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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Dag-Hammarskjöld-Vorlesungen Wintersemester 2011/12

 
 

Die Vorlesungsreihe wird von der vom Jubiläumsfond der schwedischen Reichsbank finanzierten Dag-Hammarskjöld-Stiftungsprofessur veranstaltet. Seit Oktober 2011 hat sie der schwedische Literaturwissenschaftler Aris Fioretos inne.

In dieser Vorlesungsreihe werden der Dag-Hammarskjöld-Professor sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schweden (aber auch Dänemark, Finnland und Norwegen) unter dem übergreifenden Thema Austausche über letzte Dinge, und andere unterschiedlichste Inhalte präsentieren (in Deutsch, Englisch, Schwedisch und anderen skandinavischen Sprachen).

Die Vorlesungen werden auch auf Plakaten und über E-Mail angekündigt. Um im E-Mail-Verteiler aufgenommen zu werden, kann man sich wenden an:

Ruth Scherer ruth.scherercms.hu-berlin.de
oder  
Aris Fioretos aris.fioretos@rz.hu-berlin.de

Die Veranstaltungen finden, falls nicht anders angekündigt, am Nordeuropa-Institut, Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin, Haus 3, 1. Etage, Raum 3.134 (Georg Brandes) jeweils montags von 18-20 Uhr c.t. statt.

 

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31.10.2011
18-20 Uhr c.t.

Ulrike Draesner

Utbyten om yttersta ting, och andra

Zu Gast ist dieses Mal Ulrike Draesner, die unter dem Titel "Synger med fyll styrke" über Brechts Zeit in Dänemark sprechen wird. Draesner wird dabei einen Gedichtzyklus vorstellen, der sich mit Brechts Exil in Dänemark und seinem Verhältnis zu Ruth Berlau befasst.

Thematisiert werden die Wahrnehmungen von Sprache und Landschaft, das Ankommen und Fremdbleiben, das Wandern und Flüchten, den Norden als Versprechen und Fremdheit. Mit Fragen nach Landschaft und Wahrnehmung wird es anhand von Texten, die sich auf Schweden, Finnland und Norwegen beziehen, weitergehen.

Ulrike Draesner, geboren 1962 in München, lebt als Romanautorin, Lyrikerin und Essayistin in Berlin. Ihr erstes Buch, "gedächtnisschleifen" (Gedichte), erschien 1995. Es folgten weitere Gedichtbände ("für die nacht geheuerte zellen", 2001, "kugelblitz", 2005, "berührte orte", 200 sowie Romane (u.a. Vorliebe, 2010) und Erzählungen (Hot Dogs, 2004). Als erste Preisträgerin erhielt sie 2002 den Preis der Literaturhäuser, der sowohl die Qualität des literarischen Oeuvres als auch seine Vermittlung und Präsentation ehrt. Draesner studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie, sie promovierte 1992.

Sie übersetzt Gedichte aus dem Englischen (u.a. Hilda Doolittle, "Heimliche Deutung", 2006, Louise Glück, "Averno" 2007 und "Wilde Iris", 2008, sowie die Radikalübersetzungen von Shakespearesonetten : "to change the subject", 2000) und war an verschiedenen intermedialen und on-line-Projekten beteiligt. Gast- und Poetikdozenturen u.a. in Kiel, Birmingham, Bamberg. Mehrfache Gastprofessuren am Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. Eine erste Sammlung von Essays erschien

2007 unter dem Titel "Schöne Frauen lesen". Im März 2011 legte Draesner einen neuen Band mit Erzählungen vor. "Richtig liegen. Geschichten in Paaren". Für ihr Werk erhielt die Prosaautorin und Dichterin zahlreiche Auszeichnungen.

Der Vortrag wird auf Schwedisch gehalten.

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07.11.2011
18-20 Uhr c.t.

