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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Humboldt-Universität zu Berlin | Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät | Nordeuropa-Institut | STUDIUM | KVV | ss99 | Nordeuropa-Institut: Lehrveranstaltungen Ältere Skandinavistik SS 1999

Ältere Skandinavistik
Lehrveranstaltungen Sommersemester 1999


Skandinavische Geschichtsschreibung im Mittelalter

Hartmut Röhn

VL 07 253

Di 16–18

MOS 104

Die Vorlesung wird das Entstehen und die Entfaltung der skandinavischen Geschichtsschreibung des Mittelalters darstellen – und zwar sowohl der norrönen (= norwegischen und isländischen) wie auch der dänischen und schwedischen Überlieferung – und zugleich eine Orientierung über wichtige Probleme der Gattung und Ergebnisse der Forschung bieten. Neben einer Interpretation ausgewählter Texte wird besonderes Gewicht auf die Entstehungsbedingungen der Gattung und gesamteuropäische Bezüge (Vorbilder, Einflüsse, Geschichtsbild u. ä.) gelegt.

Teilnahmevoraussetzungen: Die Vorlesung steht allen Studierenden offen.
Zur Vorbereitung geeignet: Siehe Literatur zum Hauptseminar!


Einführung in die altisländische Sprache

Hartmut Röhn

SP 07 254

Mi 09–12

MOS 103

In diesem Kurs soll die Fähigkeit zur Lektüre leichterer altisländischer Prosatexte entwickelt werden. Er wird die dazu erforderlichen grammatischen und sprachhistorischen Kenntnisse vermitteln, aber auch in die Handhabung der wichtigsten Hilfsmittel (Glossare, Wörterbücher, Grammatiken) einführen, um so die selbständige Lektüre von Texten leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrades zu ermöglichen. – Als Übungstexte lesen wir Auszüge aus leichteren Texten verschiedener Prosagattungen (s. u.).

Arbeitsgrundlagen: Übungstexte (werden vervielfältigt zur Verfügung gestellt) – Hartmut Röhn: Erläuterungen zur Grammatik des Altisländischen, Berlin 41997 (Typoskriptdruck). - F. Ranke/D. Hofmann, Altnordisches Elementarbuch. Berlin 1967 (u. ö.), [Slg. Göschen] – (auch als Ausleihexemplar in der Bibliothek vorhanden).


Flateyjarbók

Julia Zernack

GK 07 255

Fr 10–12

MOS 101

Die spätmittelalterliche isländische Sammelhandschrift Flateyjarbók wird vor allem als paläographische Kostbarkeit und als zuverlässiger Überlieferungsträger für ältere Texte geschätzt. Als Literaturdenkmal, das selbst in bestimmten historischen Zusammenhängen steht, wird der Codex dagegen eher selten gewürdigt. Er enthält eine Kompilation von Konungasögur, in die zahlreiche weitere Texte eingearbeitet sind, und eben dieses Problem der Kompilation soll im Mittelpunkt des Kurses stehen. Wir werden uns mit dem Aufbau der Handschrift vertraut machen und ausgewählte Passagen gemeinsam lesen, um so der Arbeitsweise der Kompilatoren auf die Spur zu kommen. Eine solche exemplarische Betrachtung der Flateyjarbók ist geeignet, charakteristische Aspekte mittelalterlicher Textualität in den Blick zu rücken.

Teilnahmevoraussetzungen: Altisländisch-Kenntnisse; Bereitschaft, längere Texte in altisländischer Sprache vorzubereiten; Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Mitarbeit, Übernahme eines Referats, Ausarbeitung einer schriftlichen Hausarbeit


Historiographische Texte des 12. und 13. Jahrhunderts

Hartmut Röhn

HS 07 256

Mi 14–16

MOS 104

Das Seminar wird den Anfängen der mittelalterlichen skandinavischen Geschichtsschreibung nachgehen, d. h., Texte aus dem 12. und dem frühen 13. Jahrhundert behandeln. Aus dem westnordischen Bereich kommen dafür v. a. Ari Þorgilsson, die Texte aus dem Umkreis des isländischen Klosters þingeyrar und die sog. "norwegischen Übersichtswerke" (Theodoricus, Historia Norwegiæ, Ágrip) in Betracht, aus dem ostnordischen Umkreis v. a. Ælnoth, die dänische Annalistik und Saxo. Das Interesse gilt hauptsächlich den Darstellungsformen, Fragen des Geschichtsbildes und möglichen Einflüssen kontinentaleuropäischer Vorbilder und Vorstellungen. Eine Corpusabgrenzung und die Auswahl der vorrangig zu bearbeitenden Schwerpunkte wird sich wesentlich an der Größe der Gruppe und den Interessen der Teilnehmenden orientieren, ein Vorschlag für eine mögliche Planung wird in der ersten Sitzung verteilt.

Teilnahmevoraussetzungen und -hinweise: Abgeschlossenes Grundstudium, hinreichende Altisländischkenntnisse. – Wer bereits vor Beginn des Semesters mit der Arbeit an einem Referat beginnen möchte (empfehlenswert!), kann sich mit mir in einer meiner Sprechstunden in Verbindung setzen.
Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme, Referat/Hausarbeit.
Zur Vorbereitung geeignet: Einführende Literatur: Maurice Keen: Mittelalterliche Geschichtsauffassungen. In: Propyläen-Geschichte der Literatur. Bd. 2: Die mittelalterliche Welt 600–1400. Berlin 1982, S. 124–142. – Andersson, Theodore M.: Kings' Sagas (Konungasögur). In: Clover, Carol J. and John Lindow: Old Norse-Icelandic Literature. A Critical Guide. Ithaca/London 1985, S. 197–238. – Gerd Wolfgang Weber: Intellegere historiam. Typological perspectives of Nordic prehistory (in Snorri, Saxo, Widukind and others). In: Kirsten Hastrup [...] (red.): Tradition og historieskrivning. Kilderne til Nordens ældste historie. Aarhus 1987 (= Acta Jutlandica LXIII:2).


Examenscolloquium

Hartmut Röhn

CO 07 257

Di 12–14

MOS 106

Das Colloquium wird hauptsächlich Fragen der Examensvorbereitung (Prüfungsordnungen und Formalia, Themenwahl- und abgrenzung, Material-/Literaturbeschaffung, Technik der Vorbereitung, Arbeitsweise, Methodik und dgl.) gewidmet sein. Daneben sollen auch aktuelle Examensarbeiten und Planungen/Konzepte für solche vorgestellt und diskutiert werden. Die Veranstaltung wendet sich nicht nur an kurz vor oder bereits im Examen stehende Studierende, sondern möchte ausdrücklich auch Studierende des Hauptstudiums rechtzeitig an die Examensphase heranführen.

Nach einigen vorbereitenden Sitzungen in den ersten Wochen des Semesters, die v. a. der Erörterung und Klärung organisatorischer und vorbereitender Schritte der Examensplanung dienen, wird die Hauptarbeit an einem Wochenendtermin gegen Ende des Semesters stattfinden. Diese Arbeitsform hat sich in voraufgehenden Colloquien mit ähnlicher Zielsetzung sehr bewährt.

Teilnahmevoraussetzungen: Das Colloquium richtet sich in erster Linie an Studierende in der Hauptstudiumsphase.


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