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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Fachteil Sprachwissenschaft

„In meiner Forschung beschäftige ich mich mit Variation und Wandel vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ich bin überzeugt davon, dass die Struktur der Sprache besser verstanden werden kann, wenn wir wissen, wie sich Sprachen verändern. Genauso wie es einfacher ist zu sehen, wie verschiedene Teile eines Fahrrades verbunden sind, wenn wir die Pedale drehen, ist es einfacher zu sehen, wie Sprachen konstruiert sind, wenn Teile davon anfangen sich zu bewegen, was normalerweise auch anderswo Veränderungen auslöst.“ 

Muriel Norde

Das Kerninteresse der Sprachwissenschaft ist ein besseres Verständnis menschlicher Kommunikation und deren Entwicklung. Seit 2013 ist Muriel Norde Professorin für skandinavistische Linguistik am Nordeuropa-Institut.

Die Linguistik hat an der Humboldt-Universität eine lange Tradition und die Universität genießt in diesem Bereich ein außerordentlich hohes Ansehen. Kennzeichnend für ihre Forschungstätigkeit ist die Synthese von empirischer und theoretischer Linguistik. Dabei hat sie mehrere Schwerpunkte gesetzt, die sich sowohl mit großen historischen Zusammenhängen in der Entwicklung von Grammatik und Wortschatz als auch mit modernen Phänomenen des Sprachwandels auseinandersetzen. Hierbei versteht sie vor allem Sprachwandel nicht als etwas Negatives, sondern vielmehr als wichtigen Bestandteil natürlicher Sprachentwicklung, dessen Erforschung wissenschaftlich ergiebig und aufschlussreich ist. Besonders sichtbar wird dies in ihren umfangreichen Arbeiten zur Wortbildung in den germanischen Sprachen. Aufgrund ihrer breiten Forschungsinteressen ist sie sowohl innerhalb als auch außerhalb der Humboldt-Universität bestens vernetzt und bindet das Nordeuropa-Institut in ein international führendes Forschungsumfeld ein.

Die Ausbildung der Studierenden profitiert umfangreich von Muriel Nordes Forschung und Vernetzung. Aktuelle Forschungsergebnisse sind prominenter Bestandteil der Lehre und sollen Studierende dazu anregen, bereits im Bachelorstudium eigene Themen und Fragestellungen in Haus- und Abschlussarbeiten zu erforschen. Über all das kommen die Grundlagen der allgemeinen und vergleichenden Sprachwissenschaften nicht zu kurz. Ein Studium am Nordeuropa-Institut mit linguistischem Schwerpunkt ermöglicht also auch eine Spezialisierung in den Bereichen der Korpuslinguistik, der historischen und der vergleichenden Sprachwissenschaft.