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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Helge Høibraaten:

Bericht über die Tätigkeit der Henrik-Steffens-Professur
Oktober 2004–September 2006

1. Antrittsvorlesung
2. Allgemeines
3. Lehrveranstaltungen
3.1. Eigene Lehrveranstaltungen
3.2. Henrik-Steffens-Gastvorlesungen
4. Forschung
5. Publikationen, Vorträge usw.
6. Ausgewählte externe Tätigkeiten (soweit nicht unter 5 berücksichtigt)

1. Antrittsvorlesung

Am 10. Januar 2005, zweieinhalb Monate nach Dienstantritt und Beginn der akademischen Lehre, habe ich meine Antrittsvorlesung im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin gehalten. Das Thema lautete: Der Norden und der Süden: Ein Thema mit Variationen. In Bezug auf den Inhalt verweise ich auf die unten beschriebene Vorlesung des Sommersemesters 2006 und auf Punkt 4.

2. Allgemeines

Ich bin vom Fach Philosoph und habe mich insbesondere auf das Gebiet Politischer Philosophie und Gesellschaftstheorie spezialisiert, zudem aber auch mit Existenzphilosophie und Ästhetik beschäftigt. Ein weiteres starkes Forschungsinteresse liegt in der Problematik der Säkularisierung, für die aus den oben genannten Interessen viel zu gewinnen ist. Mit diesem Hintergrund und Forschungsprofil habe ich mich am Institut gut zurechtfinden und auch viel dazulernen können. Eine Entwicklung, die sich schon im zweiten Semester zeigte, war eine Kombination in den Lehrveranstaltungen zwischen Philosophie einerseits und Literaturwissenschaft andererseits (auch Malerei und Architektur, wenn auch weniger als mein Vorgänger!). Dieses Modell hat sich bewährt und zu neuen Forschungsinteressen meinerseits geführt, mit denen ich jetzt intensiv beschäftigt bin. Durchgehend habe ich in meinen Lehrveranstaltungen sowohl skandinavische, insbesondere norwegische, in Verbindung mit deutschen, Lehrinhalten behandelt und auch d ieses Modell des Vergleichs und Kontaktes hat sich m. E. bewährt.

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3. Lehrveranstaltungen
3.1. Eigene Lehrveranstaltungen

Im Wintersemester 2004/05 habe ich eine vergleichende Vorlesung über politische Philosophie und Rechtsphilosophie in Skandinavien und Deutschland im 20. Jahrhundert gehalten. Dabei galt es nicht nur, Differenzen, sondern Gemeinsamkeiten und nicht zuletzt Kontakte und Einflüsse hervorzuheben. Die empiristisch-positivistischen, oft auch wertskeptizistischen Tendenzen Skandinaviens, zumeist mit politisch radikalen Einstellungen kombiniert, gab es nicht allein. Es gab auch Kantianismus, Hegelianismus und vieles andere, wie es auf der deutschen Seite unter anderem die Wertkritik Nietzsches, den Dezisionismus Carl Schmitts gab. Ein wichtiger Einfluss, nicht zuletzt auf Norwegen, hat die Frankfurter Schule ausgeübt. Interessant ist in diesem Zusammenhang die intensive Beschäftigung des durch Paul Lazarsfeld am Anfang stark beeinflussten Osloer Instituts für Sozialforschung mit der Studie The Authorian Personality (Adorno et. al., 1950), die ohne tiefere Kenntnis der philosophischen Arbeiten der Frankfurter Schule entstand, sondern eher durch empiristisch eingestellte Autoren der Studie wie Else Frenkel-Brunswick beeinflusst war, die dann auch in Oslo wirkte. Der starke spätere Kontakt von norwegischen Philosophen mit Philosophen und Soziologen aus dem Frankfurter Umkreis, allen voran Jürgen Habermas, Karl-Otto Apel und Albrecht Wellmer, hat hier eine wichtige Vorgeschichte.

Außerdem habe ich in norwegischer Sprache eine Übung über den norwegischen Philosophen Hans Skjervheim und seine positivismuskritische Schrift über den Objektivismus im Lichte der Philosophien von Heidegger und Habermas abgehalten. Skjervheim, der Apel und in der Folge Habermas an zentraler Stelle seiner Theorie des kommunikativen Handelns beeinflusste, war seinerseits von Heidegger und auch Cassirer beeinflusst worden. Seine Schrift, welche die Perspektiven aus analytischer und kontinentaler Philosophie zusammenbrachte - was nach dem zweiten Weltkrieg nicht gerade üblich war - und Skjervheim in Norwegen auch zunächst Schwierigkeiten einbrachte, wurde hier schließlich einflussreich und hinterließ auch Spuren in den Ideen und Arbeitsweisen von Apel und Habermas. Als Habermas im Herbst 2005 mit dem hochdotierten Holberg Memorial Price der Universität Bergen ausgezeichnet wurde (siehe unten 5 und 3.2 (WS 05/06), hat er diese Gemeinsamkeit mit norwegischen Forschern betont. In der Übung wurden viele Referate gehalten; aus ihr geht außerdem eine Magisterarbeit über Skjervheim hervor, die gerade in der Endphase ist.

