Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

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Vorbemerkung

Es wurden insgesamt 19 Fragebögen an Lehrende versandt, davon erreichte einer den Adressaten nicht. Zwei Mitarbeiter des NI (Drittmittelbeschäftigte) erhielten Fragebögen, obwohl sie nicht in der Lehre eingesetzt waren. 13 Fragebögen wurden zurückgesandt, was einer Rücklaufquote von 72,2 % entspricht. Im Vergleich mit den übrigen beteiligten Instituten ist das eine sehr hohe Quote (Durchschnitt aller Institute 57,2 %). Die Gesamtstatistik zeigt, dass die Rücklaufquote mit abnehmender Beschäftigtenzahl generell steigt (und umgekehrt).

Frage 4: Zufriedenheit mit den Bedingungen der Lehre

Die Mittelwerte bewegen sich bei allen Kategorien (Anzahl Vorlesungsräume, deren Größe, Anzahl Seminarräume, deren Größe usw.) um den 0-Punkt (-2 = sehr unzufrieden, + 2 = sehr zufrieden). Es existiert also weder eine ausgesprochene Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit bei der Einschätzung der Bedingungen der Lehre durch die Lehrenden selbst. (Das entspricht in etwa der Einschätzung der Bedingungen der Lehre an den anderen evaluierten Instituten unserer Fakultät durch die Lehrenden.)

In etwa spiegelt das auch die Einschätzung der Studierenden wider (Frage 27 in den Studierendenfragebögen), wobei deren Angaben näher bei -1 als bei 0 liegen. Das spricht für eine tatsächliche Unzufriedenheit auf Seiten der Studierenden.

Frage 5: Zufriedenheit mit der technischen Ausstattung der Räumlichkeiten

Dasselbe wie für die Beantwortung der Frage 4 gilt auch für die der Frage nach der Zufriedenheit mit der technischen Ausstattung der Räumlichkeiten. Sie wurde durchaus nicht als besonders negativ, jedoch auch nicht als sonderlich positiv dargestellt. Eine Ausnahme bildet die Bewertung des Sprachlabors, die beinahe "sehr zufrieden" ausfällt. (Dasselbe gilt wiederum für die anderen Institute. Die Bewertung dort fällt geringfügig negativer aus als am NI.)

Die Auswertung der Studierendenfragebögen (Frage 28) ergab beinahe dieselben Zahlenwerte wie die der Lehrenden zu der o. g. Frage. Jedoch ist hier auffällig, dass die Situation durch die Studierenden der anderen Institute dort merklich schlechter eingeschätzt wurde.

Frage 7: Zufriedenheit mit der Bibliothek des Institutes

Sehr auffällig ist bei der Beantwortung dieser Frage, dass sich die Lehrenden deutlich zufriedener mit der Institutsbibliothek zeigen als die Studierenden. Fast durchweg wurde ein Mittelwert errechnet, der ein "zufrieden" ergibt. Bei den Studierenden jedoch (dort Frage 26) wurden Werte errechnet, die teilweise sogar im Bereich geringfügig unter Null angesiedelt sind, also eher in Richtung "unzufrieden" tendieren. Es stellt sich also eine relativ große Diskrepanz in der jeweiligen Einschätzung der Bibliothek durch Lehrende bzw. Studierende dar.

Ebenfalls auffällig ist jedoch auch, dass die Ausstattung der Institutsbibliothek der Skandinavistik durchgehend positiver bewertet wird als die der vergleichbaren Institute, wo sich die Werte in Richtung des negativen Bereiches bewegen.

Die unterschiedliche Bewertung durch Lehrende und Studierende beruht zum großen Teil sicher darauf, dass die Lehrenden zum einen deutlich häufiger im Hause arbeiten, mangelnde Ausleihmöglichkeiten also nicht so ins Gewicht fallen, zum anderen für diese Gruppe die Möglichkeit besteht, Bücher mit an den eigenen Arbeitsplatz zu nehmen.

Frage 9: Durchschnittliche Teilnehmerzahl der angebotenen LV?

