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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Jan Brockmann:

Kleine Übersicht über meine Arbeit bei Halbzeit.
Wintersemester 2000/2001 - Wintersemester 2001/2002.

1. Lehrveranstaltungen
1.1. Heinrich-Steffens-Gastvorlesungen
1.2. Exkursion nach Oslo SS 2001
1.3. Übungen zur norwegischen Literatur
1.4. Vorlesungen zur norwegischen Kunstgeschichte
1.5. Hauptseminare
2. Eine Auswahl meiner externen Tätigkeiten

Die Halbzeit ist erreicht und damit der Zeitpunkt, eine erste Übersicht über meine Arbeit während der drei ersten Semester am Nordeuropa-Institut vorzulegen. Als ich mich entschloss das Wagnis einzugehen, für sechs Semester die Heinrich Steffens-Professur zu betreuen, war mir klar, dass ich von meiner früheren akademischen Tätigkeit in Norwegen zwar meine Erfahrungen als Lehrer, aber nur in geringem Masse meine Spezialthemen und meinen Vorlesungsstoff einbringen könnte. Zuweit zurück liegen meine literaturwissenschaftlichen Studien, zu sehr auf StudentInnen der Architektur und der visuellen Künste waren meine Themen an der Fakultät für Architektur in Trondheim und den norwegischen Kunsthochschulen bezogen. Andererseits brachte es mein Wechsel zwischen den Fakultäten und meine spätere Tätigkeit am Museum mit sich, dass ich mich mit sehr verschiedenen Fachbereichen beschäftigen konnte, die sich in dem so dehnbaren Begriff der Kulturwissenschaft unterbringen lassen. Daher war es mir angelegen, mein Deputat auf recht unterschiedliche Studienangebote zu verteilen; ebenso weist das Programm der Gastvorlesungen ein breites fachliches Spektrum auf. Ich habe versucht, die Vorlesungen weitgehend auf das jeweilige Semesterprogram zu beziehen. Die Programme der Gastvorlesungen wurden auch der norwegischen Botschaft mitgeteilt, so dass wir zeitweilig zahlreiche Gasthörer hatten.

Unter meinen externen Tätigkeiten sind es - ausser gelegentlicher Betreuung von Studenten in oder aus Norwegen - mehrere künstlerische Projekte, an denen ich während meines Aufenthaltes in Berlin gearbeitet habe und noch arbeite. Das Ausstellungsprojekt imperfektum für die norwegischen Reichsausstellungen, das aus sechs internationalen Künstlern meiner Wahl bestand, wurde im November 2000 in Stavanger eröffnet und lief bis Herbst 2001 an verschiedenen Orten Norwegens. Seit meiner Ankunft habe ich die Vorbereitungen eines grossen Ausstellungsprojektes nordeuropäischer Kunst unter Leitung von Dr. Eugen Blume am Museum für Gegenwart, Hamburger Bahnhof, verfolgt und unterstützt. Inwieweit ich an der konkreten Ausgestaltung beteiligt sein werde, muss abgewartet werden, ich habe mich aber weiterhin zur Verfügung gestellt. Ausserdem habe ich der norwegischen Botschaft einen Vorschlag für ein Kunstprojekt an prominentem Ort in Berlin (Mauerstrasse, Achse Jägerstrasse) unterbreitet, für das ich Mitarbeiter der BEWAG, die das geeignete Gebäude besitzt, und die Stadtverwaltung Mitte gewinnen konnte.

Meinen Aufenthalt benutze ich, um Material für geplante Arbeiten zu Architektur und Stadtplanung in Berlin zusammenzutragen. Noch immer bilde ich mir ein, bei meiner Rückkehr nach Oslo mit dem Schreiben beginnen zu können. Die Stoffmasse schwillt, die Lebenszeit schwindet – geheuer ist mir nicht dabei.

