrein wird die Geschichte der Region und die Staatenbildung in dieser thematisiert. Durch einen Kurs "Statistiken und Methoden der Regionalforschung" soll sichergestellt werden, dass die Studierenden über das notwendige wissenschaftliche Handwerkszeug verfügen, um sich mit Themen der Regionalforschung auseinandersetzen zu können.

Der genaue Ablauf des Studienganges wird von einem "Board" konzipiert werden, an dem alle beteiligten Universitäten durch mindestens einen Vertreter beteiligt sind.

Die Studierenden sollen nach dem jetzigen Stand der Planung das erste Semester an ihrer Heimatuniversität absolvieren, wobei Unterrichtssprache Englisch sein sollte. Die Heimatuniversität wird im ersten Semester einführende Veranstaltungen zu "Baltic Sea Area Studies" anbieten sowie im Rahmen der Wahlfreiheit den Studierenden Möglichkeiten für individuelle Spezialisierungen einräumen. Im zweiten Semester werden die Studierenden in Schweden oder Lettland studieren, um das dritte Semester an einer an dem Programm beteiligten Hochschule ihrer Wahl zu beenden. Im dritten Semester ist damit zu rechnen, dass auch Studierende anderer Hochschulen zur Spezialisierung nach Berlin kommen. Aus dem vorhandenen Studienangebot sind von diesen Studierenden Veranstaltungen im Umfang von acht SWS zu wählen. Dieses letzte Semester des Studienganges sollte vorrangig genutzt werden, um sich inhaltlich auf die Master-Arbeit vorzubereiten, die im Umfang von etwa fünfzig Seiten an der Heimatuniversität einzureichen ist.

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