Die Teilnehmerzahlen ihrer entsprechenden Lehrveranstaltungen wurden von den Lehrenden durchweg als gut eingeschätzt. Die Lehrenden der größeren Institute an unserer Fakultät hingegen bewerten die Teilnehmerzahlen eher als zu hoch. Das entspricht in etwa der jeweiligen Einschätzung durch die Studierenden (Frage 29 in den Studierendenfragebögen) sowohl im Grund- als auch im Hauptstudium an unserem Institut. Die Teilnehmerzahlen bei Tutorien und internen Praktika werden sowohl von den Lehrenden als auch von den Studierenden als eher zu niedrig eingeschätzt.

Frage 12: Verbesserung der Lehrsituation - welche Schritte halten Sie für nötig?

Mit geringfügigen Abweichungen wurden alle im Fragebogen aufgeführten "Schritte zur Verbesserung der Lehrsituation" für notwendig erachtet. Als sehr notwendig wird von den Lehrenden eine verbesserte Kooperation untereinander beurteilt, in Reihenfolge kommen dann: Ausweitung forschungsbezogener Studieninhalte, Änderung der Prüfungsorganisation sowie Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen, Kooperation Lehrende und Studierende sowie Ausweitung praxisbezogener Studieninhalte. Die Verbesserung von Beratung und Betreuung wurde mit "kaum notwendig" beurteilt.

In den anderen Fächern sind die Prioritäten ungefähr gleich verteilt, insgesamt jedoch werden diese Verbesserungen dort eher als "sehr notwendig" dargestellt.

Frage 22: Beratungsangebot für Studierende an der Fakultät ausreichend?

Das Beratungsangebot für Studierende wird von den in der Erhebung erfassten Lehrenden der Skandinavistik fast einheitlich als "in hohem Maße ausreichend" bezeichnet, wobei die Professoren eine noch positivere Einschätzung als der Mittelbau geliefert haben.

Die Einschätzung der Studierenden am Nordeuropa-Institut (Frage 20b) weicht auffällig, und zwar bis zu zwei Skalenpunkte, von der der Lehrenden ab. Herauszustreichen ist, dass die Angaben zur Einschätzung des Ist-Beratungsangebotes durch Lehrende bzw. Studierende um zwei bis drei Punkte differiert. Die Studierenden scheinen mittelmäßig zufrieden zu sein, während die Lehrenden das Beratungsangebot als "in hohem Maße ausreichend" einschätzten.

In den vergleichbaren Instituten scheinen die Studierenden ähnlich unzufrieden bzw. zufrieden mit den Beratungsangeboten durch die Lehrenden zu sein. Auch hier gilt: Die Ist-Werte weichen nur sehr gering von den Wunschwerten ab. Im Vergleich zu den anderen Instituten schneidet das Nordeuropa-Institut deutlich positiver ab, wobei sich auch bei diesen Werte ergeben, die für sehr gute Beratungsmöglichkeiten sprechen. In der Einschätzung durch die Studierenden aber bewegen sich die Werte dort zwischen 2 und 3, womit die Bewertung des Beratungsangebotes durch die Lehrenden ebenfalls deutlich positiver ausfällt als die durch die Studierenden.

Frage 28a: Relevanz des Erwerbs bestimmter Qualifikationen und Fähigkeiten durch das Studium

Bei allen ausgewählten Kategorien wird die Relevanz mit einem Wert von teilweise sogar über 4 (5 = sehr wichtig) angegeben. In Reihenfolge am wichtigsten ist den befragten Lehrenden des Nordeuropa-Institutes die Vermittlung folgender Kompetenzen: Zusammenhänge erkennen, kritisches Denken, Wissen präsentieren, Problemlösungen erarbeiten, systematisches Arbeiten. Als unwichtiger wurden die Anwendung von theoretischem Wissen auf Praxisprobleme sowie Teamarbeit und fachübergreifendes Wissen eingeschätzt. Letztendlich wird der Erwerb von Sozialkompetenz von den Lehrenden offensichtlich als am wenigsten wichtig angesehen.

Von den Studierenden (Frage 9a im Studierendenfragebogen) wird die Bedeutung des Erwerbs o. g. Qualifikationen etwas niedriger eingeschätzt als von den Lehrenden, es handelt sich hierbei um Werte, die meist um einen halben Skalenpunkt zu den obigen differieren. Interessant dabei ist, dass die Ansprüche Studierender im Grundstudium um ein Weniges geringer zu sein scheinen als die der Studierenden im Hauptstudium.