 

Maike Albath

Der Geist von Turin. Die Gründung des italienischen Verlagshauses Einaudi

In Mussolinis Italien, im Schatten der Fabriken von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren in Turin ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben kritische Artikel, nahmen Verbannung und Gefängnis auf sich und fühlten sich als Avantgarde. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg und den Einaudi-Verlag kam jener Geist, der nach 1945 das Klima intellektueller Freiheit in Italien wesentlich geprägt hat. Maike Albath, die Italien kennt und liebt, beschwört in ihrem Buch die Stadt und die einmalige geistige Landschaft, in der diese stolze Episode aus Italiens jüngerer Geschichte ihren Lauf nahm.

Maike Albath, geboren 1966 in Braunschweig, lebt in Berlin. Sie hat mehrere Jahre in Turin und Padua gelebt und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der italienischen Gegenwartskultur. Ihre Arbeit als Literaturkritikerin wurde 2003 mit dem Alfred-Kerr-Preis belohnt.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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14.11.2011
18-20 Uhr c.t.

Helmut Böttiger

Dämonen verscheuchen. Die deutsche Literatur in der unmittelbaren Nachkriegszeit

Es gab keine "Stunde Null". Im Vordergrund des Vortrags steht die Kontinuität der handelnden Personen im Literaturbetrieb von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur frühen Bundesrublik unter Konrad Adenauer. Die dominanten Figuren von damals sind heute fast völlig vergessen. Daneben brauchte es recht lange, bis sich im Lauf der fünfziger Jahre eine atmosphärische Opposition herausbildete, vor allem die "Gruppe 47". Seitenblicke auf relevante Autoren wie Gottfried Benn, Ernst Jünger oder Arno Schmidt vervollständigen das Bild.

Helmut Böttiger, Dr. phil., geboren 1956 in Creglingen. Verantwortlicher Literaturredakteur u.a. bei der „Frankfurter Rundschau“. Seit 2002 freier Autor und Kritiker in Berlin. Veröffentlichungen u.a.: Ostzeit - Westzeit. Aufbrüche einer neuen Kultur. München 1996; Nach den Utopien. Ein Panorama der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Wien 2004; Celan am Meer. Hamburg 2006. Kurator der Ausstellung Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland 2009. Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik 1996. Gastprofessuren für Literaturkritik in Berlin und Göttingen.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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21.11.2011
18-20 Uhr c.t.

 

Jens Imig und Birgit Schlegel

ganz gestalten_gewerk

Das Wort gewerk wurde erstmals im Mittelhochdeutschen des 13. Jahrhunderts erwähnt:/

• Bezeichnung des Einzelnen, der mit anderen zusammenarbeitet/

• Einrichtung, die etwas in Bewegung setzt/

• Gesamtheit von Handwerksgenossen, Zunft/

• das Flechtwerk der Spinnen, der Zellenbau der Bienen/

• Stätte oder Anstalt, in der die Arbeit verrichtet wird

(Zitiert nach: Grimm, J. und W. – Deutsches Wörterbuch 1854 und Paul, H. – Deutsches Wörterbuch, 1897.)

Jens Imig & Birgit Schlegel erläutern ihre Idee der ganzheitlichen Gestaltung. In ihrer Arbeit setzen sie Texte, Bilder, Dinge und Medien für den öffentlichen Raum künstlerisch zusammen. Im Laufe des Vortrags sollen die komplexen Strukturen dieser Arbeit sichtbar gemacht und die Akteure vorgestellt werden.

 

Dipl.-Des. Birgit Schlegel

• Geboren 1961 in Santiago de Chile

• Studium der Verlagswirtschaft an der Fachhochschule für Druck Stuttgart

(heute Hochschule für Medien), Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH) (1994)

• Studium der Visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Grafik Design an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste), Diplom (1990), Meisterschüler (1991)

• Gründung des Gestaltungsbüros gewerk design mit Stefan Rothert und Jens Imig (1993); Verantwortlich für Ausstellungsgrafik und Corporate Design

• Seitdem Gestaltung der Ausstellungs- bzw. Printgrafik von ca. 100 Ausstellungsprojekten im musealen Bereich im In- und Ausland, Erscheinungsbilder und Konzeption/Realisation eigener Kulturprojekte.

