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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut


 
 

Julia Herzog

Bullerbü und der Rest der Welt. Konstruktionen der (inter-)nationalen Identität Schwedens im 20. Jahrhundert (Jürgen Bolten/Universität Jena, Bernd Henningsen)

Nationale Identität scheint auf den ersten Blick unvereinbar mit den Prozessen der Europäisierung und Globalisierung. Dies ist sie aber nur, wenn man eine statische Auffassung des Konzepts zugrundelegt. Anhand einer ausführlichen theoretischen Diskussion wird deutlich, dass eine essentialistische Definition nationaler Identität der gesellschaftlichen Realität nicht gerecht werden kann. Vielmehr gilt es, die soziale Konstruiertheit und vor allem die synchron und diachron vorhandene Pluralität von Identitätsangeboten herauszuarbeiten. Auf Basis einer solch prozesshaften Beschreibung wird das integrative Potenzial nationaler Identitätskonstruktionen deutlich.

Auf Basis dieser theoretischen Vorarbeit werden in der Dissertation Identitätskonstruktionen aus dem Schweden des 20. Jahrhunderts (1905–2004) untersucht. Als Material dienen politische Reden zur Eröffnung des Reichtags und Zeitungstexte zum nationalen Feiertag 6. Juni. Diese werden diskursanalytisch ausgewertet. Ein erstes Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung und Veränderung identifizierter Kernkonzepte. Ein zweiter Fokus der Untersuchung ist die Einbindung der Identitätsangebote in nordische, europäische und globale Kontexte. Die Interpretation des Materials ist interdisziplinär angelegt.

 

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