Im Sommersemester 2005 habe ich erneut eine vergleichende Vorlesung gehalten, dieses Mal über verschiedene Formen der Kulturkritik zwischen norwegischem Kulturradikalismus einerseits (von Ibsen, Hans Jäger und anderen Autoren des 19. Jh. bis zu Sigurd Hoel, Helge Krog und Arnulf Øverland der Zwischenkriegszeit) und deutscher 'konservativer Revolution' andererseits (dieser Begriff wurde nicht scharf als politischer Bewegungsbegriff gefasst und umfasste etwa Nietzsche, Heidegger und Schmitt, auch die sogenannten „Kosmiker“ Münchens und anderen, die sich außer Nietzsche mit der Matriarchatstheorie Bachofens befassten). Auch dieses Mal ging es nicht vornehmlich um Differenzen zwischen Deutschland und Norwegen, sondern um Kontakte, nicht zuletzt um die zentrale Bedeutung der Psychoanalyse, im Hintergrund auch der Matriarchatstheorie Bachofens, die ich in der linken Version Erich Fromms vorstellte, für die Ausbildung des Kulturradikalismus. Nicht zuletzt Wilhelm Reich, der sich in der Zwischenkriegszeit einige Jahre in Norwegen aufhielt, war hierfür wichtig. Eine andere wichtige Figur in diesem Kontext war der dänisch-norwegische Verfasser Aksel Sandemose, zu dessen berühmtem Buch Ein Flüchtling kreuzt seine Spur ich ein Hauptseminar veranstaltete. Die offiziell radikale Einstellung Sandemoses, seit er nach Norwegen kam (vorher war er konservativ eingestellt), ist jüngst in Jørgen Sandemoses Biographie seines Vaters in Frage gestellt worden (Jørgen Sandemose hielt im Herbst 2004 zu diesem Gegenstand eine Steffens-Gastvorlesung, siehe unten 3.2.) Die Gesichtspunkte dieser Biographie, die den Kulturradikalismus insgesamt kritisch als mögliches Gegengift gegen den Faschismus bewertet, wurden im Seminar mit der Herangehensweise Stefanie von Schnurbeins verglichen, die in einer wichtigen, theoretisch an Freud orientierten Arbeit zu Sandemose andere Aspekte hervorgehoben hat. Aus diesem Hauptseminar gingen zahlreiche Referate und ausgezeichnete Hausarbeiten hervor. Steve Peukert und Fredrike Felcht schrieben im Anschluss daran über Sandemose, mit sehr guten Ergebnissen in ihren Zwischen- und Abschlussprüfungen in der Skandinavistik.

Im Wintersemester 2005/2006 habe ich eine Vorlesung über Philosophen und Intellektuelle in Deutschland und Skandinavien gehalten. Die Vorlesung behandelte außer dem Begriff des Intellektuellen (einschließlich des anti-intellektuellen Intellektuellen) Kant und die moderne Öffentlichkeit, Hegel, Marx, Kierkegaard, Brandes, Ibsen, Bjørnson, Fritz Ringers Studie über die 'deutschen Mandarine', Nietzsche, Simmel, Weber, Hamsun, Nietzscheanismus im Norden, Heidegger, Sandemose zwischen Freud und Nietzsche, Carl Schmitt und Jürgen Habermas. Außerdem habe ich ein Hauptseminar zu Ibsen und Nietzsche geleitet. Das Seminar befasste sich - nach einem Vortrag von mir zu Brand - mit acht zentralen Stücken Ibsens und behandelte von Nietzsche die Tragödienschrift, die Moralschrift, die Historienschrift und den Aufsatz über 'Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn.' Es wurden 17 Referate gehalten. Bislang haben zehn Studenten Hausarbeiten eingereicht, einige mit sehr guten Ergebnissen.

Im Sommersemester 2006 habe ich eine Vorlesung zu Themen gehalten, die unter dem Stichwort die Mitte und der Norden zusammengefasst werden können. Ich referiere diese Vorlesung deshalb relativ ausführlich, weil es sich um Vorlesungen handelte, die das Thema meiner Antrittsvorlesung weiter vertiefen und für meine Forschungsarbeit am Institut bedeutsam ist. Ich ging von antiken und mittelalterlichen Ordnungsvorstellungen (Stufenkosmos, Geozentrik, Rom als Weltmitte) aus und behandelte dann Hans Sedlmayrs Idee einer Mitte der Gesellschaft im durch Christus verkörperten Gott, die in seinem Werk über Die gotische Kathedrale positiv und in seiner Studie zur Kunst des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts als Symptom der Zeit unter dem Titel Verlust der Mitte kritisch verwendet wurde. Anschließend ging ich auf Herder (Reise nach Riga), 'Ossian' und die (von Sedlmayr kritisch gesehene) deutsche Romantik zur Öffnung der Mitte nach dem unendlichen Universum und nach dem Norden ein - insbesondere bei Novalis (das Klingsohr-Märchen) und Caspar David Friedrich (den ich mit seinem norwegischen Freund Johann Christian Dahl verglich). Zur Sprache kamen auch August Schlegel, Schelling, der in Deutschland wirkende Norweger Henrik Steffens, sodann Görres, der etwas härtere Töne gegen den Süden anschlug. In der Folge ging ich zu Wagner über und stellte seine freie, komplexe Behandlung des Nibelungenstoffes und der nordischen Götterwelt dar, wobei ich die dynamische Ringwelt (vielleicht ein wenig ungerecht) mit der harmonisch-statischen Version der Welt der isländischen Sagen in Vilhelm Grønbechs Werk Vor Folkeæt i Oldtiden aus dem Jahre 1910 verglich, das später in Deutschland berühmt wurde. Danach ging es um Nietzsches Kritik an Wagner und seine komplexen Ideen zum Norden und Süden, die u. a. in der Begeisterung für den Süden der Renaissance und dessen Herrschaftsbauten zum Ausdruck kam (Tilman Buddensieg.) Bei Nietzsche gab es aber auch die Tendenz, die südlichen Griechen und Römer im Lichte des Hyperboräer-Mythos, also als ursprünglich nordisch, zu betrachten. Wenn Georg Brandes in seinen für Nietzsches Ruhm bahnbrechenden Kopenhagener Vorlesungen auf die isländischen Sagas hinwies, fiel das bei Nietzsche nicht auf gänzlich unvorbereiteten Boden. Im Vergleich dazu stellte ich Thomas Manns Tonio Kröger mit seiner Anpreisung der 'Blonden, der hellen Lebendigen' vor - eine Anpreisung, die durch den Kontrast zur giftig-tiefen, südlichen Künstlernatur Tonios von Mann recht idyllisch erscheint; es geht hier eher um den 'kleinen' glücklichen nordischen Menschen, nicht um den Heroenkult der Germanenideologie.

