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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Veranstaltungen des Instituts

 
 
 

rightblue.gif Ringvorlesung: Geschichte, Politik und Kultur des Ostseeraums
rightblue.gif Ringvorlesung: 1809 und die Folgen
rightblue.gif Symposium Marianne Gullestad and the Social Anthropology of Norway
rightblue.gif Jörn Donner und Nils Erik Forsgård: 20 Jahre Mauerfall – Berlin gestern und heute
rightblue.gif Globalisierung, der Norden und Formen der Kunst
rightblue.gif Lange Nacht der Wissenschaften: Wo bitte geht’s nach Norden?
rightblue.gif Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten
rightblue.gif Energiesicherheit im Ostseeraum im 21. Jahrhundert
rightblue.gif Symposium Erzählerin und Erzieherin
rightblue.gif Konferenz Movements and Ideas of the Extreme Right in Europe: Positions and Continuity
rightblue.gif AbsolventInnenfeier im Felleshus der Nordischen Botschaften
rightblue.gif Henrik-Steffens-Vorlesungen
rightblue.gif Dag-Hammarskjöld-Vorlesung
rightblue.gif Mediävistische Vorlesungen

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Ringvorlesung: Geschichte, Politik und Kultur des Ostseeraums

Im Rahmen dieser im Wintersemester 2008/2009 von Jan Hecker-Stampehl und Bernd Henningsen veranstalteten Ring-Vorlesung wurden Geschichte, Politik und Kultur des Ostseeraums überblicks- und ausschnittartig vermittelt. In einem chronologischen Teil standen zunächst die zentralen historischen Entwicklungs¬linien im Vordergrund. Das Spektrum reichte von der Naturgeschichte der Ostsee über Wikinger- und Hansezeit, das schwedisch-dänische Mächteringen in der Frühen Neuzeit bis hin zur Rolle der Region im Kalten Krieg.
In der zweiten Hälfte des Programms ging es stärker um die spezielle Rolle ein-zelner Länder oder Subregionen, aktuelle Fragen der Ostseepolitik sowie um ausgewählte Aspekte der Musik-, Kunst- und Wissenschaftsgeschichte.
Die Vortragenden sind allesamt ausgewiesene Experten ihrer Gebiete und lehr(t)en an deutschen oder nordeuropäischen Universitäten. 2009 fanden folgende Veranstaltungen statt:

  • Stefan Troebst, Leipzig: Thalassische Kultur oder maritime Obsession? ›Meeresbewusstsein‹ und ›Meerespolitik‹ in Polen (7. Januar)
  • Hans Hecker, Köln: Zugang zum Meer? Drang nach Westen? Imperiale Ausdehnung? St. Petersburg, Moskau und die Ostsee vom 19. bis zum 21. Jahrhundert (14. Januar)
  • Bernd Henningsen, Berlin: Deutschland – ein Ostseeland? Politische, wirtschaftliche, kulturelle Ambitionen und Wirklichkeiten (21. Januar)
  • Matthias Müller, Mainz: Der Ostseeraum – ein Backstein(t)raum. Eine Architekturlandschaft zwischen historischer Realität und künstlerischer Vision (28. Januar)
  • Matthias Schneider, Greifswald: Kulturtransfer im Ostseeraum: Tastenmusik und Tastenspie-ler am ›Baltischen Seestrande‹ (4. Februar)
  • Hannes Saarinen, Helsinki: Wissenschafts- und Universitätskontakte zwischen Deutschland und dem nördlichen Ostseeraum im 18. und 19. Jahrhundert (11. Februar)
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Ringvorlesung: 1809 und die Folgen: Finnland, Schweden, Russland und der Wandel der (nord-)europäischen Staatenwelt