1. Lehrveranstaltungen
1.1 Heinrich Steffens-Gastvorlesungen

Das erste Wintersemester präsentierte Vorlesungen, deren Schwerpunkt auf dem Gebiet der Architektur, Ästhetischer Theorie und Kunstgeschichte lag. Ich hatte bei meinen Planungen in Norwegen noch gehofft, Christian Norberg-Schulz für eine Auftakt-Vorlesung zu gewinnen; sein Tod verhinderte dies. Mit Arnfinn Bø-Rygg, Professor für Ästhetik an der Universität Oslo, bekam ich den besten Kenner dieser Materie. Der thematische Faden wurde weiterentwickelt in der Vorlesung des Philosophen Helge Høibraaten, NTNU, der ihn an Hans Sedlmayr anknüpfte, und mit Dag Østerberg, dem Soziologen und Philosophen, kam auch einer der Autoren zu Wort, deren Schriften dem Hauptseminar zu Grunde lagen. Das Thema Architektur wurde Tore Brantenberg, dem Professor für Wohnungsbau an NTNU, der seine neuen Publikationen zu diesem Thema vorstellte, und dem Konservator des Amtes für Denkmalschutz zu Oslo, dr.philos. Truls Aslaksby, der über den Einfluss der Berliner Architektur auf Oslo sprach, spezifisch behandelt. Zur bildenden Kunst sprachen die Ko-Direktorin der Nationalgalerie in Oslo, dr.philos. Sidsel Helliesen, die ihr neues Buch zur Geschichte der norwegischen Grafik präsentierte, und der ausgewiesene Romantik-Kenner Magne Malmanger, Professor am Kunsthistorischen Institut der Universität Oslo, der über Caspar David Friedrich und Johan Christian Dahl vortrug.

Im Sommersemester bezogen sich alle Vorlesungen, abgesehen von der des Professors für Stadtplanung, Karl Otto Ellefsen, die die aktuelle Debatte zum Ausbau des Osloer Stadtteils Björvika und des Neubaus der norwegischen Oper aufgriff, auf das Thema des Hauptseminars Den norske væremåten. Zwei der Verfasser, deren Texte dem Seminar zu Grunde lagen, die angesehenen Kulturanthroplogen dr. philos. Marianne Gullestad vom Institut für Sozialforschung zu Oslo und Professor Thomas Hylland Eriksen vom Institut für Sozialanthropologie der Universität Oslo kamen zu Wort. Das Thema wurde weiterhin vom Konservator des norwegischen Volksmuseums auf Bygdøy, Dr. Lars Roede, vom Philosophen und Wissenschaftstheoretiker Professor Gunnar Skirbekk, der zu der Zeit an der Freien Universität tätig war, und schliesslich vom Bergener Kunsthistoriker Professor Gunnar Danbolt, der die neueste norwegische Kunstgeschichte vorgelegt hatte, aus sehr unterschiedlichen Perspektiven behandelt.

Im letzten Wintersemester waren die Themen um ein Thema gebündelt, das sich auf die Arbeit im Hauptseminar bezog: die norwegische bildende Kunst der Nachkriegszeit. Um die Vorlesungen auch den Studenten der Kunstgeschichte zugänglich zu machen, wurden sie englisch oder deutsch gehalten. Dabei habe ich versucht, auch den Blick von aussen auf die norwegische "Kunstszene" zu vermitteln, daher waren unter den Gästen der Südafrikaner mit deutschem Pass, Gavin Jantjes, Künstlerischer Direktor des Henie-Onstad Kunstzentrums auf Høvikodden, und der in Frankreich ausgebildete Isländer Gunnar Kvaran, der Direktor des Astrup-Fearnley-Museums for Moderne Kunst. Ausserdem sprachen der Direktor des Nationalmuseums für Gegenwartskunst Per Bjarne Boym und der damalige Kurator der selben Institution Audun Eckhoff, jetziger Direktor der Kunstmuseen zu Bergen, schliesslich der Leiter der Theoriekurse an der Kunsthochschule zu Oslo, der Philosoph Dr. Stian Grøgaard.

Ein wichtiger Punkt bei allen Einladung war selbstverständlich, den Vortragenden Gelegenheit zu geben, fachliche Kontakte zu knüpfen und das Kulturleben der Stadt kennenzulernen. Im Falle der letztgenannten war dies besonders aktuell in Hinblick auf die geplante Ausstellung im Museum für Gegenwart. Bei ihren Vorträgen waren daher auch Vertreter dieses Museums und norwegische Künstler unter den Gasthörern.