Danach entwickelte ich die Gründzüge der Germanen-Ideologie, die im 19. und 20 Jh. in Deutschland so einflussreich wurde, u. a. mit ihrer These einer Kontinuität einer 'germanischen Wesensart' seit der Urzeit und die entstehende rassentheoretische Begründung dafür. Thematisiert wurde auch die Beschäftigung der Anhänger dieser Ideologie mit Bjørnstjerne Bjørnson und Henrik Ibsen geworfen, die als Naturalisten rezipiert wurden, aber eben auch als 'starkgeistige' nordische Menschen. Um das zu problematisieren, betrachtete ich Bjørnsons Schauspiel Über die Kraft 1, das eine klare Kritik an der Idee eines nordisch magischen Christentums übt, eine Kritik, die in Deutschland außer Thomas Mann damals vielleicht wenige verstanden haben - in einem geistigen Klima, wo nach Nordischem und Neureligiösem gesucht wurde. Die nüchterne Art Bjørnsons, die sich allerdings in Über die Kraft 2 letztlich zu einer Art Technik-Religion steigert, wurde vor diesem Hintergrund mit der gewaltigen, spekulativ-schwärmerischen Deutung der Weltgeschichte in Theodor Däublers Gedicht Das Nordlicht verglichen.
Die Vorlesung schloss mit zwei Themen ab: erstens Ibsens Kaiser und Galiläer und zweitens Christian Norberg-Schulz und seinen Arbeiten zur Architektur, die sehr stark von Heidegger, aber auch von dem Anti-Modernisten Sedlmayr und dem Modernisten Giedion beeinflusst sind. Ich hatte insbesondere vor, Norberg-Schulz´ Arbeit über die Nachtländer des Nordens eingehend zu behandeln, aber die Beschäftigung mit Ibsen schob sich dazwischen, so dass ich den berühmten norwegischen Architekturtheoretiker nur relativ allgemein darstellen konnte. Ich habe die Absicht, auf Norberg-Schulz verstärkt zurückzukommen. Der Grund für die Auseinandersetzung mit Ibsen, auch in einer Steffens-Vorlesung meinerseits, war die Problematik des Neureligiösen, oder besser: die Frage nach der möglichen Rückgewinnung alten Glaubens, die in Ibsens Stück im spätrömischen Kaiser Julian Gestalt annahm. Dieses längste Lesedrama Ibsens, das nur selten und selektiv aufgeführt worden ist, ist im vom 'Reich' und 'Norden' begeisterten Deutschland der vorigen Jahrhundertwende dennoch intensiv rezipiert worden. Dennoch ist dies ein relativ unerforschtes Gebiet, trotz des Themas des 'drittes Reichs', das im Stück zum Ausdruck kommt. Ich habe im Herbst 2006 darüber einen Vortrag auf einer von der Professur veranstalteten Konferenz über 'Das Germanische und das Nordische' gehalten und werde im Sommersemester 2007 darüber ein Hauptseminar leiten.

In Sommersemester 2006 habe ich außerdem in norwegischer Sprache ein Hauptseminar über Recht, Politik und Demokratie in Norwegen und Deutschland abgehalten. Das Seminar konzentrierte sich auf den Historikerstreit der siebziger und achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zwischen Jens Arup Seip und seinen Mitstreitern einerseits, Francis Sejersted und seinen Befürwortern andererseits. Dieser Streit um die Deutung der norwegischen Geschichte des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts wurde, so meine ich, zum Teil mit impliziten Bezügen zur deutschen Geschichte ausgefochten; vor allem aber war es ein Streit über Theorien, in dem auch auf deutsche Arbeiten, nicht zuletzt auf Habermas, Bezug genommen. In diesem intensiven Seminar wurden viele Referate gehalten, aber bislang noch keine Hausarbeiten geschrieben. Das Thema wird in den Henrik-Steffens-Gastvorlesungen im nächsten Sommersemester noch einmal aufgegriffen werden.

Was Studentenzahlen angeht, so haben die deutschsprachigen Vorlesungen und Seminare durchschnittlich 20 Studenten, die norwegischsprachigen Veranstaltungen jeweils 5 bis 6 Studenten besucht. Ich betone, dass die Veranstaltungen, die auf norwegisch stattfanden, sehr intensiv und auch für mich ertragreich waren. Die Teilnahmefrequenz scheint sich bei den jetzigen zwei deutschsprachigen Lehrveranstaltungen, die ich Wintersemester 06/07 leite, fortzusetzen. Hinzu kommen die Steffens-Gastvorlesungen, die zum Teil in norwegischer Sprache gehalten werden; hier liegt die Durchschnittszahl der Besucher bislang weit über der Durchschnittszahl (20) der früheren Semester, was vermutlich z.T. am Thema liegt (Norwegen und der National-Sozialismus).