Im Februar 1808 überschritten russische Truppen die Grenze zu Finnland, das damals noch zu Schweden gehörte. Der Krieg war ein blutiger und brutaler Krieg und ging unter der Bezeichnung »Finska kriget« in die schwedische Historiographie ein. Der Finnische Krieg war Teil des gesamteuropäischen Phänomens der napoleonischen Kriege, und die geopolitischen Konsequenzen waren auch im Ostseeraum beträchtlich. Als im Herbst 1809 Frieden zwischen Schweden und Russland geschlossen wurde, beinhaltete dieser Friedensschluss in Hamina/Fredriks¬hamn den Übergang Finnlands von schwedischer in russische Herrschaft. Schweden verlor ein Viertel seiner Bevölkerung und ein Drittel seines Territoriums. Die Ereignisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts kann man als einen Teil der Entstehung des modernen Nordens betrachten, nicht zuletzt, weil die zwei großen nordischen Königreiche – Schweden und Dänemark – nun in vier kleinere staatliche Einheiten (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden) aufgeteilt wurden.
Diese Ereignisse stellten den Anlass dieser Ringvorlesung dar, in deren Rahmen Historiker aus Finnland, Schweden und Deutschland die Ereignisse im Norden und der Ostseeregion um 1808/1809 und die Folgen dieser »schwedischen Teilung« näher beleuchteten. Den Ausgangspunkt stellten die Ereignisse in und um Finnland in dieser Zeit dar, doch ging es auch um eine gesamteuropäische Verortung und um die Frage nach den Folgen dieser Ereignisse für Finnland, Schweden und Russland bis in die heutige Zeit. Dabei wurden auch Themen wie 1809 als Beginn finnischer Eigenstaatlichkeit aufgegriffen und Vergleiche zu anderen Teilen Russlands und zu Schweden angestellt.
Die Ringvorlesung wurde von Jan Hecker-Stampehl und Bernd Henningsen in Kooperation mit dem finnlandschwedischen Thinktank Magma. Finlands svenska tankesmedja und dessen Leiter Nils Erik Forsgård (2001–2004 Gastjuniorprofessor am Ostsee-Kolleg Berlin) veranstaltet.

  • Nils Erik Forsgård, Helsinki: Der finnische Krieg 1808–1809 – Hintergrund, Verlauf, Folgen (21. Oktober)
  • Max Engman, Turku: Ein langer Abschied. Finnland zwischen Schweden und Russland nach 1809 (28. oktober)
  • Kristian Gerner, Lund: »The East Sea lies to the west.« On the community of fate between Finland and Sweden (4. November)
  • Matti Klinge, Helsinki: Die Entstehung neuer Staaten in der Napoleonischen Zeit am Beispiel Finnlands (11. November)
  • Henrik Meinander, Helsinki: Buffer Zone or Political Subject? Finland between Sweden and Russia (18. November)
  • Horace Engdahl, Stockholm/Berlin: Das Standbild Gustafs III. vor, während und nach dem Finnischen Krieg 1808–1809 (25. November)
  • Jörg Hackmann, Szczecin: Polen und Finnland: Zwei Wege in der Geschichte des Zaren¬reiches (2. Dezember)
  • Robert Schweitzer, Lübeck: Kalevala, Fähnrich Stål und der »bürokratische Patriotismus«: (Über-)Lebenskräfte der Autonomie Finnlands in den Jahrzehnten nach 1809 (9. Dezember)
  • Torkel Jansson, Uppsala: Inwieweit haben sich Finnland und Schweden nach 1809 verloren? (16. Dezember)
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Symposium Marianne Gullestad and the Social Anthropology of Norway