1.2 Exkursion nach Oslo SS 2001

Die Exkursion im Sommersemester 2001 nach Oslo bestand aus einer Gruppe von insgesamt 20 Kollegen und Studenten und war dem Thema "Hauptstadtkultur" gewidmet. Der Schwerpunkt des Programmes, das mit den Heinrich Steffens-Vorlesungen korrespondierte, lag bei den Kulturinstitutionen. Auftakt war ein Empfang im Storting, dem norwegischen Parlament, wo uns die Leiterin des Ausschusses für Kunst, Frau Rita Tveiten (Arbeiterpartei), über die Arbeit des Parlaments und die Kulturpolitik im Lande und im Hause informierte. Es folgten:

  • Dr. Aslaksby vom Denkmalamt Oslo, der uns durch Teile der Stadt führte, besonders um den Einfluss der Berliner Architektur auf Oslo nachzuweisen.
  • Empfang durch den ersten Heinrich Steffens-Professor, Einhart Lorenz, am Historischen Institut der Universität Oslo, der zusammen mit der Institutsleitung eine Einführung in die dortige Studiensituation gab.
  • Besuche
    - in der Nationalgalerie mit einem Willkommen durch die Direktorin, Frau Anniken Thue, und einer Führung durch den Leiter der Kunstpädagogischen Abteilung, Herrn Arnt Fredheim,
    - im Museum für Gegenwartskunst mit einer Führung durch Direktor Per Boym und einer Einladung zur Vernissage,
    - im Astrup-Fearnley-Museum für moderne Kunst mit einer Führung durch die Konservatorin Frau Jutta Nestegaard,
    - im Munch-Museum mit einem Empfang durch Direktor Arne Eggum,
    - im norwegischen Volksmuseum auf Bygdöy mit einem Rundgang durch mehrere Jahrhunderte norwegischer Kulturgeschichte mit Konservator Lars Roede,
    - im Rathaus zu Oslo mit einem Rundgang mit Professor Trygve Nergaard vom Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Oslo,
    - am Ort des mittelalterlichen Oslo mit einem Führung durch Professor Alf Böe, dem früheren Direktor des Munch-Museums.

Eigene Lehrveranstaltungen
1.3 Übungen zur norwegischen Literatur

Ein Drittel meines Deputats habe ich für norwegische Literatur reserviert. Da ich aber die neueren literaturtheoretischen und methodologischen Debatten nur aus der Ferne von einem gewissen Metaniveau aus habe verfolgen können, habe ich diese Veranstaltungen als Übungen deklariert und auch hier die Themen weit gefächert. Ich begann im Wintersemester 2000/2001 mit Ibsen, dessen Stücke ich mir bereits in den fünfziger Jahren während meiner Lehrzeit als Hörspieldramaturg in Frankfurt recht gründlich angeeignet hatte, und deren Kenntnis ich - Kanon hin oder her - für Skaninavistik-StudentInnen als unverzichtbar ansehe. Ich wählte mit Vildanden einen Klassiker und mit De unges forbund ein weniger bekanntes, aber höchst vergnügliches und aktuelles Stück aus. Es zeigte sich bald, dass es für mich genug zu lehren gab; denn die Allgemeinbildung auf dem Gebiet der Literatur und Literaturtheorie war durchaus noch zu verbessern. Im folgenden Semester wählte ich die Romane des Schriftstellers Dag Solstad aus den neunziger Jahren. Ich wollte diesen in Norwegen und Teilen Skandinaviens hochgeschätzten und in Deutschland zu wenig bekannten Autor gern den Studenten vorstellen, um so mehr als er zu dieser Zeit in Berlin weilte und wir ihn zu einem höchst lehrreichen und amüsanten Seminar einladen konnten. Schliesslich habe ich im letzten Wintersemester Hans Jægers Fra Kristinia-Bohèmen angekündigt, dieses skandalumwitterte Werk, das in der Kulturgeschichte des Nordens eine Schlüsselrolle gespielt hat und für das ich grosses Interesse erwartete. Umso enttäuschter war ich, als nur zwei junge Damen aufkreuzten. Wir drei hielten das Semester zwar wacker durch, aber eine grössere und vor allem gemischte Gruppe wäre mir bei diesem Thema lieber gewesen. So fällt es mir leicht, im kommenden Sommersemester zu Ibsen zurückzukehren, wo mit den Stücken Gjengangere - das hoffentlich auch noch im Sommersemester auf dem Berliner Repertoire stehen wird - und Hedda Gabler wiederum zwei Klassiker auf dem Programm stehen.