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3.2. Henrik-Steffens-Gastvorlesungen

Im Wintersemester 2004/05 wurden zwei Themen behandelt. Die von der norwegischen Regierung beauftragte "Macht- und Demokratie-Untersuchung 1998-2003", deren Resultate über 50 Bände umfasst, wurde in vier Gastvorlesungen vorgestellt und diskutiert, außerdem in eigenen Vorlesungen von mir selbst. Darüber hinaus wurden drei Verfasser von Biographien, die alle im Jahr 2004 erschienen und in Norwegen kontroverse Diskussionen auslösten, zu Vorträgen eingeladen. Zu diesen Themen hielt ich außerdem eigene Vorlesungen. Die Vorträge wurden auf deutsch und norwegisch gehalten. Außer meinen eigenen Vorlesungen waren es die folgenden:

  • Bodil Stenseth (Historikerin und Schriftstellerin, anlässlich ihres Buches: Pakten. Munch - en familiehistorie, 2004): Die Familie hinter Edvard Munch - ein Pakt im Zeitalter der 'Degeneration'? (26. Oktober 04)
  • Jørgen Sandemose (Philosoph, Universität Oslo, anlässlich seines Buches: Flyktningen. Aksel Sandemose - en biografi, 2004): Biografi og metode (9. November 04)
  • Prof. Øyvind Østerud (Leiter der norwegischen Kommission zur Macht- und Demokratieuntersuchung 1998–2003): Makt og demokrati (16. November 04)
  • Knut Olav Åmås (Redakteur der Zeitschrift Samtiden, anlässlich seiner Biographie über Olav H. Hauge: Mitt liv var draum, 2004): Biografien - ein mogleg kjernesjanger i humanistisk vitskap (7. Dezember 04)
  • Prof. Fredrik Engelstad (Mitglied in der Kommission zur Macht- und Demokratieuntersuchung): Makt-og demokratiutredningen 1998-2003 i sammenlignende perspektiv (18. Januar 05)
  • Prof. Terje Tvedt : Utenrikshjelp, utenrikspolitikk og makt (anlässlich seines Buches mit dem selben Titel, das 2003 als Teil der Macht- und Demokratie-Untersuchung herausgegeben wurde.) (25.Januar 05)
  • Helga Hernes (Sozialwissenschaftlerin, ehemalige norwegische Botschafterin in Österreich, in der Schweiz und im Vatikan:) Staatsfeminismus und der frauenfreundliche Staat - ein persönlicher Rückblick (8. Februar 05)

Von den Vortragenden ist Jørgen Sandemose nach Münster weitergereist, wo er mit finanzieller Unterstützung der Botschaft Norwegens und der dortigen Universität vortrug.

Das Sommersemester 2005 hatte die Auflösung der schwedisch-norwegischen Union im Jahre 1905 zum Hauptgegenstand. Vier Vorträge boten teils neue Einblicke in das Unionsjahrhundert und den Prozess der Auflösung, teils in die anschließende Zeit der Sozialdemokratie im nun voneinander getrennten Schweden und Norwegen. Außerdem gab es insgesamt vier Vorträge zu Themen, die für die Vorlesung über Kulturradikalismus und konservative Revolution und das Hauptseminar über Aksel Sandemose relevant waren. Der Vortrag von Richard Faber fand als einziger im Rahmen meiner eigenen Vorlesung statt. Außerdem gab es einen Vortrag über eine Untersuchung der norwegischen Afrika-Mission anhand von reichem Bildmaterial - ein Thema, das in gewisser Weise an den Vortrag im Semester zuvor über das System der norwegischen Entwicklungshilfe anschloss, sowie einen Vortrag zum norwegischen Urbanismus. Die Vorträge wurden auf Deutsch und Norwegisch gehalten, außer meinen eigenen Vorträgen waren es die folgenden:

  • Eivind Tjønneland (Professor am Nordischen Institut, Universität Bergen): Den norske kulturradikalismen - med et sideblikk på den danske (19. April 05)
  • Erik Rudeng (Direktor der norwegischen Stiftung Fritt Ord): Unionsoppløsningen i 1905 sett i et internasjonalt perspektiv (26. April 05)
  • Jorunn Hareide (Professorin am Institut für Linguistik und Nordistik, Universität Oslo): Diktning som skjebne. Om Aksel Sandemoses forfatterskap (10. Mai 05)
  • Roy Andersen ( Journalist und Verfasser *): Kaiser Wilhelm II und die skandinavische Politik im Jahr der Unionsauflösung 1905 (13. Mai 05)
  • Øystein Sørensen (Professor für Geschichte, Universität Oslo): Hvorfor ikke krig mellom Sverige og Norge i 1905? Trekk ved en løs unions historie. (24. Mai 05)
  • Richard Faber (Professor, Freie Universität Berlin): Rettende und vernichtende Kulturkritik (26. Mai 05)
  • Francis Sejersted (Professor für Geschichte, Institut für Sozialforschung, Oslo): Sosialdemokratiets tidsalder. Sverige og Norge i det 20. århundre (31. Mai 05)
  • Marianne Gullestad (Sozialanthropologin und Forscherin, Institut fur Sozialforschung, Oslo): Norske bilder av Afrika (21. Juni 05)
  • Erling Fossen (Journalist und Verfasser): Urbanisme - i Annerledeslandet Norge (28. Juni 05)
  • Monika Zagar (Professorin für Norwegische Literatur und Sprache, Universität Minnesota): Imagining the Indians - Knut Hamsun and Primitivism (12. Juli 05)

  • * Reise und Vortrag von Roy Andersen wurden vom norwegischen Außenministerium finanziert.

