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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Ökonomien des Hungers – Stefanie von Schnurbein

OBS! Findet in den Nordischen Botschaften statt! Stefanie von Schnurbein über ihr jüngstes Buch, in dem es um Essen und Körper in der skandinavischen Literatur geht. Mit Frederike Felcht (Goethe-Universität Frankfurt a.M.), Saskia von Winterfeld und Clemens Räthel.
  • Ökonomien des Hungers – Stefanie von Schnurbein
  • 2019-04-16T18:00:00+02:00
  • 2019-04-16T20:00:00+02:00
  • OBS! Findet in den Nordischen Botschaften statt! Stefanie von Schnurbein über ihr jüngstes Buch, in dem es um Essen und Körper in der skandinavischen Literatur geht. Mit Frederike Felcht (Goethe-Universität Frankfurt a.M.), Saskia von Winterfeld und Clemens Räthel.
Was
  • Henrik-Steffens-Vorlesungen
  • Dag-Hammarskjöld-Vorlesungen
  • Öffentliche Veranstaltung
Wann 16.04.2019 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200) iCal
Wo Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstr. 1, Berlin-Tiergarten
Kontaktname

Ökonomien des Hungers – Essen und Körper in der skandinavischen Literatur 

Stefanie von Schnurbein
 ist Professorin für neuere skandinavische Literaturen und Direktorin des Nordeuropa-Instituts. Ihre Publikations- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Neueren skandinavischen Literaturen, der Geschlechterforschung, der Germanenideologie und der neuheidnischen Bewegungen.
Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.
20190416 hsv

Foto: Rett Rossi      

Warum erscheinen uns schlanke Menschen als attraktiv? Was hat Ernährung mit Religion zu tun? Und warum verschlingen wir Bücher, aber keine Filme?
 
Phänomene des Essens und des Hungers sind mit gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen verwoben. In ihrem neuen Buch Ökonomien des Hungers begibt sich Stefanie von Schnurbein auf eine fesselnde Spurensuche in der skandinavischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen bekannte Autorinnen und Autoren wie Henrik Ibsen, August Strindberg und Karen Blixen, aber auch heute weniger bekannte wie Fredrika Bremer und Victoria Benedictsson, die die internationale Literaturszene ihrer Zeit prägten. Stefanie von Schnurbein erzählt von festlichen literarischen Gelagen und Nahrungsverweigerung und deren Zusammenhang mit künstlerischer Autonomie, von weiblichen schlanken Körpern, die einem neuen Schönheitsideal entsprechen, aber doch ambivalent bleiben, von Hunger-Künstlern und Lebenshunger und davon, wie Ernährung zur neuen Religion wird. In der Umbruchszeit der beginnenden Moderne entstehen neue Umgangsweisen mit Essen und Hunger, die auch die Gegenwart prägen. Die literarischen Texte ermöglichen daher einen neuen und frischen Blick auf das Verhältnis von Essen, Körper und Identität.
All dies geschieht im Gespräch der Autorin mit Prof. Dr. Frederike Felcht (Universität Frankfurt a.M.), die ebenfalls zu Phänomenen des Hungers in der Literatur forscht. Die literarischen Texte selbst kommen mit Hilfe der Schauspielerin Saskia von Winterfeld zu Wort. Es moderiert Dr. Clemens Räthel (Nordeuropa-Institut).
Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit der Dag-Hammarsköld und Henrik-Steffens-Professuren.