1.4 Vorlesungen zur norwegischen Kunstgeschichte

Meine Arbeit im letzten Dezennium war der zeitgenössischen visuellen Kunst gwidmet. Auch wenn die Geschichte der bildenden Kunst in Norwegen seit dem 19. Jahrhundert nicht mein Spezialgebiet ist, so fühle ich mich auf ihm doch recht heimisch. Es war daher naheliegend, eine Vorlesungsreihe anzubieten, die die StudentInnen mit diesem Thema vertraut macht. Ich habe es über drei Semester verteilt, beginnend mit Dahl und - und in stetem Bezug zur deutschen Kunstgeschichte - der Romantik unter dem Titel Om å dra ut for å finne hjem, der auch eine Brücke zum Hauptseminar schlagen sollte, im letzten Semester endend mit der Kunst der Gegenwart, wobei ich mir das Kapitel Munch und seine Zeitgenossen für später aufgehoben habe. Eine doppelte Schwierigkeit war zu überwinden. Erstens: die meisten StudentInnen haben kaum Voraussetzungen auf diesem Gebiet, weder allgemeiner noch spezieller Art. Ausserdem können nur wenige eine Vorlesungsfolge über drei Semester in ihr Studium einbauen, so dass Rück- und Vorgriffe in jedem Semester unumgänglich sind. Zweitens: es gab weder am Institut, noch sonst an der Universität - nicht einmal an der Botschaft - ein Diasarchiv, mit dem ich die Vorlesungen hätte bestreiten können. Denn ohne Bildbeispiele geht es nun einmal nicht. Bis zu einem gewissen Grade hatte ich das vorausgesehen und versucht, bereits in Norwegen vorzusorgen, wobei mir mein eigenes Haus auch bereitwillig half. Doch dazu sind - aus urheberrechtlichen und anderen Gründen - keineswegs alle einschlägigen Institutionen bereit. Es war - und ist noch immer - einiges zu tun, um eine Dias-Sammlung aufzubauen, die als Grundstamm dem Institut und meinen Nachfolgern zur Verfügung stehen kann. Lichtbilder mögen heutzutage anachronistisch erscheinen, sie sind für den Unterricht dennoch unverzichtbar.

1.5 Hauptseminare

Bei den Hauptseminaren habe ich mich für ein breiteres Themenspektrum entschieden. Das erste Wintersemester stand unter dem Thema Stedsforståelse - stedsanalyse - stedskunst, das bei grundlegenden Schriften des kurz zuvor verstorbenem norwegischen Architekturtheoretikers Christian Norberg-Schulz ansetzte und über die Thesen des Soziologen Dag Østerberg zu Arkitektur og sosiologi i Oslo zu einer Schrift des Philosophen Viggo Rossvær Ruinlandskap og modernitet führte, einer sehr persönlichen und eindringlichen Studie der heutigen politisch-gesellschaftlichen Situation in Nordnorwegen.

Das folgende Semester war dem problematischen Thema der Leitkultur gewidmet unter dem Titel Den norske væremåten i kunstens perspektiv, dem hauptsächlich kulturanthropologische Schriften von Arne Martin Klausen über Marianne Gullestad zu Thomas Hylland Eriksen zu Grunde lagen. Es erwies sich als facetten- und materialreich - und offenbar auch von Interesse für einen grösseren Kreis von Studenten, so dass ich im Wintersemester 2002/2003 unter dem Aspekt Tilhörighet og det/den fremmede darauf zurückkommen werde. In Anknüpfung an dieses Seminar übernahm ich die fachliche Leitung der Exkursion nach Oslo.