 

Dipl.-Des. Jens Imig

• Geboren 1965 in Berlin

• Technischer Assistent an den Städtischen Bühnen Münster

• Studium der Visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Ausstellungsgestaltung an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste), Diplom (1991), Meisterschüler (1992)

• Gründung der Galerie Bergmannstraße 110 in Berlin

• Gründung des Gestaltungsbüros gewerk design mit Stefan Rothert und Birgit Schlegel (1993); Verantwortlicher Ausstellungsgestalter

• Seitdem Gestaltung der Ausstellungs- bzw. Printgrafik von ca. 100 Ausstellungsprojekten im musealen Bereich im In- und Ausland, Erscheinungsbilder und Konzeption/Realisation eigener Kulturprojekte

• verschiedene Lehrtätigkeiten, Workshops und Vorträge

 

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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28.11.2011
18-20 Uhr c.t.

Friederike Tappe-Hornbostel

Kulturen des Bruchs

Wir leben in einer Zeit des Sammelns, Bewahrens und Gedenkens, in der das kulturelle Erbe zum Fixstern unseres kulturellen Engagements und eine umfassende Erinnerungskultur zum Leitbild der Kulturwissenschaften geworden sind. Was sind die Gründe für unsere Memoria-Leidenschaft und welches die Ängste, die uns den Blick auf die Zukunft verdüstern? Lässt sich eine Kultur des Bruchs denken und legitimieren, die neue Perspektiven eröffnet? 
 

Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Göttingen und einem Referendariat in Kiel arbeitete Friederike Tappe-Hornbostel von 1989 bis 1994 als Lektorin des DAAD an der Universitat de Barcelona. Von 1995 bis 2000 war sie als Referentin für internationale Beziehungen für die Weimar 1999 Kulturstadt Europas GmbH tätig. Anschließend leitete sie zwei Jahre lang die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Gastspielorganisation  des Deutschen Nationaltheaters Weimar, bis sie im Oktober 2002 als Leiterin der Kommunikationsabteilung und Pressesprecherin zur Kulturstiftung des Bundes wechselte.

 

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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05.12.2011
18-20 Uhr c.t.

Antje Rávic Strubel

Kältere Schichten der Luft

In den Romanen "Kältere Schichten der Luft" und "Sturz der Tage in die Nacht" wird die schwedische Landschaft auf ganz unterschiedliche Weise literarisiert. Einmal wird sie als vorzivilisatorischer Sehnsuchtsraum beschrieben, als quasi-religiöser Ort der Erlösung von gesellschaftlich-ideologischen Prägungen. Zum anderen wird am Beispiel einer Vogelschutzinsel in der Ostsee die ethische Frage nach dem zerstörerischen Potential des Menschen gestellt. Die Landschaft wird hier zu einer außerzeitlichen Gegenwelt, sie wird als Natur begriffen, die der Natur des Menschen unabänderlich gegenübersteht.

Die Autorin wird aus ihren Romanen lesen und im Gespräch auf Naturbilder und Arbeitsweise eingehen.

Antje Rávic Strubel lebt als Autorin in Potsdam. Zu ihren Veröffentlichungen gehören u.a die Romane "Sturz der Tage in die Nacht" (S.Fischer 2011), "Kältere Schichten der Luft" (S.Fischer 2007), "Tupolew 134" (C.H.Beck 2004), "Fremd Gehen. Ein Nachtstück" (Mare 2002) und eine "Gebrauchsanweisung für Schweden" (Piper 2008). Sie übersetzte mehrere Bücher von Joan Didion ins Deutsche, u.a. "Wir erzählen uns Geschichten um zu leben" (Claassen, 2008) und "Blaue Stunden" (Claassen 2012).

