Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Forschungsgruppen und Veranstaltungen unter Beteiligung des Institutes

 
 
 

 


Jurij Kusmenko war gemeinsam mit Prof. Dr. Sture Ureland Koorganisator für das 6th Eurolinguistic Symposium: Migration of European languages and cultures — From the Russian rivers to the North Atlantic. Die Konferenz fand vom 16.–18. September in Uppsala statt. Kooperationspartner für die Konferenz waren der Eurolinguistische Arbeitskreis Mannheim (ELAMA), das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin, The Baltic University Programme/Östersjöprogrammet Uppsala (BPU), Språk- och Folkminnesinstitutet Uppsala (SOFI) und Seminariet för nordisk namnforskning (Uppsala).


Prof. Dr. Marika Tandefelt (Svenska Handelshögskolan Helsinki) hielt vom 11.-18. Juni einen Intensivkurs zum Thema Svenskan i Finland — en lång historia ab. Der Kurs wurde mit Mitteln des CIMO finanziert .


Das Nordeuropa-Institut ist seit Sommer 2003 assoziiertes Mitglied der Georg-Brandes-Forskerskolen Kopenhagen. Die Forscherschule ist ein auf fünf Jahre bewilligtes Programm für DoktorandInnen unter der Leitung von Pil Dahlerup. Sein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den skandinavischen Literaturen unter besonderer Berücksichtigung neuerer theoretischer, aber auch editionsphilologischer Fragestellungen.


Im Rahmen des Forschungsprojekts Kulturelle Differenzierungen von Gesundheit und Krankheit in Wohlfahrtsstaaten fand vom 17.–18. November ein Symposium am Nordeuropa-Institut statt. Dazu konnten Teilnehmende verschiedener schwedischer Wissenschaftseinrichtungen begrüßt werden: Magdalena Bengtsson-Levin, Kristina Engwall, Christina Jansson, Mads Julius Elf, Henrik Karlsson, Ann-Sofie Ohlander und Marie Öhman. Außerdem kamen Teilnehmende deutscher Forschungseinrichtungen: Anne Brümmer (Kiel), Susanne Kreutzer (Hannover), Stephan Michael Schröder (Köln) und Katharina Woellert (Hamburg).


 

Visuell akt och nakenhet i Norden kring 1900 — Akt und Nacktheit in Skandinavien um 1900

Als Beitrag zur Einführung der Geschlechter-, Männlichkeits- und Queerforschung in die skandinavische Kunstwissenschaft versteht sich das 2004 von drei DoktorandInnen aus Berlin (Lill-Ann Körber), Stockholm und Oslo initiierte ForscherInnennetzwerk Akt und Nacktheit in Skandinavien um 1900. Anhand des Genres ‚Akt’ soll untersucht werden, wie Bilder und Kunstgeschichtsschreibung in den skandinavischen Ländern um 1900 Körper, Geschlecht und Sexualität inszenieren und produzieren. Im Zentrum stehen Künstler und Künstlerinnen wie Astri Welhaven-Heiberg, Edvard Munch, Thorvald Erichsen (N), Eugène Jansson, J.A.G. Acke, Anders Zorn (S), J.F. Willumsen, PS Krøyer (DK) sowie Beda Stjernschanzt, Ellen Thesleff und Magnus Enckell (FIN). Das Projekt erhält eine Anschubfinanzierung vom Nordisk institutt for kvinne- og kjønnsforskning (NIKK, Nordisches Institut für Frauen- und Geschlechterforschung). Das erste Treffen fand am 16./17. September am Kunsthistorischen Institut der Universität Stockholm unter Beteiligung von WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Norwegen, Schweden und Finnland statt. Erste Ergebnisse werden in einer Doppelnummer der am Kunstwissenschaftlichen Institut der Universität Uppsala herausgegebenen Zeitschrift Valör im Sommer/Herbst 2006 veröffentlicht. Darüber hinaus ist eine Publikation bei Norstedts akademiska förlag geplant.