Auf dem durch das Nordeuropa-Institut veranstalteten Symposium Marianne Gullestad and the Social Anthropology of Norway, am 16. Januar im Felleshus der Nordischen Botschaften stattfand, beleuchteten und reflektierten norwegische und deutsche Wiseenschaftlerinnen und Wissenschaftler Arbeit und Wirkung Marianne Gullestads.
Marianne Gullestad (1946–2008) hat mit einer Reihe von Untersuchungen, die mindestens von der Kitchen-Table Society (1984) in einem Vorort Bergens bis zu norwegischen Missionsbildern aus Kamerun (Picturing Pity, 2007) reichen, die eigene Gesellschaft dem ›exotischen‹, in Norwegen sehr starken Fach der Sozialanthropologie erschlossen. Sie ist manchmal auf Kritik gestoßen, am stärksten durch ihr nicht nur kritisches, sondern das eigene Land im Prozess der heutzutage weltweiten gegenseitigen Durchdringung der Kulturen ruhig reflektierende Buch Det norske sett med nye øyne (2002), das dennoch zu einer Sturmflut öffentlicher Auseinandersetzungen führte.
Den Eröffnungsvortrag Unlocking the Norwegian Collective Mind: Marianne Gullestad and Scandinavian Anthropology hielt Thomas Hylland Eriksen (Universität Oslo) am Vorbabend im Rahmen der Henrik-Steffens-Vorlesungen am Nordeuropa-Institut. Auf dem Symposium sprachen:

  • Tord Larsen (Naturwissenschaftlich-technische Universität Norwegens, Trondheim): Antropologisk og missiologisk gjenstandsdannelse. Refleksjoner rundt Gullestads Picturing Pity (Misjonsbilder) (2007)
  • Lisbeth Holtedahl (Universität Tromsø): En pige på rejse i det hjemlige og det globale. Erfaringer fra samarbejd med Marianne Gullestad i Kamerun og Tromsø
  • Jan Terje Faarlund (Universität Oslo): Om Marianne Gullestads egenart som forsker
  • Marianne Elisabeth Lien (Universität Oslo): Marianne Gullestad and the emergence of Norden as an anthropological region
  • Ida Hydle (NOVA Oslo; Universität Tromsø): Om antropologisk forvalting av språk og dialog, og debatten etter Marianne Gullestads bok Det Norske sett med nye øyne (2002)
  • Helge Høibraaten: Marianne Gullestad mellom himmelretningene: Noen bemerkninger som innledning til sluttdiskusjon
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Jörn Donner und Nils Erik Forsgård: 20 Jahre Mauerfall – Berlin gestern und heute

Zwei skandinavische Kulturpersönlichkeiten aus unterschiedlichen Generationen (Donner war jahrelang Chef des schwedischen Filminstitutes und Forsgård ist Direktor des finnlandschwedischen Thinktanks Magma) diskutierten in einem Podiumsgespräch am 11. Mai über ihre Berlin-Erfahrungen, über die finnisch-deutschen Kulturbeziehungen und über die allgemeine Weltlage. Jörn Donner (geb. 1933) ist Schriftsteller, Regisseur, Produzent, ehemaliges Mitglied des finnischen Reichstags und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments. Nils Erik Forsgård (geb. 1968) ist Historiker, Schriftsteller und Leiter des finnlandschwedischen Thinktanks Magma. Ihre Berlin-Bücher Rapport från Berlin (Donner, 1958; Neuausgabe 2008) und 10115, Berlin (Forsgård, 2005) haben bei (Neu- )Erscheinen große Beachtung gefunden.

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Globalisierung, der Norden und Formen der Kunst

Auf Einladung von Lill-Ann Körber hin fand vom 13.–15. August am Nordeuropa-Institut ein Workshop des Forschernetzwerks Globalisierung, der Norden und Formen der Kunst statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von den Universitäten Aarhus, Helsinki, Karlstad, Oslo und Trondheim sowie vom Norwegischen Institut für Kinderbuchforschung. Die Arbeit des Netzwerks wird im Rahmen des NordPlus-Programms des Nordischen Ministerrats gefördert. Der Workshop in Berlin diente in erster Linie der Diskussion von Beiträgen zur für 2010 geplanten Publikation Globalizing Art. Place, Identity and Transnationalism in Contemporary Nordic Art. Außerdem wurde über eine vom 28. Juni bis 10. Juli 2010 an der Universität Aarhus stattfindende Summer School Transforming the North. Contemporary Art in the Age of Globalization beraten.

