Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

 

Clemens Räthel
Clemens Räthel
  • Geboren in Berlin;
  • Studium der Skandinavistik, Theaterwissenschaft und Politikwissenschaft in Berlin und Stockholm;
  • 2006 Magister Artium (Magisterarbeit Theater mit queeren Vorzeichen. Suzanne Ostens Inszenierung ‚Det allra viktigaste’);
  • 2010–2013 Promotionsstipendium des Cusanunswerks;
  • 2014 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin (‚Wie viel Bart darf sein?’ Darstellung und Funktion jüdischer Figuren in den skandinavischen (National-)Theatern im 18. und 19. Jahrhundert);
  • seit Oktober 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordeuropa-Institut.
  • 2010–2013 Lehrbeauftragter am Nordeuropa-Institut,
  • 2014/15 Lehrbeauftragter an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
     

Forschungsschwerpunkte:

  • Theater und Oper in Skandinavien, (historische) Aufführungsanalyse, jüdisch-skandinavische Beziehungen, Körperinszenierungen und -theorien, Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.
  • Seit 2003 Theaterarbeiten u.a. am Berliner Ensemble, Burgtheater Wien, bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen; eigene Inszenierungen bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall sowie am Toppler-Theater.

 

Forschungsprojekte

 

  • Prinzessinnenbibliothek

Im Frühjahr 2017 gelang es der Staatsbibliothek zu Berlin eine umfassende Kollektion von Büchern zu erwerben, die ehemals im Besitz der schwedischen Prinzessin Sophie Albertine (1753–1829) waren, einer Schwester Gustafs III. und Nichte von Friedrich dem Großen. Auf nahezu wundersame Weise blieb die Sammlung nach dem Tod der Prinzessin intakt: Sie umfasst über 1.500 Titel in ca. 4.500 Bänden, hinzu kommen etliche handschriftliche Manuskripte.
Gemeinsam mit ForscherInnen und BibliothekarInnen unterschiedlicher Disziplinen und Nationalitäten beleuchten wir diesen einmaligen Fund aus vielfältigen Perspektiven.
► weitere Informationen
 

  • Opern-Geographie

Als 1967 der französische Komponist und Dirigent Pierre Boulez öffentlichkeitswirksam fordert, sämtliche Opernhäuser in die Luft zu sprengen, fasst er damit – polemisch zugespitzt – die Krise einer Institution zusammen. Er kritisiert die Oper als Ort einer bourgeoisen Kunstgesinnung – als exklusive museale und selbstreferentielle Kunstgattung.  
Weitet man den Blick über das europäische Festland hinaus, scheint die lokale Beschränkung dieser „Krise“ auf. In den skandinavischen Ländern erlebt die Oper nach dem Zweiten Weltkrieg eine Phase der Prosperität und Erneuerung, die in den spektakulären Opernbauten in Helsinki (1993), Kopenhagen (2005), Oslo (2008) und Reykjavik (2011) einen vorläufigen Höhepunkt findet.
Die besondere Ausgestaltung des skandinavischen Opernlebens steht im Mittelpunkt des Projekts. Zentral ist dabei die Frage, wie im Zusammenspiel städtebaulicher, politischer und ästhetischer Parameter einer „alten“ Kunstform neue Aufgaben zugewiesen werden. Im Spannungsfeld zwischen nationaler Einschreibung und globalem nation branding, in der Verbindung von „real and imagined places“ fungiert die Oper als bedeutender sozialer Mitspieler.
 

  • Jüdisch-skandinavische Beziehungen

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich aus einer theater- und literaturwissenschaftlichen Perspektive mit Dimensionen jüdisch-skandinavischen Lebens seit dem 18. Jahrhundert. In der Begegnung zwischen Theater, Literatur und  gesellschaftspolitischen Prozessen geht es um die Fragen, ob und wie Literatur und Theater die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden beeinflussen, aber auch welche Beiträge Literatur und Theater zu diesen Prozessen leisten.
 

Publikationen

Monographien
Artikel
  • „Gibt es denn hier niemanden, der weiß, wie ein Jude aussieht? Adolf Rosenkildes Drama Ein Jude in Mandal (1848) und die Auseinandersetzungen um die rechtliche Stellung der Juden in Norwegen.“ In: Oberhauser, Claus (Hg.): Juden und Geheimnis. Interdisziplinäre Annäherungen. Innsbruck: University Press, 2015, S. 51–65.
     