Die Vorlesungen des Wintersemesters 2005/06 hatten Intellektuelle und Philosophen und die Rolle des Intellektuellen in Skandinavien und Deutschland zum Hauptthema - was auch das Thema meiner eigenen, parallelen Vorlesungsreihe in diesem Semester war. Sechs Vorträge befassten sich mit Themen dazu, wobei auch das Thema des Feminismus zweimal zur Sprache kam. Eine Veranstaltung hatte die intellektuellen Aspekte einer Institution (des höchsten Gerichts Norwegens) zum Thema. Außerdem war einer dieser Vorträge auch für das Thema 'Henrik Ibsen' relevant, anlässlich des hundertsten Todesjahres (1906), über den ich ein Hauptseminar mit dem Titel Ibsen und Nietzsche veranstaltete (siehe 3.1). Zwei weitere Sitzungen befassten sich mit Ibsen. Hauptereignis des Semesters war ein Vortrag des weltberühmten deutschen Philosophen und Intellektuellen Jürgen Habermas, der im Herbst 2005 den vom norwegischen Staat gestifteten Ludvig-Holberg-Preis der Universität Bergen ausgezeichnet worden war, und im Januar 2006, anlässlich dieses Preises, in der Akademie der Künste einen Vortrag im Rahmen der Steffens-Vorlesung hielt, der von der norwegischen Botschaft finanziert wurde. Außer meinen eigenen wurden die folgenden Vorträge gehalten:

  • Ragnvald Kalleberg (Professor der Soziologie, Universität Oslo): Ludvig Holberg - en intellektuell i Danmark-Norge (25. Oktober 05)
  • Bernt Hagtvet (Professor der Politischen Wissenschaft, Universität Oslo): Bjornson, Zola og Dreyfus-saken (1. November 05)
  • Wenche Mühleisen (Geschlechter- und Medienforscherin, Universität Oslo): Kjønnsnøytralitet og kjønnsspill som feministisk strategi (8. November 05)
  • Eivind Tjønneland (Professor am Nordischen Institut, Universität Bergen): Brandes, Nietzsche og Ibsen (22. November 05)
  • Erling Sandmo/ Nils Rune Langeland (Historiker und Forscher, Institut für Sozialforschung, Oslo): Norsk Høyesteretts historie : Synliggjøring av en sentral intellektuell institusjon (6.Dezember 05)
  • Cathrine Holst (Førstemanuensis, Zentrum für Wissenschaftstheorie, Universität Bergen): Den feministiske intellektuelle - muligheter og begrensninger (13. Dezember 05)
  • Jürgen Habermas (Prof. Erem., Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main): Das Sprachspiel verantwortlicher Urheberschaft. Probleme der Willensfreiheit (17.Januar 06)
  • Bjørn Hemmer (Professor der nordischen Literaturwissenschaft, Hochschule Agder) /Dag Solstad (mehrmals preisgekrönter norwegischer Verfasser): Henrik Ibsen, Vildanden og Dag Solstads Genanse og verdighet (24. Januar 06)
  • Mari Lending (Post.doc.-Stipendiatin, Hochschule für Architektur, Oslo): Byggmester Solness: Arkitektrollen fra Platon til Seinfeld (7.Februar 06)

Die Vorträge des Sommersemesters 2006 hatten vor allem das Werk Henrik Ibsens zum Gegenstand. Dazu wurden vier Vorträge gehalten, wobei nicht zuletzt politisch relevante Themen wie unter anderem die deutsche Ibsen-Rezeption zur Sprache kamen. Es gab Vorträge über zentrale norwegische Institutionen wie die Monarchie und den Friedensnobelpreis, das Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design u. a. Dabei wurden z. T. kontroverse politische Fragen behandelt, was natürlich auch der Fall war, als Botschafter Godal über Norwegen und die EU sprach. Schließlich gab es einen Vortrag zum ersten Generalsekretär der Vereinten Nationen, Trygve Lie, seine Aufbauleistung und die politischen Probleme, die mit dem Kalten Krieg einsetzten. Ein Vortrag des norwegischen Verfassers Edvard Hoem wurde dadurch möglich, dass die norwegische Botschaft Reise und Aufenthalt bezahlte. Die Vorträge wurden auf Englisch, Norwegisch und Deutsch gehalten. Außer meinen eigenen waren es die folgenden:

  • Prof. Geir Lundestad (Leiter des Nobel-Instituts, Oslo): The Nobel Peace Prize (25. April 06)
  • Dr. Uwe Englert (Skandinavistik München): Eine blonde Bestie namens Peer Gynt. Rezeption und politische Instrumentalisierung von Ibsen im Dritten Reich. (2. Mai 06)
  • Prof. Frode Helland (Leiter des Zentrums für Ibsen-Studien der Universität Oslo sowie Professor für Nordistik in Oslo): Ibsen og det politiske. (9. Mai 06)
  • Edvard Hoem (mehrmals preisgekrönter norwegischer Verfasser): Der Standort des Erzählers, Faktum und Fiktion in meinem Roman 'Mors og Fars historie'. (16. Mai 06)
  • Prof. Frank Aarebrot (Professor am Institut für vergleichende Politik der Universität Bergen): Er dagens konstitusjonelle monarkier arkaiske institusjoner? (23. Mai 06)
  • Bjørn Tore Godal (norwegischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland): Norge og Europa – nølende medspiller eller lykkeligst utenfor? (30. Mai 06)
  • Ivo Figueiredo (Historiker und Verfasser): Den unge Ibsen. (6. Juni 06)
  • Prof. Jan Brockmann (Erem. Professor für Ästhetik an der technisch-naturwissenschaftlichen Universität Trondheim sowie ehemaliger Leiter des Nationalmuseums für gegenwärtige Kunst, Oslo): Der Streit über das neue Norwegische Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design. (13. Juni 06)
  • Prof. Erik Østerud (Erem. Professor für nordische Literatur an der technisch-naturwissenschaftlichen Universität Trondheim): Tid og rom i Ibsens samtidsdramaer. (20. Juni 06)
  • Prof. Guri Hjeltnes (Professorin für Journalistik am BI Norwegian School of Management in Oslo): Trygve Lie - der Aufbau-Generalsekretär der Vereinten Nationen. (27. Juni 06)