Konferenz Nordistik utanför Norden

Vom 3. bis 5. November fand an der Universität Vilnius die Konferenz Nordistik utanför Norden statt. Initiiert war die Konferenz von Erika Sausverde (Vilnius) und Jurij Kusmenko. Sie wurde arrangiert von Skandinavistikos Katedra der Universität Vilnius in Zusammenarbeit mit Samarbejdsnævnet for Nordenundervisning i udlandet (SNU). Zu der Konferenz kamen Nordisten aus der ganzen Welt, um gemeinsam die Frage zu diskutieren: Welches Ziel hat das Studium der Sprachen, Literaturen und Kulturen der nordischen Länder? Trotz des nordischen Fokus' bildete die Stadt Bologna die Hauptrolle auf der Konferenz, was dem gleichnamigen Prozess geschuldet ist, der zu einer Standardisierung der akademischen Grade führt und damit die Mobilität der Studierenden zwischen europäischen Universitäten erhöhen soll. Es wurde verschiedentlich hervorgehoben, dass dies gerade für „kleinere” Fächer der Sprach- und Kulturwissenschaft von Vorteil sein kann.


Kulturhus Berlin

Im Jahr 2004 wurde auf Initiative von Absolvent/inn/en des Nordeuropa-Instituts das Kulturhus Berlin. Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e. V. gegründet. Das Kulturhus Berlin fördert seit über einem Jahr als unabhängiger Akteur den Austausch zwischen Nordeuropa und Deutschland. Dabei ist es in drei Bereichen aktiv. Bildungs- und Informationsangebote werden bereitgestellt, wissenschaftliche Ansätze werden vermittelt sowie Kulturveranstaltungen durchgeführt, die die Präsenz Nordeuropas in Berlin akzentuieren.

Anlässlich des H.-C.-Andersen-Jahres 2005 wurde das gesamte Jahr ein spezieller Stadtrundgang zu seiner Person und seinem Bezug zu Berlin von Undine Zimmer und Jan-Gunnar Franke angeboten. Das Jahr startete mit zwei Lesungen, eine Lesung lehnte sich ebenfalls an das Werk des Dichters an. Gelesen wurde für Kinder von Ilka Sonntag Die Nachtigall mit musikalischer Begleitung von Michael Waterstradt an seinem Kontrabass. In Zusammenarbeit mit der LiteraturWERKstatt Berlin konnte zu einer Lesung mit dem jungen schwedischen Autor Jonas Hassen Khemiri, der aus seinem Roman Ett öga rött las, geladen werden.

Im Felleshus der Nordischen Botschaften fand im Dezember 2005 die Auftaktveranstaltung für den skandinavischen Filmklub mit einer Nachmittagsvorstellung für Kinder und einer abendlichen Filmvorführung von Babettes Gæstebud, nach einer Erzählung von Karen Blixen, für Erwachsene statt. Der Nordische Filmklub ist eine Initiative des Fördervereins des Kulturhus Berlin und der Nordischen Botschaften und zeigt in etwa dreiwöchentlichem Abstand Filme aus und über Nordeuropa.

Ebenfalls im Dezember veranstaltete das Kulturhus, gemeinsam mit der Buchhandlung Nordlichthus, eine Lesung mit dem dänischen Autor Peter Adolphsen. Gelesen wurde aus dem neuen, aktuell ins Deutsche übersetzten Roman Brummstein. Sophie Wennerscheid übernahm die Moderation sowie den Vortrag der deutschen Übersetzung.

Einen weiteren Teil der Arbeit machte die Vorbereitung für eine internationale Konferenz zum Thema Bildung in Skandinavien und Deutschland aus sowie die Planung eines musikalischen Abends zum Werk der Komponisten Grieg und Gade und den skandinavisch-deutschen Kulturkontakten. Im Jahr 2006 finden darüber hinaus in Anlehnung an vorherige Lesungen weitere literarische Veranstaltungen statt.

Weitere Informationen unter: Kulturhus Berlin