Rezensionen
Vorträge
  • 2018: „Copenhagen Curtain Call - Opera as urban, national and cultural identity in Denmark". SASS-Konferenz Frontiers: Past, Present and Future, Los Angeles (USA), 4. Mai 2018
  • 2018: „Babylon works! Mehrsprachigkeit im skandinavischen Theater“. Gastvortrag Universität Wien (Österreich), 13. März 2018
  • 2018: „(Up-)Staging the Jew? Antisemitism and the performing arts in Scandinavia“. Konferenz The Study of Antisemitism in Scandinavia, Universität Greifswald, 6. Februar 2018
  • 2018: Er der da Ingen, som veed hvordan en Jøde seer ud? - Judiska stereotyper i skandinavisk teater“. Gastvortrag Universität Stockholm (Schweden), 29. Januar 2018 
  • 2017: „Förlåt, Hans Excellens, jag kan inte tala svensk. Migration som/och utopi i Aaron Isaaks Minnen“. Konferenz Rethinking Scandinavia, Centre for Scandinavian Studies Copenhagen - Lund, Lund university (Schweden), 16. Juni 2017
  • 2017: „Strindberg och operan. Musikaliska heterotopier och tonsatta mardrömmar“. 20th International Strindberg Conference Strindberg and the Western Canon, Universität Krakau (Polen), 1. Juni 2017
  • 2016: „Writings on in-betweenness. Henri Nathansen’s oeuvre or: How to write about a writer?“. Workshop Das freie Wort im Norden? Historische, literarische, bildliche, politische und theatralische Begegnungen in der deutschen und nordischen Öffentlichkeit, Humboldt-Universität zu Berlin (in Zusammenarbeit mit der Universität Oslo), 2. Dezember 2016
  • 2016: „Could you change the fifth act? Henri Nathansen’s (un-)successful continental reception“. Konferenz Translating Scandinavia. Scandinavian Literature in Italian and German Translation, Danish Academy in Rome (in Zusammenarbeit mit dem Italian Institute for Germanic Studies), Rom (Italien), 21. Oktober 2016
  • 2016: „Look back in anger! Voices of disease, suffering and death in Jonas Gardell’s Don’t ever wipe tears without gloves (Torka aldrig tårar utan handskar)“. Konferenz Noises And Voices. Languages, Media, The Arts in Nordic Literatures. 4th DINO (Diversity in Nordic Literature) Conference, Universität Turku/Åbo (Finnland), 6. Oktober 2016
  • 2016: „Verlden känner mig föga eller inte – Judiska karaktärer på teaterscenen i Danmark och Norge“. Konferenz Rasisme og antisemttisme i norsk litteratur, Universität Oslo (Norwegen), 22. September 2016
  • 2016: „Gränsland – Ett (judiskt) äventyr mellan Tyskland och Sverige“. IASS-Kongress (International Association for Scandinavian Studies), Universität Groningen (Niederlande), 11. August 2016
  • 2016: „Dressed for success? (Ver-)Kleidung im Spannungsfeld von (Geschlechts-) Identität und Begehren“. Vortrag am IZfG (Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung), der Universität Greifswald, 26. Mai 2016
  • 2016: „Ett litterärt mellanland: Aaron Isaac och litteraturens utopiska potential“. Fachtagung der schwedischen Literaturwissenschaft (Ämneskonferens i litteraturvetenskap), Universität Karlstad (Schweden), 13. Mai 2016
  • 2016: „All the world is a stage? Theatre and the (im-)possibilities of otherness in Andersen’s Lucky Peer and Blixen’s The Dreamers“. Konferenz „H.C. Andersen and Karen Blixen”, am Hans Christian Andersen Center, Odense (Dänemark), 20. Januar 2016
  • 2015: „Ahnungslose Journale und wilde Schlägereien im Publikum: Det Kongelige Teater und die neue Theaterkritik im Dänemark des 18. Jahrhunderts.“. 22. Arbeitstagung der Skandinavisten (ATDS), Arbeitskreis 1700-tallets nye offentligheder, Universität Köln, 29. September 2015
  • 2015: „Beyond Shylock: Theatrical Depiction of Jews in Denmark and Sweden.“. Konferenz Jewish/Non-Jewish Relations from Antiquity to the Present, University of Southampton (UK), 9. September 2015
Workshops
  • 2016: „A Man on a Mission. Ludvig Holberg and Jeppe on the Hill“. Universität Oslo, 20. September 2016
  • 2016: „Dressed for success? (Ver-)Kleidung im Spannungsfeld von (Geschlechts-) Identität und Begehren“. Universität Greifswald, 27. Mai 2016
Lehre
  • SoSe 18
  • Funny or die! Skandinavische Komödien von Holberg bis heute
  • Einführung in die skandinavistische Literaturwissenschaft
  • WiSe 17/18
  • Überblick Theorien und Methoden (Master)
  • Einführung in die skandinavistische Kulturwissenschaft
  • SoSe 17
  • Stjerneskudd och tårar: Queere Portraits in modernen skandinavischen Romanen
  • Einführung in die skandinavistische Literaturwissenschaft
  • WiSe 16/17 
  • To be or not to be: Kulturelle Identitätssuche in den skandinavischen Ländern im 19. Jahrhundert
  • Überblick Theorien und Methoden (Master)
  • SoSe 16 
  • Skandinavische (Theater-)Geschichte: Bühne, Literatur und Politik im 18. und 19. Jahrhundert
  • Masterkolloquium
  • WiSe 15/16 
  • Einführung in die skandinavistische Literaturwissenschaft
  • Methodologisierung des Wissens II: Textkörper - Körpertexte
  • WiSe 12/13 
  • Drama, Baby, Drama! Schwedische Theaterliteratur jenseits von Strindberg
  • SoSe 12 
  • Exkursion Jüdisches Leben in Kopenhagen und Oslo (gemeinsam mit Florian Brandenburg)
  • WiSe 10/11 
  • Transen, Tiere, Sensationen? Theater als alteritärer Spielraum in dänischer und schwedischer Erzählliteratur (gemeinsam mit Sabine Meyer)