Im Durchschnitt hatten die Steffens-Gastvorlesungen in diesen zwei Jahren etwa 20 Teilnehmer pro Vortrag.

Finanzierung weiterer Aktivitäten. Die Steffens-Professur hat in den Jahren 2004 und 2006 auch einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der deutsch-norwegischen Ausstellung Nicht Nur Lachs und Würstchen - 100 Jahre deutsch-norwegischer Begegnungen geleistet, die sowohl in Norwegen als auch in Deutschland an mehreren Orten gezeigt wurde bzw. wird. Auch Lesungen von norwegischen Autoren, z.B. die des berühmten Verfassers Kjartan Fløgstad, wurden durch die Professur finanziell unterstützt.

Weitere Aktivitäten im Institut. Ich habe in den zwei Jahren an einer Reihe Zwischenprüfungen und einer Abschlussprüfung teilgenommen. Ich hielt im Sommersemester 2005 eine Vorlesung über Georg Simmel im Grundkurs Zugänge zur Skandinavistik: 'Identität.' Und ich war im selben Semester Mitglied der Institutskommision zur Besetzung der Dag-Hammarskjöld-Professur.

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4. Forschung, einschließlich Pläne.

Ich verweise auf die allgemeinen Bemerkungen unter 2. Ich habe in den zwei sehr arbeitsreichen Jahren an der Humboldt-Universität meine bisherige Forschungstätigkeit fortsetzen können. Ich verweise auf die Publikationen (1), (3), (6), (18), (19) und (20), die das belegen. Zugleich habe ich, wie unter 3.1 und 3.2 bereits genannt, in diesen Jahren neue Forschungsinteressen aufgebaut, siehe Publikation (11) und einige Vorträge, die zu Publikationen führen werden.

Was meine neuen Forschungsinteressen angeht, so nenne ich an erster Stelle die deutsche Ibsen-Rezeption, wofür die Lektüre des Pionierwerkes von Uwe Englert sowie eine Steffens-Vorlesung von ihm zum selben Thema im Sommersemester 2006 (3.2 oben) wichtig waren. Außerdem zu nennen ist mein Interesse an Ibsens Kaiser und Galiläer und dessen deutschem Kontext, worüber im nächsten Sommersemester ein Hauptseminar stattfinden soll. Ich plane in diesem Kontext auch Steffens-Vorlesungen zum Thema Kaiser und Galiläer, womöglich z. T. in Form eines kleinen Symposiums. Ich will hier einen Forschungsbeitrag zu leisten versuchen und norwegische und deutsche Forscher zusammenbringen. Zweitens nenne ich mein Interesse für die Norden-Süden-Problematik allgemein, das ich in Forschung und Publikationen verfolgen werde. Drittens nenne ich das Thema der intellektuellen Verortung Aksel Sandemoses. Im Wintersemester 2006/07 halte ich ein Hauptseminar u. a. zu Werken vom Hamsun und Sandemose, wo ich Themen aus meinem ersten Seminar und meiner Rezension (11) zu Jørgen Sandemose weiter verfolge. Endlich nenne ich auch Henrik Steffens selbst; über ihn und die deutsche Romantik würde ich gern eine Veranstaltung abhalten. Die Romantik gehört seit langem zu meinen Forschungsgegenständen. Es wäre eine gute Idee, in diesem Zusammenhang einen Beitrag zur Erforschung von Steffens leisten zu können; da gibt es viel zu tun. Ein Vorhaben, das das Nordeuropa-Institut und die Steffens-Professur teilen, ist die Publikation einer deutschen Ausgabe seiner philosophischen Vorlesungen.

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5. Publikationen, Vorträge u. a. (einschließlich des Jahres 2006 als Ganzes)

