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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Wissenschaftliche Projekte

 
 
 

 

EU-Projekt The Baltic Sea Area Studies:
Northern Dimension of Europe (BaltSeaNet)

Das EU-Projekt The Baltic Sea Area Studies: Northern Dimension of Europe blickt nun schon auf drei Jahre der insgesamt vierjährigen Laufzeit zurück. Neben der großen logistischen Aufgabe der Wissenschaftlermobilisierung rund um die Ostsee hat das Projekt die inhaltliche Arbeit weiter vertieft. Im dritten Jahr wurde Aufgabe Determinierung und Evaluation der die regionalen Entwicklungen beeinflussenden Faktoren abgeschlossen. In einem Workshop in Gdansk (Oktober 2003) zum Thema Energieressourcen, Energiepolitik und Demokratieentwicklung in der Ostseeregion wurde an diesen wissenschaftlichen Zielsetzungen gearbeitet.  
BaltSeaNet

Die Wissenschaftlermobilität steht im Zentrum der Projektphilosophie. Die young researchers können dabei nicht in ihrem Heimatland bleiben, sondern müssen sich für mehrere Jahre an eine oder mehrere der Partneruniversitäten begeben. Sie werden vor Ort voll in die Strukturen der Gastinstitution integriert und erwerben so neben Sprachkenntnissen auch Kompetenzen für den Umgang mit fremden wissenschaftlichen Milieus. Nach drei Jahren sind nunmehr ca. 30 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Forschungsarbeit an einer der Partneruniversitäten eingebunden.

Mit den weiteren Veranstaltungen des Konferenzprojekts The Baltic Sea Region 2010 wurde ein zweites Ziel – die Schulung des wissenschaftlichen Nachwuchses – realisiert.

Inhaltliches Ziel des Projektes ist es, innerhalb eines interdisziplinären Forschungsnetzwerks den vielschichtigen Charakter der Prozesse zu analysieren, die zur Entwicklung der Ostsee-Region beitragen. In insgesamt drei Themenbereichen – Identität, Institutionen, Transformation – sollen die Bedingungen für die weitere Entwicklung der Ostsee-Region untersucht werden.

Nach den eher übergreifenden Fragen zur Definition der Ostseeregion, der nordischen und europäischen Identität und der Implementierung einer Wissensgesellschaft rund um die Ostsee als gemeinsames Vorhaben, die im ersten Projektjahr im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Austausches standen, und nach den spezifischeren Themen über die positiven wie negativen Seiten der sich vergrößernden EU und dem wachsenden Einfluss der atlantischen Dimension im zweiten Jahr wurde im zurückliegenden Berichtszeitraum zu den Themen Energieressourcen, Energiepolitik und Demokratieentwicklung in der Ostseeregion gearbeitet. U. a. wurde dazu am 22. Oktober 2003 ein Workshop an der Universität Gdansk (Polen) veranstaltet. Dort wurde über Energiepolitik und Demokratieentwicklung in der Ostseeregion diskutiert. So haben zwei junge Projektmitarbeiter Beispiele aus ihren Heimatländern Polen und Finnland präsentiert. Ein Working Paper mit den Vorträgen des Workshops wird Anfang 2004 erscheinen.

Im vergangenen Jahr sind erschienen:

  • Andres Juhkam: Interest Rate Risk Management In Non-Financial Corporations: Estonian Evidence. Working Paper No 7, Berlin/Gdansk 2003
  • Fabrizio Tassinari (ed.): The Baltic Sea Region in the European Union: Reflections on Identity, Soft-Security and Marginality. Working Paper No 8, Berlin/Gdansk 2003
  • Indira Dupuis: Journalism in Post-comunist Latvia: A Profession in Transition. Working Paper No 9, Berlin/Gdansk 2003
  • Mindaugas Jurkynas: Political and Social Conflicts in Lithuania: Searching for the Left/Right Dimension and Cleavages. Working Paper No 10, Berlin/Gdansk 2003 [im Druck]

Alle bisher veröffentlichten Schriften finden sich unter:
http://www2.hu-berlin.de/skan/institut/jahresberichte/jb2002/bseanet_2002_html

Die Koordination des gesamten Projekts liegt beim Nordeuropa-Institut. Projektleiter ist Prof. Dr. Bernd Henningsen. Weitere Partner des Projekts sind: Södertörns Högskola Stockholm (Schweden), Universität Kopenhagen (Dänemark), Universität Vilnius (Litauen), Universität Gdansk (Polen), Universität Helsinki (Finnland), Universität Tartu (Estland) und die Universität Lettlands in Riga (Lettland).

Als Projektadministratorin arbeitet Sigita Baronaite. Doktoranden in Berlin waren/sind Mindaugas Jurkynas (Vilnius, Oktober 2002–Juni 2004) und Marta Reuter (Stockholm, Oktober 2002–November 2003). Als studentische Hilfskraft arbeitet Yuliya Larycheva in diesem Projekt. Telefonisch ist das Projekt unter +49-[0]30-2093-5322 zu erreichen. Weitere Informationen:
www2.hu-berlin.de/BaltSeaNet