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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12.12.2011
18-20 Uhr c.t.

Kristina Maidt-Zinke

Finnlandschwedische Biotope: Tove Jansson, die Helsingfors-Bohème des frühen 20. Jahrhunderts und ihre Nachwirkungen

Tove Jansson und die finnlandschwedische Bohème im frühen 20. Jahrhundert

Als Kinderbuchautorin und –illustratorin, als Erfinderin der „Mumins“ wurde Tove Jansson (1914-2001) weltberühmt. Ihr schriftstellerisches und bildnerisches OEuvre ist jedoch viel facettenreicher. Und es spiegelt wie kaum ein anderes die Mentalität und das Milieu der Finnlandschweden, deren Eigenart und Geschichte  für das Kulturleben Finnlands von besonderer Bedeutung sind.

Kristina Maidt-Zinke, in Bremen geboren, lebt in München. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Skandinavistik, unter anderem in Helsinki, und arbeitet für verschiedene Medien als Kulturjournalistin, Literaturkritikerin und Übersetzerin, vor allem aus dem Schwedischen.  

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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09.01.2012
18-20 Uhr c.t.

Annegret Heitmann

Touristische Natur: »för de som älska stillhet, andakt och frid bland nordens tysta tallar och furor«

Die Natur, die der Tourist, der Reisende der Moderne, aufsucht, wird durch sein Auftreten mit einer Ambivalenz behaftet. Während er Weite, Einsamkeit, Ursprünglichkeit und Unberührtheit sucht, verstellt seine bloße Anwesenheit eben diese Charakteristika. Je weiter er sich »off the beaten track« bewegt, d.h. auch Berge ersteigt und Ödland durchquert, desto mehr gefährdet seine Präsenz die Qualität des Gesuchten, vor allem da gesteigerte Einsamkeit erhöhten Hilfsmittelgebrauch und mediale Beglaubigungsstrategien erfordern. An Schriften des schwedischen Touristenvereins, sollen diese Tendenzen zwischen Naturverehrung und -aneignung, zwischen Bewahrung und Landnahme untersucht und aufgezeigt werden.

Annegret Heitmann: Studium der Nordistik, Anglistik und Pädagogik in Kiel und Kopenhagen. Promotion (1981) und Habilitation (1994) in Kiel. 1983–87 Lehrtätigkeit an der University of East Anglia in Norwich/England, 1987–94 wiss. Ass. an der Universität Kiel. Seit 1994 Professorin für Nordische Philologie an der LMU München. Buchpublikationen u.a.: Intermedialität im Durchbruch. Bildkunstreferenzen in der skandinavischen Literatur der frühen Moderne, 2003; (m. H. Eglinger): Landnahme. Anfangserzählungen in der skandinavischen Literatur um 1900, 2010. Aufsatzpublikationen zur skandinavischen Literatur der Moderne, zu Gender Studien, Medialität und Intermedialität, Autobiographik, Aphorismen und Anfangskonstellationen.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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16.01.2012
18-20 Uhr c.t.

Paul Berf

Die Arbeit als Literaturübersetzer aus dem Schwedischen

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23.01.2012
18-20 Uhr c.t.

Lothar Müller

Die Brücke. Herman Bang und seine deutschen Leser

Die Vorlesung handelt von der "Brücke", die S. Fischer seit dem späten 19. Jahrhundert nach Skandinavien schlug und über die nach der Jahrhundertwende der Däne Herman Bang sein deutsches Publikum fand - darunter Hugo von Hofmannsthal, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, Musil, Hermann Hesse, Klaus Mann und viele aus der ästhetischen Boheme Berlins. Aus Berlin kamen die Nachrufe,  die offen und ohne Häme seine Homosexualität ansprachen. Es wird nicht nur um die Bücher Bangs gehen, also die Romane und Erzählungen, sondern auch um seine Beiträge in deutschen Zeitschriften und das Theater.