(1) How is a Post-Christian Celebration of Life Possible without Neopaganism?In: Parabel. Tidsskrift for filosofi og vitenskapsteori VII, Heft 1/2004
(2) Plutselig blottstilt. Morgenbladet, 2004 [erschienen als 'Akademia-Essay'; überwiegend zum Thema 'Weimarer Republik']
(3) Innledende essay zu: Jürgen Habermas: Borgerlig Offentlighet - dens fremvekst og forfall. Übersetzung durch Elling Schwabe Hansen, Helge Høibraaten und Jon Øien. Oslo: De norske Bokklubbene, 2005
(4) Norwegen und die Frankfurter Schule. In: Bernd Henningsen (Hg.) unter Mitarbeit von Frauke Stuhl und Jan Hecker-Stampehl: 100 Jahre deutsch-norwegische Begegnungen. Nicht nur Lachs und Würstchen. Begleitband zur Ausstellung. Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2005 [auch in einer norwegischen Version], S. 142–145
(5) Der 'deutsche Herbst' in Norwegen. In: Bernd Henningsen (Hg.) unter Mitarbeit von Frauke Stuhl und Jan Hecker-Stampehl: 100 Jahre deutsch-norwegische Begegnungen. Nicht nur Lachs und Würstchen. Begleitband zur Ausstellung. Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2005 [auch in einer norwegischen Version], S. 102–104
(6) Portrett av en skyldig syndebukk som ung mann. Lange Rezension von Carl Schmitt: Tagebücher 1912–1915. In: Klassekampen, 24. Januar 2005
(7) Vassen propaganda? In: Klassekampen, 23. Mai 2005
(8) Det glade galleri (uten vanvidd). In: Dagbladet, 5. Juli 2005
(9) Den evige kunsthall? In: Dagbladet, 13. August 2005
(10) Jürgen Habermas: Europa er rullet over hodene på oss. Urspr. In Süddeutsche Zeitung, in: Klassekampen, 23. Juli 2005 (Übersetzung.)
(11) Den poetiske pedanten og hans fadermord. Rezension von Jørgen Sandemose, Flyktningen. Aksel Sandemose - en biografi. Nytt Norsk Tidsskrift, Heft 1, 2006
(12) Sommeridyll med Nero. Zeitungsaufsatz Klassekampen, 24.07.06
(13) Hold kjeft, Gaarder! Zeitungsaufsatz Aftenposten, 08.08.06.
(14) Å poetisere Berlin. Tidsskriftet Ny Tid, 11.08.06
(15) Tyskland - en idyllisk nasjon? Zeitungsaufsatz (kronikk) Aftenposten. 20.08.06
(16) Günter Grass´ hemmelighet.Zeitungsaufsatz (Kronikk) Aftenposten 31.08.06
(17) Idyll og ironi hører sammen. Svar til Godrun Gaarder. Zeitungsaufsatz Aftenposten 08.09.06
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Vorträge:

(1) Jürgen Habermas: Der gespaltene Westen, Kant og den amerikanske neokonservatismen. (Vortrag, Wissenschaftstheoretisches Forum der Naturwissenschaftlich-technischen Universität Norwegens, Trondheim, 14. September; Norwegisches Zentrum für Menschenrechte, Universität Oslo, 15. November 2004.)
(2) Den amerikanske nykonservatismen: fundamentalisme, kynisme eller realisme? Et blikk på det filosofiske grunnlaget ( Vortrag auf der jährlichen Konferenz des Skjervheim-Seminars zum Thema Fundament og Fundamentalisme, Voss, 17. September 2004.)
(3) Kants magiske stemme (im Rahmen einer öffentlichen Vortragsreihe, veranstaltet von der norwegischen Rentner-Universität, Oslo, 30. September 2004.)
(4) By, makt og demokrati (Vortrag auf einer Konferenz des Programms für Angewandte Ethik der Naturwissenschaftlich-technischen Universität Norwegens, Trondheim, 30. November 2004.)
(5) Der Norden und der Süden - Ein Thema mit Variationen (Antrittsvorlesung als Henrik-Steffens-Professor, Die nordischen Botschaften, 11. März, 2005)
(6) Totalitarisme, frihet og utdanning (Vortrag auf dem internationalen Studenten-kongress ISFIT, Technisch-naturwissenschaftliche Universität Trondheim, 13. Februar 2005.)
(7) Was ist norwegische Kultur? (Grenzakademie Sankelmark, 19. März 2005)
(8) Individualitet som veikryss-ideal vs. Individualitet som Væren-til-Døden: Georg Simmel og Martin Heidegger (Vortrag vor Studierenden und DozentInnen der Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Oslo, Berlin 23. Mai 2005)
(9) Frankfurter Schule und Systemtheorie: Habermas und Luhmann (im Rahmen der Ringvorlesung Das Frankfurter Feld der Sozial- und Kulturwissenschaften, Freie Universität Berlin, 23. Mai 2005.)
(10) Feindstrafrecht (fiendestrafferett): Et aktuelt tema etter NineEleven? (Vortrag am Zentrum für Menschenrechte, Universität Oslo, 30. Mai 2005.)
(11) Habermas om offentlighet, religion og naturalisme (Vortrag am Zentrum für Menschenrechte, Universität Oslo, 30. Mai 2005)
(12) Vom Empirismus zum Skeptizismus zur Weltanschauungsökologie. Die Tiefenökologie von Arne Næss (Vortrag auf einer Konferenz über 'Die Rückkehr der 'Ganzheit' in der Kulturwissenschaft,' Göttingen, 23. Juni 2005.)
(13) Aksel Sandemose, Freuds kulturkritiske skrifter og Jørgen Sandemoses biografi om sin far ( Vortrag, Wissenschaftstheoretisches Forum der Naturwissenschaftlich-technischen Universität Norwegens, Trondheim, 30. Juli 2005)
(14) Post-Metaphysical Thought, Religion and Secular Society (Seminar anlässlich der Überreichung des Holberg-Gedenkpreises an Jürgen Habermas, Bergen, 29. November 2005.)
(15) 'What´s Left? What´s Right?' (Vortrag bei einem internationalen Symposium über die Frankfurter Schule, Technisch-naturwissenschaftliche Universität Norwegen, 9. und 10. Dezember 2005.)
(16) Feindstrafrecht (fiendestrafferett): Et aktuelt tema etter NineEleven? (Vortrag an der juristischen Fakultät der Universität Bergen, 1. Dezember,2005.)
(17) Einleitung zum Vortrag von Jürgen Habermas anlässlich des Holberg-Preises 2005 (Akademie der Künste, Berlin. 17, Januar 2006.)
(18) 'Ibsen og Nietzsche' (Vortrag auf NORLA-Konferenz Berlin. 23. Januar 2006)
(19) 'Post-Metaphysical Thought, Religion and Secular Society' ( Vortrag, Seminar für Wissenschaftstheorie, Universität Oslo. 2.. März 2006.)
(20) 'Henrik Ibsen - en eksistensfilosof?' (Vortrag in der norwegischen Seemannskirche, Berlin. 5. April 2006.)
(21) 'Tysk fortidsmestring (Vergangenheitsbewältigung)' (Vortrag vor Studenten der Institut für Politische Wissenschaft, Universität Oslo, gehalten am Nordeuropa-Institut, 31. April 2006.)
(22) 'Post-metaphysisches Denken, Religion und säkulare Gesellschaft' (Vortrag Universität Flensburg. 11. Juli 2006.)
(23) 'Hva er sekularisering? Har sekulariseringstesen slått feil?' (Vortrag, Zentrum für Menschenrechte, Universität Oslo. 5.September 2006.)
(24) 'Keine neue Metaphysik des Nordens? Über kritischen und produktiven Umgang mit Traditionen.' (Vortrag für die Stiftung Weimarer Klassik, Tagung über Werte-Räume-Erinnnerungskulturen. 30.September 2006.)
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Lesungen:

