Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Forschungsgruppen und Veranstaltungen unter Beteiligung des Institutes

 
 
 
Finnisch-Kurs | Georg-Brandes-Forskerskolen Kopenhagen | Verdenslitteratur og Alteritet | Seminar om samisk språkvetenskap | Verleihung des internationalen Holberg-Gedenkpreises | Akt und Nacktheit in Skandinavien um 1900 | 7. Internationale Eurolinguistische Symposium | Konferenz: Das Germanische und das Nordische | Konferenz: Transnationale Erinnerungsorte | Symposion: Zur Kulturtheorie und Philosophie Ernst Cassirers |

 

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Im Sommersemester 2006 und im Wintersemester 2006/07 wurde jeweils ein Finnisch-Kurs von Eva Buchholz in das COVCELL-Projekt als Testkurs eingebunden, mit dem Ziel, die elektronische Lehrplattform Moodle für den Sprachunterricht weiterzuentwickeln.

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Das Nordeuropa-Institut ist seit Sommer 2003 assoziiertes Mitglied der Georg-Brandes-Forskerskolen Kopenhagen. Die Forscherschule ist ein vorläufig bis 2010 bewilligtes Programm für DoktorandInnen unter der Leitung von Pil Dahlerup. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf den skandinavischen Literaturen unter besonderer Berücksichtigung neuerer theoretischer, aber auch editionsphilologischer Fragestellungen. Lill-Ann Körber ist Vertreterin der assoziierten ausländischen Institute im Beirat der Forskerskole. Weitere Informationen unter:

www.phd.hum.ku.dk/Cultlitart

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Am 27. April fand ein Seminar Verdenslitteratur og Alteritet mit Teilnehmenden des Institutt for litteratur, områdestudier og europeiske språk Oslo und Teil-nehmenden des Projekts Alterität der Literatur – Literatur der Alterität Berlin statt. Neben der gegenseitigen Vorstellung der Institute und Forschungsprojekte wurden folgende Vorträge gehalten:

  • Ragnhild Reinton: Om det fremmede i det fortrolige
  • Helge Jordheim: Endepunkt eller vendepunkt? – begrepet ‚verdenslitteratur’ mellom retorikk og hermeneutikk
  • Wolfgang Behschnitt: Invandrarlitteratur och nationallitteratur
  • Arne Melberg: Litterära vandringar mellan det egna och det främmande
  • Kirsten Wechsel: Farlige irritasjoner. Eksess og estetikk fra H.C. Andersen til Lars von Trier
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Vom 4.–5. Mai fand am Nordeuropa-Institut ein Seminar om samisk språkvetenskap statt, an dem Forscher aus Deutschland (Berlin, Leipzig), Norwegen (Tromsø, Kautokeino) und Schweden (Umeå) teilnahmen.
Die elf Vorträge behan-delten Themen der saamisch-nordischen Sprachkontaktforschung, der saamischen Soziolinguistik sowie der saamischen Grammatik und Sprachdokumentation. Das Seminar wurde organisiert von Tove Bull (Tromsø), Jurij Kusmenko und Michael Rießler (beide Berlin).

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VERLEIHUNG DES HOLBERG-PREISES AN JÜRGEN HABERMAS

Am 17. Januar sprach Jürgen Habermas in der Akademie der Künste über Das Sprachspiel verantwortlicher Urheberschaft. Probleme der Willlensfreiheit. Anlass war die Verleihung des internationalen Holberg-Gedenkpreises an Jürgen Habermas, die am 30. November 2005 in Holbergs Heimatstadt Bergen stattfand. Laudator auf beiden Veranstaltungen war Helge Høibraaten, Henrik-Steffens-Professor am Nordeuropa-Institut. Der hoch angesehene und ebenso dotierte Holberg-Preis wird an Forscher verliehen, die international herausragende Forschung im Bereich der Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Jura oder Theologie betrieben haben.
Die Berliner Veranstaltung wurde durch die Kgl. Norwegische Botschaft, das Nordeuropa-Institut und die Ludvig-Holberg-Gedenkstiftung durchgeführt.