Im letzten Wintersemester habe ich eine Veranstaltung gehalten, die auch für Studenten der Kunstgeschichte offen stand, zum Thema Norwegische Künstler der Gegenwart in Berlin. Zwar ist dies ein sehr spezielles Thema, es schien mir aber dennoch relevant, weil wir seit den beiden letzten Jahrzehnten die unike Situation haben, dass viele bedeutende zeitgenössische Künstler aus Norwegen sich in Berlin niedergelassen haben. Ein weiterer aktueller Anlass kam hinzu: das Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof plant für das Jahr 2003 eine Schau mit Künstlern aus Nordeuropa. Ich war sehr gespannt darauf, wie die Zusammenarbeit unter den StudentInnen und mit den Künstlern funktionieren würde. Mein Eindruck ist, dass dieses Seminar für die StudentInnen beider Institute fruchtbar war. Für die meisten gab es hier einen ersten Kontakt mit zeitgenössischen Künstlern und nach Überwindung einer gewissen Schwellenscheu und Skepsis kamen wir sehr gut in Gang. Ich hatte sieben Künstler ausgewählt, alteingesessene wie Professor Olav Christopher Jenssen, Liv Mette Larsen, Sissel Tolaas und Yngve Zakarias und neuere Zuzügler wie Bente Stokke, Lars Ramberg und Dag Erik Elgin. Wir haben die Künstler in ihren Ateliers besucht oder sie zu uns gebeten, ausserdem Galeristen und ihre Ausstellungen aufgesucht. Ich habe nach einer Einführungsphase die Studenten in kleine Gruppen mit jeweils Vertretern beider Institute eingeteilt, die sich auf je eine(n) der KünstlerInnen konzentrierten. Die bisherigen Ergebnisse des Seminars sind ermutigend.

Die Zahl der Studenten schwankte bei den verschiedenen Veranstaltungen, lag aber meistens unter 20. Bis auf das letztgenannte Seminar war die Unterrichtssprache in meinen Lehrveranstaltungen norwegisch. Das geschah nicht zuletzt auf Wunsch der StudentInnen, die offenbar gern die Gelegenheit wahrnehmen, auch auf diese Weise ihre Sprachkompetenz zu verbessern. In meinen Hauptseminaren sind sie gehalten, ein Stundenprotokoll zu schreiben, und zwar so verteilt, dass jeder mindestens einmal im Semester dran kommt. Dadurch erhalte ich auch einen Einblick in den Stand der jeweiligen Sprachkenntnisse.

2. Eine Auswahl meiner externen Tätigkeiten

Neben den künstlerischen Projekten sind es Vorbereitung und Durchführung von Berlin-Programmen für repräsentative Gruppen des norwegischen Kulturlebens und der akademischen Institutionen, die meine externen Tätigkeiten ausmachen. Ich habe mich besonders aus kulturpolitischen Erwägungen in dieser Arbeit engagiert; denn es gilt Interesse und Verständnis für die deutsche Hauptstadt und deren Kultur zu wecken oder wiederzugewinnen. Schwerpunkt der Programme liegt auf dem Gebiet der Stadtgeschichte und -planung, der Architektur, der Museen und wichtiger Ausstellungen.

2000

  • 24.-26.11. Stavanger: Eröffnungsrede zu der von mir kuratierten internationalen Ausstellung der norwegischen Reichsausstellungen ”imperfektum”.
  • 30.11. Führung für und Interview mit Aasmund Willersrud, dem Korrespondenten der Zeitung Aftenposten, zu Axel Schultes' Neubau des Bundeskanzleramtes.

