Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut – Skandinavistik und Nordeuropa-Studien

Färöische Lyrik zum Welttag des Buches

Theresa Kohlbeck Jakobsen, Promovierende am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität, arrangierte am 23.04.2026 zum Welttag des Buches eine Lesung mit preisgekrönten Lyriker*innen der Färöer im Felleshus der Nordischen Botschaften.



Das Bild zeigt ein farbenfrohes Plakat für den „Färöischen Lyrikabend“ am 23. April 2026 in den Nordischen Botschaften in Berlin. Die Veranstaltung wird von der Königlich Dänischen Botschaft und FarLit organisiert. Das Kunstwerk stammt von Cecilia Falkman und zeigt eine malerische Landschaft mit grünen Hügeln, blauem Wasser und einigen Häusern am Ufer.

Eines der wichtigsten und produktivsten literarischen Genres der Färöer ist die Lyrik. Aufbauend auf die mündliche Tradition der Balladen und Reime, entwickelte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts eine (national-)romantische Dichtung. Seit den 1960er Jahren hat sich eine moderne Lyrik durchgesetzt, die dennoch der Geschichte, der Identität und der Kultur der nordatlantischen Inseln verbunden bleibt und Lesenden einen besonderen Einblick in dieses Literaturland eröffnet.

Unterstützt vom Nordeuropa-Institut, der dänischen Botschaft und der Literaturagentur FarLit lud Theresa Kohlbeck Jakobsen das Berliner Publikum zu einer literarischen Reise auf die Färöer ein. Beinir Bergsson und Nansý Sunadóttir, die Preisträger*innen des begehrten Ebba-Hentze-Preises, mit dem vielversprechende Nachwuchsstimmen ausgezeichnet werden, boten den Zuhörenden einen einzigartigen Einblick in die färöische Gesellschaft. Das lag nicht zuletzt an Theresa Kohlbeck Jakobsens Übertragungen der Gedichte ins Deutsche die die zweisprachige Lesung ermöglichten.

Den Abend eröffnete der dänische Botschafter Thomas Østrup Møller mit einem Grußwort, gefolgt von einem literaturgeschichtlichen Vortrag der Literaturwissenschaftlerin Prof. em. Malan Marnersdóttir der Universität der Färöer in Tórshavn.

Die Veranstaltung endete mit der Veröffentlichung der neuerschienen Übersetzung von Nansý Sunadóttirs Debütsammlung Ich schärfe mein Messer, ich kehre heim (aus dem Färöischen von Theresa Kohlbeck Jakobsen, erschienen im Kölner Verlag parasitenpresse) und einem Empfang mit Büchertisch der Buchhandlung Pankebuch in der Kaffeebar des Felleshus.