  • 'Norwegens Natur in Dichtung und Malerei', Grenzakademie Sankelmark, 19. März 2005

Interviews:

  • Interview als Henrik-Steffens-Professor, erschienen am 19.06.06 im Uniforum der Universität Oslo, nachzulesen auf der Henrik-Steffens-Seite (http://www2.hu-berlin.de/skan/lehre/heinrichsteffens/steffensvorl_html): Humboldt-universitetet. Alle moderne universiteters mor
  • Interview zum Thema 'Filosofens følelsen for Berlin' in: Laila Thuestad (Hg.): Berlin sett med norske øyne. Bergen 2006.
  • 2 Interviews in den Zeitungen Morgenbladet (23. September, 2005) und Klassekampen (26.November, 2005) anlässlich der Verleihung des Holberg-Preises an Jürgen Habermas.

Betreute Magisterarbeiten im Entstehen:

  • Jan Steeger: Sphären des Wir: Hans Skjervheims Entdeckung der Kommunikationsgemeinschaft
  • Steve Peukert: Wissenstransfer: Einfluss Deutschlands auf den norwegischen Bildungs- und Wissenschaftsdiskurs am Beispiel Trondheims
  • Frithjof Timm: Die Rolle und Bedeutung der norwegischen Kirche in der Entwicklung des Nationalismus in Norwegen am Ende des 19. Jahrhunderts
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6. Auswahl externer Tätigkeiten, soweit nicht unter 5 berücksichtigt

  • Leiter des Forums für Politische Theorie des Zentrums für Menschenrechte, Universität Oslo. Oktober-Dezember 2004: eine Veranstaltung. 2005: sieben Veranstaltungen. 2006: vier Veranstaltungen.
  • Leiter des Steuerungsgremiums des Forums für Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaftlich-Technischen Universität Trondheim. 2005: 2 Sitzungen, 2006: 2 Sitzungen.
  • Mitantragsteller (mit vielen norwegischen und ausländischen Forschern) und Verfasser des Antragstextes in Verbindung mit dem Vorschlag von Jürgen Habermas als Holberg-Preisträger für das Jahr 2005, Oslo, Februar 2005.
  • Mitglied des Organisationskomitees für das Seminar über 'Religion in the Public Sphere,' das am 29.11.05 von der Holberg-Stiftung in Bergen veranstaltet wurde, anlässlich der Überreichung des Ludvig Holberg-Preises an Jürgen Habermas am 30.11.05.
  • Mitveranstalter eines internationalen Symposions über die Frankfurter Schule, veranstaltet vom Forum fur Wisenschaftstheorie der Naturwissenschaftlich-Technischen Universität Trondheim am 9. und 10. Dezember 2005.
  • Leitung einer öffentlichen Diskussion im norwegischen Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design über den öffentlichen Streit um das Museum, am 10. November 2005.
  • Leitung einer Konferenz anlässlich der Publikation des Buches Plausible Prejudice, Oslo 2006, von Marianne Gullestad, Oslo, Aschehougvillaen, 28. März 2006.
  • Mitglied im Steuerungsgremiums des Diskussionsforums InterCity, Oslo. 2005 habe ich zwei Veranstaltungen geleitet, insbesondere ein Symposium mit Jørgen Sandemose über sein Buch Flyktningen. Aksel Sandemose - En biografi, im Aschehoug Verlag, Oslo, 29. August, wo Sandemose und ich als Einleitung zu einer allgemeinen Diskussion miteinander diskutierten.
  • Betreuung von Kandidaten mit Abhandlungen in 'Filosofi hovedfag' für den Grad Candidatus Philologiae, Naturwissenschaftlich- Technische Universität Norwegens, Trondheim: Dag Halvard Nestby (Dionysisk eksistensialisme), Erling Bergh (Republikanisme som politisk idétradisjon). Entspricht der deutschen Magisterarbeit. Beide Kandidaten 2005. Außerdem Teilnahme an der Kommision zur Beurteilung der MA-Abhandlung von Øystein Lundestad, 2006.
  • Führung durch Berlin (Stadt-Rundfahrt) für norwegische Parlamentarier am 23.02.05.
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