Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Wissenschaftliche Projekte

 

The Realm of Norway and its Dependencies c. 1270-1400

Das vom Norwegischen Forschungsrat geförderte, in Trondheim angesiedelte Projekt widmet sich aus transnationaler Perspektive dem Aufkommen und Bestehen des sogenannten Norwegischen Reiches mit seinen abhängigen Regionen (Norgesveldet) ab der Mitte des 13. Jahrhunderts. In einem gemeinsamen Buchprojekt, das im Jahr 2014 abgeschlossen werden soll, verfolgen Steinar Imsen (Trondheim, Projektleitung), Randi Wørdahl (Trondheim), Magne Njåstad (Trondheim), Ian Grohse (Trondheim), Helgi Þorláksson (Reykjavík), Jón Viðar Sigurðsson (Oslo), Eldbjørg Haug (Bergen) sowie aus dem Nordeuropa-Institut Lena Rohrbach Fragen nach den Bedingungen und Spezifika des Norgesveldet. Neben einer grundlegenden Einführung in die generelle Struktur des Norgesveldet wird die Bedeutung der Kirche und der unter König Magnús lagabætir erlassenen Gesetze für den Zusammenhalt des politischen Gebildes ebenso beleuchtet wie Bemühungen, den regionalen Unterschieden und Bedürfnissen gerecht zu werden. Durch das gesamte Buch hinweg wird dabei unter anderem der Rolle der Schriftlichkeit, der Ausbildung von Eliten und der Bildung von Netzwerken nachgegangen. Geographisch werden im Rahmen des Buchprojektes vor allem Island, Shetland und die Orkneys, die Nordkalotte und Jämtland behandelt. Im Rahmen dieses Buchprojektes ist Lena Rohrbach als Autorin für das Kapitel »The Norwegian Realm as Community of Law« zuständig.
Das Buchprojekt begleitend, finden jährlich Konferenzen statt, zu denen externe Beitragende eingeladen werden. Im August 2011 fand eine Tagung zum Thema »The Role of the Church in the Realm of Norway« in der Snorrastofa in Reykholt/Island statt, zu der auch externe Beitragende eingeladen waren. Vom Nordeuropa-Institut nahm Ian Beuermann an der Veranstaltung teil. Die Vorträge erscheinen in absehbarer Zeit in der Reihe »Norgesveldet Occasional Papers«. 2012 soll eine weitere Konferenz in Kopenhagen folgen.