2001

  • 21.1.
    Treffen mit und Stadtführung für den Leiter des Denkmalschutzamtes zu Oslo, Stadtantiquar Hans-Jakob Hansteen und den Konservator Dr. Truls Aslaksby.
  • 31.1.
    Treffen mit dem und kurzer Vortrag für den norwegischen Forschungs- und Bildungsminister Trond Giske bei einem Empfang an der Humboldt-Universität.
  • 14.2.
    Erstes Treffen mit Dr. Eugen Blume, dem Leiter des Museums für Gegenwart, Hamburger Bahnhof. Besprechung eines Projektes zur zeitgenössischen Kunst Nordeuropas.
  • 3.3.
    Stadtführung für die norwegische Kulturministerin Ellen Horn.
  • 20.3.
    Festvortrag zur Geschichte der norwegischen Kunst bei einem deutsch-norwegischen Kulturarrangement der Herder-Gesellschaft zu Rostock.
  • 22.-25.3.
    Norwegens Technisch-Naturwissenschaftliche Universität,
    N.T.N.U. Trondheim: Opponent bei der Doktordisputatio von Frau Brit Strandhagen, Institut für Philosophie. Thema: Kants ”Kritik der Urteilskraft”.
  • 9.-11.5.
    Kiel: Sitzung des Kuratoriums für den Heinrich Steffens-Preis.
  • 18.5.
    Berlin-Vortrag im Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften für eine Delegation norwegischer Landschaftsarchitekten unter Leitung von Tone Lindheim. Programm.
  • 28.5.-2.6.
    Fachliche Leitung einer Exkursion des Nordeuropa-Institutes nach Oslo.
  • 20.8.
    Treffen mit Peter Thiele und Ulrich Strasse bei der BEWAG, Treptow, um meinen Vorschlag für ein norwegisches Kunstprojekt am Umspannwerk in der Mauerstrasse vorzutragen.
  • 24.8.
    Berlin-Vortrag im Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften für die norwegischen Landschaftsarchitekten-Gruppe Grindaker A/S. Programm.
  • 13.9.
    Berlin-Vortrag im Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften für die norwegische Architektengruppe NABU und die staatliche Baubehörde Statsbygg. Programm.
  • 5.-6.10.
    Führung von und Interview mit Frau Marit Christina Lie, Kulturredaktion, NRK-Fernsehen, über das neue Berlin und das Jüdische Museum.
  • 6.10.
    Führung durch den Reichstag und Berlins Kunstgalerien für Vertreter von Norwegens staatlichem Fond für Kunst im öffentlichen Raum.
  • 10.-14.11.
    Besuch des Institutes für Kulturstudien der Universität Oslo, Vorbereitung eines Berlin-Programms.
  • 7.12.
    Leitung der Abschluss-Sitzung des künstlerischen Gremiums für das kommunale Projekt Bekkelaget von Oslos Wasserwerken: Arne Nordheims Raumkomposition.

2002

  • 3.1.
    Interview zur Eröffnung von Berlins Alter Nationalgalerie mit dem Korrespondenten der Zeitung Aftenposten, Aasmund Willersrud.
  • 10.1.
    Rede zur Eröffnung der Ausstellung Rolf Nesch im Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften.
  • 16. und 24.1.
    Programmvorbereitung und Interview zur Berliner Wahl für das norwegische Fernsehen (NRK) mit dem Korrespondenten Ola Jonsrud.
  • 6.2. und 7.2.
    Vortrag ”Kunst in Norwegen nach dem 2. Weltkrieg”, Institut für Germanistik, nordistische Abteilung, Universität Bonn und Universität Münster.
  • 26.2.
    Zweites Treffen mit Dr. Eugen Blume in Hinblick auf das Ausstellungprojekt mit zeitgenössischer Kunst Nordeuropas 2003.
  • März:
    Programm-Planung für Berlin-Exkursionen von Stiftung Norsk Form (Woche 15), Leitungskurs für norwegische Kulturinstitutionen (Woche 16), und Kunstakademiet i Oslo (Woche 16 og 17).
  • Mitglied eines Evaluierungskomitees der Universität Oslo zur Beurteilung von Bewerbern für die Professorkompetenz in Kunstgeschichte.
  • Mitglied eines Evaluierungskomitees für die Kunsthochschulen zu Bergen.
  • Vorstandsmitglied des Nordischen Aquarellmuseums.
  • 5.3.
    Sitzung mit Professor Jochen Fischer, Frau Petra Schmidt vom Munch-Haus und der Künstlerin Liv Mette Larsen zu einem Austausch-Arrangement und Symposium für Kunststudenten der Universität Frankfurt und der Kunstakademie in Bergen.
  • 15.3.
    Vortrag für den ”Norske forening” in Berlin zu ”Kunsten og det fremmede”.
  • 4.4.
    Vortrag und Führung für eine Studiengruppe der Hochschule für Architektur, Oslo, unter Professor Jan Digerud.
  • 5.-7.4.
    Vorstandssitzung des Nordischen Aquarellmuseums in Helsinki.
  • 10.4.
    Mitarbeit an der Vorbereitung einer Ausstellung mit zeitgenössischen nordischen Künstlern in der Galerie Nothelfer.

Berlin, 15. April 2002

Jan Brockmann

 

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