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Lange Nacht der Wissenschaften: Wo bitte geht’s nach Norden?

pippi   Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 13. Juni lud das Nordeuropa-Institut auch dieses Jahr wieder zu einer bunten Reise durch Sprachen, Literatur, Kultur und Geschichte Skandinaviens ein. Es gab Schnupperkurse in Dänisch, Finnisch und Isländisch, ein Inselquiz, Lesungen und vieles mehr. Erste-Hilfe-Work¬shops vermittelten einen Eindruck von der Arbeitswelt im Norden. Bis spät in die Nacht konnten sich die Besucher in finnischem Tango üben. Kleine Leute gingen mit Pippi Langstrumpf auf Entdeckertour, besuchten die wunderbare Welt der Mumin-Trolle oder spielten auf der Wiese Kubb wie die Wikinger. Eine Verschnaufpause bot allen das Café Weltgeist mit Gerichten und Geschichten aus Mumin-Mamas Küche.
Zur Langen Nacht der Wissenschaften präsentieren sich jährlich über 60 Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungsinstitute, wissenschaftliche Organisationen und forschende Unternehmen aus Berlin und Potsdam der interessierten Öffentlichkeit mit einem bunten Programm. Das Nordeuropa-Institut beteiligte sich 2009 zum zweiten Mal am eigenen Standort am Hegelplatz mit sieben Themenschwerpunkten, und über 70 Mitwirkenden:
  • Wo bitte geht’s nach Norden?
  • Erste-Hilfe-Kurse: Politik und Gesellschaft Nordeuropas
  • Mumins – die Trolle aus Finnland erobern Berlin!
  • Gerichte und Geschichten aus Mumin-Mamas Küche
  • Inselwelten des Nordens
  • Finnisch, Dänisch und Isländisch in 20 Minuten
  • Billy, Ivar und das Winkeralphabet
  pfeile;

Kooperationspartner waren das BalticStudyNet, das Café Weltgeist, die Forschungsgruppe Nordeuropäische Politik (FOR:N), das KULTURHUS BERLIN e.V., das NORDEUROPAforum – Zeitschrift für Politik, Kultur und Wirtschaft Nordeuropas und die norrøna – Zeitschrift für Kultur, Geschichte und Politik der nordischen Länder.
Das Programm des Nordeuropa-Instituts wurde in einem eigenen Artikel in der Sonderbeilage des Tagesspiegel erwähnt, außerdem in der Berliner Zeitung und der Morgenpost. Für den Standort Seminargebäude am Hegelplatz, den das Nordeuropa-Institut alleine bespielte, wurden gut 1.200 gezählt.

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Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten

mumin   Auf Initiative des KULTURHUS BERLIN e.V., des Nordeuropa-Instituts, des Finnland-Instituts in Deutschland und der Botschaft von Finnland fand 2009 das Ausstellungsprojekt Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten statt. Die Ausstellung gastierte mit ihrem Rahmenprogramm an vier Orten in Berlin und machte am 13. Juni 2009 bei der Langen Nacht der Wissenschaften im Nordeuropa-Institut Station.
Zuvor wurde im Wintersemester 2008/09 am Nordeuropa-Institut ein Praxisseminar zu Tove Jansson und ihrem breitgefächerten Werk angeboten. Die Studierenden, die daran teilnahmen, beschäftigen sich zum einen mit dem Werk von Tove Jansson und hatten zum anderen die Möglichkeit, ihr Wissen über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu erweitern und praktisch umzusetzen, in-dem sie aktiv bei den Vorbereitungen für das Rahmenprogramm der Wanderausstellung und bei der Gestaltung eines Begleitbandes zur Ausstellung mitwirkten. Dieser erscheint 2010 in den Kleinen Schriften des Nordeuropa-Instituts unter dem Titel Die Mumins auf Reisen und wird die Ausstellung bei ihren weiteren Stationen in Deutschland begleiten. Er bietet den Besuchern Hintergrundinformationen über Tove Jansson und ihr Werk.
Im Rahmen der Ausstellung fanden – unterstützt vom Nordeuropa-Institut – zwei wissenschaftliche Vorträge statt: Am 19. Februar präsentierte Boel Westin einen umfassenden Einblick in das Leben und Werk der finnlandschwedischen Autorin und Künstlerin. Der gut besuchte Vortrag im Finnland-Institut sprach sowohl »Kenner« als auch »Neulinge« an. Die Grundlage des Vortrags war die von Boel Westin verfasste Biographie Tove Jansson: Ord, bild, liv. Weil sie bisher die einzige ist, die uneingeschränkten Zugang zu sämtlichen Quellen, einschließlich Interviews mit Tove Jansson und ihrer Familie, hatte, gilt ihr Buch als die erste autorisierte Biographie über die Autorin.
Die Wissenschaftlerin Mareike Jendis aus Umeå kam am 16. April 2009 ins Finnland-Institut nach Berlin, um über die Rezeption der Mumin-Geschichten in Deutschland zu berichten. Auch der zweite Vortrag im Rahmenprogramm der Mumin-Ausstellung, der durch Fotografien von Tove Jansson untermalt wurde, fand viele begeisterte Zuhörer. Die zeitgleich stattfindende umfangreiche Ausstellung mit Fotografien von Tove Jansson zeigte sie in verschiedenen Lebensphasen – als junge Frau am Meer, bei der Arbeit in ihrem Atelier oder als ältere Dame.
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Energiesicherheit im Ostseeraum im 21. Jahrhundert. Internationale Sommer-Universität am Nordeuropa-Institut

Internationale Sommer-Universität am Nordeuropa-Institut Erstmalig fand vom 1.–12. September 2009 die internationale Sommer-Universität Energiesicherheit im Ostseeraum im 21. Jahrhundert statt. Initiiert vom Nordeuropa-Institut – mit tatkräftiger Unterstützung der Internationalen Abteilung der Humboldt-Universität – und von Københavns Universitet besuchten über 30 Studierende das zweiwöchige LLP-Erasmus-Intensivprogramm (IP) in Berlin und Kopenhagen. Die Teilnehmer der Partner-Universitäten aus Berlin, Kopenhagen, Turku, Tartu und Gdańsk näherten sich dem Thema Energiesicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven: Wissenschaftler und Experten diskutierten die europäische Energiepolitik – insbesondere die Bedeutung Russlands für die Energieversorgung im Ostseeraum – sowie vorhandene und zukünftig nutzbare Energieformen. Auf dem Programm standen zudem Energieeffizienz, Energiekooperationen, internationale Einrichtungen wie IRENA oder kontrovers diskutierte Vorhaben wie der Bau der Nord-Stream- und der Nabucco-Pipeline. Studienbesuche in Kopenhagen und Berlin lieferten praktische Einblicke in die Energieversorgung, in nachhaltige Energiekonzepte und deren praktische Handhabung. Der internationale und interdisziplinäre Hintergrund der Studierenden und Lehrkräfte bot Nährboden für viele Fragen und engagierte Diskussionen, so dass die Sommer-Universität sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Lehrenden auf eine sehr positive Resonanz stieß.

