Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Ostseegespräch: Benjamin Schaller 8.3.2016

  • Was Ostseegespräch
  • Wann 08.03.2016 von 20:00 bis 21:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo DOR 24, Raum 3.231 (Henrik Steffens)
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Die Forschungsgruppe Nordeuropäische Politik FOR:N lädt ein zum nächsten: Ostseegespräch

Benjamin Schaller

Das Narrativ vom Krieg in der Arktis

 

Das Abschmelzen der arktischen Eisdecke hat unter den Arktisanrainern einen regelrechten Wettlauf um die in der Arktis vermuteten großen Gas- und Ölvorkommen sowie über die Kontrolle lukrativer Handelsrouten ausgelöst. Die arktischen Staaten und insbesondere Russland versuchen deshalb ihre Interessen in der Region frühzeitig zu sichern und untermauern ihre Gebietsansprüche zunehmend auch militärisch. Dieses Narrativ einer offenbar unvermeidlichen militärischen Konfrontation im hohen Norden scheint sich mehr und mehr in den allgemeinen Sicherheitsdiskurs zur Zukunft der Region einzuschleichen - mit einer
Ausnahme: innerhalb der Arktis selbst. Was sind die Gründe hierfür und was ist dran am „Kalten Krieg in der Arktis“?

Diese und weitere Fragen wird Benjamin Schaller am 8. März gemeinsam mit uns diskutieren. Er promoviert seit November 2014 als Research Fellow am Centre for Peace Studies an der Arctic University of Norway in Tromsø und forscht dort zu Fragen arktischer Sicherheit, militärischer Kooperation und Vertrauensbildung. Zuvor absolvierte Schaller einen Master am Department for Peace & Conflict Research an der Uppsala University in Schweden sowie einen Magister in Politik- und Medienwissenschaft an der Universität Trier. Außerdem arbeitet er seit März 2015 als politischer Referent im Auswärtigen Amt und ist dort für den politisch-militärischen Teil des deutschen OSZE-Vorsitzprogramms 2016 zuständig.