Lothar Müller, geboren 1954 in Dortmund, ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Berlin und Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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30.01.2012
18-20 Uhr c.t.

Ulla Ekblad-Forsgren

Översättandets topografi

I hennes föredrag ska Ulla Ekblad-Forsgren ta upp ett historiskt perspektiv på översättande och diskutera skillnader mellan språk. Dessutom kommer hon att förklara skillnaderna mellan prosa, (sakprosa), poesi och dramatik – syftande på en fallstudie baserad på Mayröckeröversättning.

Ulla Ekblad-Forsgren, fil.mag, DIHR, DGA. Översättare och introduktör av tyskspråkig litteratur. Efter många år som marknadsekonom i Iran, Kenya Tyskland och Sverige bytte hon karriär och debuterade som översättare år 2000 med "Flyghundar" av Marcel Beyer; de senaste åren har UEF ägnat sig åt ett omfattande arbete med Friederike Mayröckers verk.

Der Vortrag wird auf Schwedisch gehalten.

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06.02.2012
18-20 Uhr c.t.

Thomas Sparr

Das Briefwerk von Nelly Sachs

Der Vortrag zeigt die veröffentlichen Briefe von Nelly Sachs und geht auf unveröffentlichte ein. Es ist ein Plädoyer für eine Neu- und Gesamtausgabe der Briefe der Dichterin.

Seit 2006 ist Dr. Thomas Sparr stellvertretender Verlagsleiter des Suhrkamp Verlags, im Jahr 2008 übernahm er zusätzlich den Posten eines der drei Geschäftsführer. Geboren in Hamburg, Deutschland, studierte er Literatur in Marburg und Hamburg, sowie an der Ecole Normale Supérieure in Paris. Später promovierte er über die Gattungsbestimmung des hermetischen Gedichts, ausgehend vom Werk Paul Celans.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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13.02.2012
18-20 Uhr c.t.

Markus Huss

Hinter schwedischen Sprachgittern: Peter Weiss in Stockholm

Im Vortrag wird die literatursprachliche Neuorientierung, aus dem Schwedischen ins Deutsche, bei Peter Weiss am Ende der 1940er Jahre untersucht. Mit Beispielen aus seinen literarischen und filmischen Werken soll gezeigt werden, dass Weiss' linguistisches Exilerlebnis konstitutiv für sein späteres literarisches Schaffen wirkt.

Markus Huss ist seit 2009 Doktorand im Fach Literaturwissenschaft an der Baltic and East European Graduate School, Södertörn Universität in Stockholm. Seine Dissertation setzt sich mit den frühen deutschsprachigen Schriften von Peter Weiss im Kontext des schwedischen Exils auseinander. Im Wintersemester 2011 unterrichtet er zudem im Rahmen des Blockseminars "Migrantische Literatur" and der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Deutsches Seminar/Skandinavistik) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Antje Wischmann

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.

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left.gif Archiv Dag-Hammarskjöld-Vorlesungen

 

 

Das Programm wird demnächst aktualisiert.

▼ Dag-Hammarskjöld-Vorlesungen

Seit 1. Oktober 2017 ist Herr Prof. Håkan Forsell  Inhaber der Dag-Hammarskjöld-Gastprofessur.

Die Vorlesungen finden in einem 14-tägigen Rhythmus statt und sind für alle Interesssierten offen.
Die Veranstaltungen finden, falls nicht anders angekündigt, am Nordeuropa-Institut, Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin, Haus 3, 1. Etage, in Raum 3.134 (Raum Georg Brandes) dienstags von 18-20 Uhr statt.

Die Vorlesungen werden auch auf Plakaten und über E-Mail angekündigt.
Um im E-Mail-Verteiler aufgenommen zu werden, kann man sich an Michelle Bahr wenden.