Frage 28b: Förderung bestimmter Qualifikationen und Fähigkeiten durch das NI

Im Zusammenhang mit Frage 28a ist auch zu überlegen, inwieweit das jeweilige Institut die erwünschten Kompetenzen und Qualifikationen tatsächlich fördert bzw. vermittelt. Die ermittelten Zahlenwerte divergieren um teilweise über einen ganzen Skalenpunkt zu denen der Frage 28a. Am stärksten vermittelt werden offensichtlich die Fähigkeit zum Schreiben wissenschaftlicher Texte sowie der Erwerb von Fachwissen und Präsentation von Wissen, gefolgt von Beherrschung der Methoden des Faches sowie Recherche und Dokumentation. Bei der Auswertung der Studierendenfragebögen ergibt sich ein ähnliches Bild, auch wenn die Reihenfolge der unterschiedlichen Aspekte ein wenig divergiert. Hier ist darauf hinzuweisen, dass sowohl die Lehrenden als auch die Studierenden der Fähigkeit zum Schreiben wissenschaftlicher Texte höchste Priorität geben. Demgegenüber gaben aber die Studierenden häufig an, mehr Unterstützung und Anleitung zu benötigen.

Am NI gibt es seit mehreren Semestern einen Kurs, der sich mit dem Problem des Schreibens wissenschaftlicher Texte beschäftigt, und zumindest für zwei Jahre gab es ein begleitendes Tutorium für den Einführungskurs in die Arbeitsweisen und das Fachverständnis der Skandinavistik, das sich hauptsächlich mit dem Problem des wissenschaftlichen Arbeitens beschäftigte. Bisher gibt es am Institut keine Mittel, dieses Tutorium fortzuführen.

Insgesamt liegen die Zahlen hier eher um den mittleren Wert (d. i. 3) gestreut, wobei in einigen Fällen die angegebenen Werte der Studierenden im Hauptstudium deutlich unter denen der Studierenden im Grundstudium liegen.

Frage 29: Beurteilung einzelner Aspekte des Lehrangebotes am Institut

Auch bei dieser Frage scheint ein Vergleich der Antworten von den Lehrenden mit denen der Studierenden sinnvoll. Zu beachten ist hierbei, dass die Lehrenden gebeten wurden, einzelne Aspekte des Lehrangebotes auf einer Skala von "sehr schlecht" bis "sehr gut" zu beurteilen, die Studierenden hingegen sollten ihre Zufriedenheit mit dem Angebot auf einer Skala zwischen "sehr unzufrieden" bis "sehr zufrieden" angeben. Als sehr gut bis gut wurden (in dieser Reihenfolge) folgende Aspekte durch die Lehrenden beurteilt: Spezialveranstaltungen, Vollständigkeit des Lehrangebots, Einbezug aktueller Forschung, Auswahl an Lehrveranstaltungen sowie Grundlagenveranstaltungen. Auf der Skala im negativen Bereich liegen die Koordination von Lehrveranstaltungen über mehrere Semester sowie eine inhaltliche Abstimmung zwischen einzelnen Lehrveranstaltungen. Bemerkenswert ist hierbei, dass die entsprechenden Aspekte von den Lehrenden der anderen Fächer (mit Ausnahme der der Klassischen Philologie) durchgehend um bis zu einen Skalenpunkt schlechter bewertet wurden.

In der Bewertung derselben Aspekte durch die Studierenden (Frage 10) kommt ein einheitliches Bild zustande: Alle Werte schwanken mehr oder weniger stark um den mittleren Wert, kein Aspekt wurde im Durchschnitt mit "zufrieden" beurteilt. Zufrieden waren die befragten Studierenden (in dieser Reihenfolge) am meisten mit Spezialveranstaltungen, der Lehrveranstaltungszuordnung zum Studiengebiet, der Möglichkeit zur Schwerpunktsetzung, der Auswahl an Lehrveranstaltungen, der Vollständigkeit des Lehrangebots sowie der Einbeziehung aktueller Forschungen. An der hier aufgeführten Reihenfolge ist die Diskrepanz zwischen der Beurteilung durch Studierende bzw. Lehrende deutlich, hinzu kommt, dass die Studierenden das Lehrangebot durchschnittlich sowieso als nicht so positiv wie die Lehrenden beurteilen.

