Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Skandinavistik & Nordeuropa-Studien | Humboldt-Universität zu Berlin

Färöischer Lyrikabend

Zum Weltbuchtag laden Theresa Kohlbeck Jakobsen und die Königlich Dänische Botschaft zu einer literarischen Reise auf die Färöer ein.

Das Bild ist ein Plakat für ein kulturelles Ereignis. Im Vordergrund dominiert eine lebendige, farbenfrohe Malerei, die eine nordische Landschaft darstellt. Die Komposition ist dynamisch und zeigt eine steile, felsige Küstenlandschaft, die sich von links nach rechts diagonal erstreckt. Die Farbpalette ist intensiv und vielfältig: Der Himmel und das Meer sind in verschiedenen Blautönen gehalten, während die Felsen und das Gras in kräftigen Gelb-, Grün-, Orange- und Rottönen dargestellt sind. Die Maltechnik wirkt expressionistisch mit sichtbaren Pinselstrichen und einer texturierten Oberfläche, die an Pastell oder Aquarell erinnert.

Rechts im Bild, am Fuße des Felsens, sind mehrere kleine Häuser mit dunklen Dächern zu sehen, die an eine Fischerdörfer erinnern. Im Hintergrund rechts ist ein weiterer, ferner Felsvorsprung im Meer erkennbar.

Über dem Bild, in der oberen rechten Ecke, steht in großen, lilafarbenen, serifenlosen Großbuchstaben der Titel des Events: „FÄRÖISCHER LYRIKABEND“. Darunter, in kleinerer Schrift und in einer helleren Farbe, sind die Details des Ereignisses angegeben: „23.04.2026 | NORDISCHE BOTSCHAFTEN | BERLIN“.

Im unteren linken Bereich befinden sich die Logos und Informationen der Veranstalter. Oben steht das Logo „FarLit“ (Faröische Literatur) mit einem stilisierten Buch. Darunter ist das Wappen der „KÖNIGLICH DÄNISCHE BOTSCHAFT BERLIN“ abgebildet. Am untersten Rand des Plakats steht in kleinerer Schrift „Artwork: Cecilia Falkman“, was auf die Künstlerin des Gemäldes hinweist.

 

Zum Weltbuchtag laden Theresa Kohlbeck Jakobsen und die Königlich Dänische Botschaft zu einer literarischen Reise auf die Färöer ein. Eines der wichtigsten und produktivsten literarischen Genres der Färöer ist die Lyrik. Aufbauend auf die mündliche Tradition der Balladen und Reime, entwickelte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts eine (national-)romantische Dichtung. Seit den 1960er Jahren hat sich eine moderne Lyrik durchgesetzt, die dennoch der Geschichte, der Identität und der Kultur der nordatlantischen Inseln verbunden bleibt und Lesenden einen besonderen Einblick in dieses Literaturland eröffnet.

Wir möchten mit diesem Abend dem Berliner Publikum eben jenen Einblick aus der Perspektive zweier junger färöischer Stimmen ermöglichen, die international oft ungehört bleiben. Wir freuen uns die Ebba-Hentze-Preisträger*innen Beinir Bergsson und Nansý Sunadóttir präsentieren zu können.

Beinir Bergssons Sólgarðurin (Sonnengarten) ist der erste explizit queere Gedichtband der Färöer. Zwischen Schlafzimmer und Großmutters Garten, den beiden Hauptschauplätzen, erzählen die Gedichte von Nähe, Intimität und Sexualität zwischen zwei Männern sowie von der eigenen Familiengeschichte.

Nansý Sunadóttirs Eg hvessi mær knívin (Ich schärfe mein Messer) ist der wohl mutigste färöische Gedichtband der letzten Jahre. Mit schonungsloser Ehrlichkeit zeigt er die unerfüllbaren Erwartungen, die die Gesellschaft an junge Frauen stellt und führt mit sprachlicher Schönheit ohne Scham in die dunkelsten Ecken des Erwachsenwerdens.

Der Abend wird mit einer Keynote von Prof. Malan Marnersdóttir von der Universität der Färöer eröffnet. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und wird moderiert von Übersetzerin Theresa Kohlbeck Jakobsen.

⏰ 23. April 2026, 18:00 Uhr

📍 Felleshus, Nordische Botschaften Rauchstr. 1, 10787 Berlin

Einlass ab 17:30 Uhr. Bitte ausreichend Zeit für eine kurze Sicherheitskontrolle einplanen.

Zur Anmeldung: https://mfa-events.dk/farlit/

Der Event wurde gefördert von FarLit und dem Nordeuropa-Institut.