gasometer
Exkursion zum EUREF-Institut und Gasometer in Berlin-Schöneberg
 

Die Lehrenden der Sommer-Universität kamen von den fünf Partneruniversitä-ten, aus Forschungseinrichtungen, aus der Politik und aus der Praxis. Exkursi-onen führten zum ersten CO2-neutralen Musikfestival an der DTU in Kopenha-gen, zu den Energiewerken Nord in Lubmin, zum EUREF-Institut und zum Bundeskanzleramt. Zu den Teilnehmern gehörten vorwiegend Master-, aber auch BA-Studierende verschiedener Fachrichtungen wie Politologie, Wirtschaftswissenschaften, Ethnologie, Rechtswissenschaften, Baltic Studies, u. a. Die Teilnahme war dank der Finanzierung durch den DAAD und Zuschüsse durch das Auswärtige Amt kostenfrei, für externe Interessenten wurde eine geringe Teilnehmergebühr erhoben. Das DAAD-Programm sieht insgesamt drei aufeinanderfolgende Sommer-Universitäten vor. Das nächste Intensivprogramm findet im September 2010 in Berlin statt.

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Symposium Erzählerin und Erzieherin. Die Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf vor den Lesern von gestern und heute

Die Schwedische Botschaft in Berlin arrangierte aus Anlass des 100. Jahrestages der Verleihung des Nobelpreises an Selma Lagerlöf dieses Symposium in Zusammenarbeit mit dem Nordeuropa-Institut. Finanziert wurde die Veranstaltung, die am 16. Nobember 2009 im Felleshus der Nordischen Botschaften stattfand, durch die Schwedische Akademie. An der Programmgestaltung beteiligt waren neben den Vortragenden Stefanie von Schnurbein und Ebba Witt-Brattström.

  • Horace Engdahl, Mitglied der Schwedische Akademie, Autor: Derjenige, der nicht weint, hat nichts verstanden. Eine Lesart von Gösta Berling
  • Kjell Espmark, Mitglied der Schwedischen Akademie, Autor: Die zweifelhafte Nobelpreiskandidatin – Märchen und Realismus bei Selma Lagerlöf
  • Anna Nordlund, Universität Uppsala: Uncontained and captured: Selma Lagerlöf and her wonderful adventures
  • Maria Karlsson, Universität Uppsala: Reading in Sweden – Sweden in reading. Letters from the public to Selma Lagerlöf
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Konferenz Movements and Ideas of the Extreme Right in Europe: Positions and Continuity

In Kooperation mit der Henrik-Steffens-Professur veranstaltete die Universität Oslo am 10. und 11. Dezember die Konferenz Movements and Ideas of the Extreme Right in Europe: Positions and Continuity am Nordeuropa-Institut. Mit Teilnehmern aus Deutschland, Norwegen, Frankreich und Großbritannien wurden auf der Konferenz verschiedene rechtsextreme Ideen und Bewegungen in Europa vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart präsentiert und versucht, die Unterschiede der derzeitigen Forschung über den Rechtsextremismus zu sondieren. Die Inhalte reichten von verschiedenen Aspekten der Ideologie des Zwischenkriegsfaschismus, der Interaktion zwischen dem nationalsozialistischen Regime und Deutschland und anderen europäischen nationalsozialistischen Verbindungen, der Neugestaltung des Faschismus in der unmittelbaren Nachkriegszeit bis hin zum Vorstoß der populistischen Rechtsextremen im Europa der Gegenwart.