Frage 30: Welche Fachgebiete sollten stärker berücksichtigt werden?

Zu diesem Punkt äußerten sich die Lehrenden nicht direkt, es wurden Antworten gegeben wie "mehr LV in skandinavischen Sprachen". Ebenso wurde die Verbesserung der Sprachkenntnisse der Studierenden gewünscht. Die Möglichkeit zur Erlangung eines breiteren allgemeinen Fachwissens durch die Studierenden wurde gefordert sowie, damit einhergehend, die Behandlung von Themen, die für weitere Kreise interessant sind, statt zu viele Spezialthemen.

Frage 35a: Relevanz bestimmter praxisbezogener Gesichtspunkte im Studienfach

Bemerkenswert und interpretationsbedürftig ist in diesem Fall, dass die Bedeutung praxis-bezogener Gesichtspunkte (wie die Integration von Praktika ins Studium, Praxisrelevanz der Lehrinhalte, Informationen über mögliche Berufsfelder oder Vorbereitung aufs Berufsleben) von den befragten Studierenden (Frage 33a) teilweise bedeutend höher eingeschätzt wird als von den Lehrenden des Institutes. Damit steht das NI im Vergleich zu den anderen singulär. Allein in der Klassischen Philologie ergibt sich ein ähnliches Bild.

Hinsichtlich der Relevanz ergab sich für die Lehrenden folgende Reihenfolge: Mitarbeit an Forschungsprojekten, Hilfe bei Praktikasuche und Informationen über mögliche Berufsfelder. Die Studierenden schrieben allerdings gerade Letzterem die höchste Priorität zu, danach folgen in der Rangliste Praxisrelevanz der Lehrinhalte (die von den Lehrenden als am wenigsten wichtig beurteilt wurde), Vorbereitung auf das Berufsleben sowie Mitarbeit an Forschungsprojekten.

Frage 35b: Verwirklichung der praxisbezogenen Gesichtspunkte

Entsprechend zu oben Genanntem sehen die Werte zur tatsächlichen Verwirklichung der praxisbezogenen Gesichtspunkte aus. Bei den Lehrenden bewegen sie sich um das Mittelmaß, bei den Studierenden (Frage 33b) ist diesbezüglich kaum Zufriedenheit zu verzeichnen. Die Einschätzung durch die Lehrenden fällt hier positiver aus als die der Studierenden. Auch wenn die Verwirklichung dieser praxisbezogenen Inhalte durch die Studierenden bis zu einen Skalenpunkt schlechter als die durch die Lehrenden eingeschätzt wird, ergibt sich exakt dasselbe Bild: An erster Stelle stehen bei beiden Gruppen die Mitarbeit an Forschungsprojekten, gefolgt von Hilfe bei der Praktikasuche.

Jedoch liegen die ermittelten Zahlenwerte bei den Studierenden des Nordeuropa-Institutes höher als die der anderen Institute. Die Differenz zwischen der positiveren Einschätzung durch Lehrende im Gegensatz zur vergleichsweise schlechten durch Studierende ist dort allerdings höher.

Frage 39: Anspruch der Studienanforderungen angesichts der Ausbildungsziele

Das Niveau der Studienanforderungen wird von den Lehrenden des Nordeuropa-Institutes als ausreichend angegeben, wobei (im Gegensatz zu den vergleichbaren Instituten) diejenigen im Grundstudium um ein Weniges geringer eingeschätzt werden als die im Hauptstudium. Interessant ist hier, dass die Studienanforderungen angesichts der Ausbildungsziele an den anderen Instituten offenbar deutlich höher eingeschätzt werden als am NI. Die Studierenden (Frage 14) im Grundstudium der Skandinavistik halten die Studienanforderungen angesichts der Ausbildungsziele für angemessen, diejenigen im Hauptstudium jedoch schätzen sie als etwas niedriger ein. In den vergleichbaren Fächern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

Frage 40: Anspruch der Prüfungsanforderungen angesichts des Lehrangebotes

Auch die Einschätzung dieser Frage weist bei den Lehrenden mittlere Werte auf, die Prüfungsanforderungen werden als dem Lehrangebot angemessen bewertet. Das entspricht nicht ganz der Einschätzung durch die Studierenden, deren Antworten eher in Richtung "zu hoch" tendieren.

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