Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Exkursion 2008

Rjukan–Oslo
(14.–21. Mai 2008)

EX2.jpg

Im Mai 2008 führte die von Helge Høibraaten und Henriette Kliemann-Geisinger geleitete Exkursion des Nordeuropa-Instituts 16 Studierende und fünf DozentInnen zu zwei Zielen in Norwegen. Den Anfang machte die kleine in einem engen Tal gelegene Telemarkstadt Rjukan. Nach der ersten Nacht in typisch skandinavischen Holzhütten, stand der folgende Tag im Zeichen Rjukanscher Stadtgeschichte. Und in der Tat hat das Städtchen mehr zu bieten, als man zunächst vermuten sollte. Øystein Haugan, Kulturchef der Gemeinde, zeigte uns den Rjukanfossen, einen beeindruckenden Wasserfall, dem es der Ort zu verdanken hat, dass er bereits im 19. Jahrhundert zu einem der ersten norwegischen Tourismusziele wurde, sowie das Kraftwerk Vemork, das während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg für die Produktion von »schwerem Wasser« missbraucht wurde, und zudem ein frühes Zentrum der norwegischen Arbeiterbewegung bildete. Am Nachmittag ging es mit der Seilbahn zur Hardangervidda hinauf, von wo aus man sich einen guten Eindruck von Schönheit und Weite der norwegischen Natur machen konnte.

Genug gesehen von der Provinz, setzte die Gruppe am nächsten Morgen ihre Reise per Linienbus in die Hauptstadt Oslo fort, wo sie ein von Reiseleiter Helge Høi­braaten bis ins Detail ausgearbeiteter Besichtigungs- und Kulturmarathon erwartete. Los ging´s mit einer Führung durch das Stadtmuseum (Oslo Bymuseum) und einer Besichtigung des Vigelandsparken. Am nächsten Tag, dem 17. Mai, hatten wir die einzigartige Gelegenheit, den Feierlichkeiten zum norwegischen Nationalfeiertag beizuwohnen. Mit Winkelementen ausgerüstet, konnten einige aus der Gruppe den Barnetog am Karl-Johan-Monument aus der ersten Reihe miterleben.

EX1-rjukan.jpg

Nasjonalmuseet, Museet for samtidskunst, Arkitekturmuseet, neue Oper: so lässt sich das nicht zu knappe Programm des nächsten Tages zusammenfassen, an dem es auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Henrik-Steffens-Professor Jan Brockmann gab, der uns durch das Kunstmuseum führte.

Tags darauf waren wir zu Gast im HL-Senteret, wo nach Besichtigung der Ausstellung ein Tagesseminar zum Thema »Juden als kulturelle Konstruktion« folgte. Mehrere Personen vom Nordeuropa-Institut und von der Osloer Forschungsgruppe haben Vorträge gehalten, unter anderem Izabela Dahl, Terje Emberland, Øyvind Kopperud und Einhart Lorenz. Den Höhepunkt des vorletzten Exkursionstages, der mit Besichtigungen von Storting und Rathaus begonnen hatte, war zweifelsohne ein Besuch im Nationaltheater, wo Ibsens Hedda Gabler gespielt wurde. Mit Ibsen und Munch standen kurz vor unserer Abreise noch einmal zwei der prominentesten norwegischen Kulturschaffenden im Mittelpunkt. Im Ibsensenter berichtete man uns über die bevorstehende Herausgabe einer neuen Ibsen-Gesamtausgabe. Kurz bevor wir am Nachmittag in den Zug zum Flughafen stiegen, warfen wir zu guter letzt noch einen Blick auf »den Schrei«.