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VISUELL AKT OCH NAKENHET I NORDEN KRING 1900 – AKT UND NACKTHEIT IN SKANDINAVIEN UM 1900

Als Beitrag zur Einführung der Geschlechter-, Männlichkeits- und Queerforschung in die skandinavische Kunstwissenschaft versteht sich das 2004 von drei DoktorandInnen aus Berlin (Lill-Ann Körber), Stockholm und Oslo initiierte ForscherInnennetzwerk Akt und Nacktheit in Skandinavien um 1900. Anhand des Genres ‚Akt’ soll untersucht werden, wie Bilder und Kunstgeschichtsschreibung in den skandinavischen Ländern um 1900 Körper, Geschlecht und Sexualität inszenieren und produzieren. Im Zentrum stehen Künstler und Künstlerinnen wie Astri Welhaven-Heiberg, Edvard Munch, Thorvald Erichsen (N), Eugène Jansson, J.A.G. Acke, Anders Zorn (S), J.F. Willumsen, PS Krøyer (DK) sowie Beda Stjernschanz, Ellen Thesleff und Magnus Enckell (FIN). Das Projekt erhielt eine Anschubfinanzierung vom Nordisk institutt for kvinne- og kjønnsforskning (NIKK, Nordisches Institut für Frauen- und Geschlechterforschung). Das zweite Treffen fand vom 11. 12. März am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Oslo unter Beteiligung von WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Norwegen, Schweden, den USA und Finnland statt. Erste Ergebnisse werden in einer Doppelnummer der am Kunstwissenschaftlichen Institut der Universität Uppsala herausgegebenen Zeitschrift Valör Anfang 2007 veröffentlicht.
Weitere Informationen:

http://home.chello.no/~akt1900/Akt1900/Hjem.html

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7TH INTERNATIONAL SYMPOSIUM ON EUROLINGUISTICS

Eurolinguistik ist eine neue, zum Ende des 20. Jahrhunderts entstandene sprachwissenschaftliche Forschungsrichtung mit einer überwiegend geografisch-kulturellen Perspektive. Ziel der Eurolinguistik ist die Kartierung der sprachlichen Struktur Europas vor einem sprachsoziologischen, sprachtypologischen, ethnischen und historischen Hintergrund. Im Mittelpunkt eurolinguistischer Forschung steht die Untersuchung verschiedener Aspekte der Verbindung zwischen den Völkern und Sprachen Europas, ihrer Zugehörigkeit zu politischen und ökonomischen Gruppierungen und ihren Interaktionen.
Das 7. Internationale Eurolinguistische Symposium unter dem Schwerpunkt Migration, Contact and Linguistic Areas – Euro-Atlantic and Euro-Asian Aspects, das vom 6.–7. Oktober am Nordeuropa-Institut stattfand, versammelte mehr als 30 Wissenschaftler aus Europa und Nordamerika.
Das Symposium wurde organsisiert von Sture P. Ureland (Mannheim), Jurij Kusmenko, Michael Rießler und Jan-Peer Hartmann (alle Berlin).

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DAS GERMANISCHE UND DAS NORDISCHE IM SPANNUNGSFELD VON RELIGION, WISSENSCHAFT UND POLITISCHER WELTANSCHAUUNG – EIN DEUTSCH-SKANDINAVISCHES KOLLOQUIUM

Vom 2.–4. November fand am Nordeuropa-Institut sowie im Felleshus der Nordischen Botschaften eine von Stefanie von Schnurbein und Helge Høibraaten veranstaltete Konferenz unter dem Titel Das Germanische und das Nordische im Spannungsfeld von Religion, Wissenschaft und politischer Weltanschauung – ein deutsch-skandinavisches Kolloquium statt. Den Auftakt zu der zweitätigen Konferenz bildete die Henrik-Steffens-Vorlesung Terje Emberlands am Nordeuropa-Institut zum Thema Neither Hitler nor Quisling: Radical neo-pagan national socialism in Norway 1933–1945, die darüber hinaus auch in die Reihe des forum NORDEUROPA aufgenommen wurde. Folgende Vorträge wurden gehalten:

  • Mette Buchardt: Religion and identity politics
  • Uwe Englert: Erfand Doktor Stockmann den Holocaust? Mögliche Verbindungslinien zwischen Ibsen und Hitler
  • Helge Høibraaten: Ibsens ‚Kaiser und Galiäer’, das Römische und das Germanische und Hitler (anlässlich des Buches von Steven Sage)
  • Matthew Kott: The scientific and political ideas of a Nordic-Baltic race in interwar Latvia • Bernd Henningsen: Eric Voegelins ‚Rasse und Staat’
  • Luitgard Löw: Die Felsbilder Bohusläns und die Laienforschung der 1920er/1930er Jahre unter Berücksichtigung von Herman Wirths Arbeiten
  • Sønke Myrda: Sittlichkeit und Sünde. Popularisierung der ‚Germanischen Frau’ bei Gustav Neckel und Bernhard Kummer
  • Annika Naumann: ‚Germanisches’ Formbewusstsein in der Wissenschaft. Andreas Heusler und das ‚germanische Altertum’
  • Stefanie von Schnurbein: Neugermanisches Heidentum im Spannungsfeld von Religion, Wissenschaft und politischer Weltanschauung
  • Justus H. Ulbricht: Religion nach dem ‚Tode Gottes’. Soziale und glaubensgeschichtliche Voraussetzungen neuer Religiosität in der Moderne
  • Ingo Wiwjorra: Neuheidnische Motivationen bei deutschen Altertumsforschern
  • Julia Zernack: ‚Die Jugend ruft die Götter auf …’ – Nordische Mythen in der deutschen Literatur (am Beispiel des George-Kreises)

Weitere TeilnehmerInnen waren: Richard Faber (Berlin), Veronika Gerber (Ber-lin), Gregor Hufenreuter (Berlin), Nikola Karcher (Oslo), Uwe Puschner (Berlin), Thomas Mohnike (Freiburg), Debora Dusse (Frankfurt), Katja Schulz (Frankfurt).

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TRANSNATIONALE ERINNERUNGSORTE. NORD- UND SÜDEUROPÄISCHE PERSPEKTIVEN

Vom 12.–14. Oktober fand die internationale Konferenz Transnationale Erinnerungsorte. Nord- und südeuropäische Perspektiven statt. Veranstalter waren das Nordeuropa-Institut und das Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und der Kgl. Dänischen Botschaft Berlin.
Im Gegensatz zu den bislang vor allem national ausgerichteten Konzepten der lieux de mémoire ging es dieser Konferenz um transnationale Erinnerungsorte, solche Erinnerungsorte also, die über die Grenzen einer Nationalgesellschaft hinausreichen und auf diese Weise zur erinnerungskulturellen Verflechtung von Regionen oder Räumen beitragen. Ziel war es, nord- und südeuropäische Perspektiven, konkret die Ostseeregion und den Mittelmeerraum, einander vergleichend gegenüberzustellen und sich dabei auf solche transnationalen Erinnerungsorte zu konzentrieren, die nicht nur metaphorisch sind, sondern einen konkret-räumlichen Bezug haben. Es ging also um ein verräumlicht-territoriales Konzept der Repräsentation und Symbolisierung, ermittelt über Gedächtnisorte und Denkmäler, und um die Funktion transnationaler Erinnerungsorte für die Bildung von Regionen. Angestrebt wird daher eine thematische, keine nationale oder regionale Gliederung von Erinnerungsorten.

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SYMPOSIUM ZUR KULTURTHEORIE UND PHILOSOPHIE ERNST CASSIRERS

Am 14. Dezember fand anlässlich des Erscheinens des Buches "Ernst Cassirer. The Swedish Years" von Jonas Hansson und Svante Nordin ein Symposion "Zur Kulturtheorie und Philosophie Ernst Cassirers" statt. Veranstalter waren Bernd Henningsen und John Michael Krois vom Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach einer Begrüßung durch Bernd Henningsen präsentierte John Michael Krois das Buch. In Vorträgen zu "Cassirer und Thorild" uns zu "Cassirer's work on Basisphänome" stellten anschließend die Autoren des Buches Svante Nordin und Jonas Hansson, beide vom Institut für Wissenschafts- und I-deengeschichte der Universität Lund, einzelne Aspekte ihrer Forschungen vor. Das Symposion endete mit einem Vortrag von Oswald Schwemmer vom Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin über "Cassirer und die zwei Kulturen" sowie einem kleinen Empfang. Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung durch die schwedische Botschaft Berlin statt.

 

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