  movements
  • Johannes Zechner (Freie Universität/Henrich-Böll-Stiftung): From Idea to Ideology: Imaginations of the »German Forest« between Romanticism and National Socialism
  • Anders G. Kjøstvedt (Universität Oslo): National Socialist Appeals to Labour in Berlin, 1925–1933
  • Kerstin Bornholdt (Universität Oslo): Embodied politics? Associations between Political Ideas and Body Movements in the Interwar Years
  • Matthew Worley (Universität Reading): Finding Fascism: Sir Oswald Mosley and the Emergence of the British Union of Fascists
  • Nicola Karcher (Universität Oslo): The Norwegian National Socialist movement in Germany: Political approach, structure and internal conflict
  • Thorsten Wagner (Humboldt-Universität): Tactical Moderation? Anti-Semitism and the Nazi Movement in Denmark
  • Martin Finkenberger (Freie Universität): Johann von Leers (1902–1965) as part of an international network of post-war fascism
  • Elisabetta Cassina Wolff (Hochschule Vestfold): Radicalization of the Extreme Right within Italian Neo-Fascism (1945–1960)
  • Tor Espen Simonsen (Handelshochschule Oslo): Communal Movements and Consumerism – Social Change and Ideology in Post-Industrial Society
  • Joël Gombin (Universität der Picardie Jules Verne): Is there such a thing as extreme-right voters? The case of the French Front National
  • Felix Wiedemann (Universität Potsdam): Wise Women and Germanic Faith. Neopaganism and Right-Wing Ideology in Germany. Focusing on Representations of Witches and the Witch-Hunt
  • Astrid Dypvik (Journalistin, Dag og Tid Oslo): Bund der Vertriebenen and Erika Steinbach. A Voice of the Radical Right in a Historical Debate in Germany?
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AbsolventInnenfeier im Felleshus der Nordischen Botschaften: »Unverzichtbare Vermittler zwischen den Kulturen«

Die Absolventinnen und Absolventen des Nordeuropa-Instituts betrachte er als Kollegen, sagte Islands Botschafter Ólafur Davíðsson bei der Absolventenfeier des Berliner Skandinavistik-Instituts, die am 20. November zum zweiten Mal in den Räumen der Nordischen Botschaften gefeiert wurde. Rund 70 Doktoranden, Magister, Bachelor und Master konnte das Institut in diesem Jahr verabschieden. Während ihres Studiums, das mit einem allgemeinen Interesse an Nordeuropa begonnen habe und im Laufe der Jahre durch profundes Wissen ergänzt worden sei, seien die Studierenden selbst zu Botschaftern der nordischen Länder geworden, hob Davíðsson hervor: »Für uns sind Sie unverzichtbare Vermittler zwischen den Kulturen.«

  botschafter
absolventen  

Der Direktor des Nordeuropa-Instituts, Prof. Dr. Bernd Henningsen, äußerte den Wunsch, dass die ehemaligen Studierenden dem Institut verbunden bleiben mögen: »Das Nordeuropa-Institut ist auf Ihre Hilfe und Sympathie angewiesen.« Bei Kurzpräsentationen der einzelnen Abschlussarbeiten wurde die große transdisziplinäre Bandbreite des Faches Skandinavistik deutlich, das in Berlin neben Sprachen und Literatur auch die Politik, Geschichte und Kultur der Länder Nordeuropas behandelt. Die Magisterabsolventen Juliane Kläring (2. v. r.) und Michael Dressel (1. v. r.) fanden in ihrer Rede vielfältige Antworten auf die häufig gestellte Frage, was man eigentlich »mit Skandinavistik machen könne«. Durchs Programm führten die Initiatorinnen der Absolventenfeier, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Lill-Ann Körber und Katarina Löbel.

 

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Institutskolloquium

Im Wintersemester 2007/08 koordinierte Hendriette Kliemann-Geisinger das Institutskolloquium, das einer interessierten Institutsöffentlichkeit die Gelegenheit bietet, sich über die laufenden Projekte von Mitgliedern und GastwissenschaftlerInnen am Nordeuropa-Institut zu informieren. Im Sommersemester übernahm Lill-Ann Körber für dieses und das Wintersemester 2008/09 diese Aufgabe.

  • Inken Dose, Katrin Hecker, Sophie Wennerscheid: Das Kulturhus Berlin e. V. stellt sich vor (23. Januar)
  • Charlotta Brylla: Die Sprache der friedlichen Koexistenz. Schweden als Ziel der DDR-Propaganda (30. Januar)
  • Katarina Löbel: What the hell is quality? (Dissertationsprojekt; 30. April)
  • Helge Høibraaten: Der Norden, die Mitte und der Orientalismus (Buchprojekt; 28. Mai)
  • Diskussion über das Universitätsjubiläum 2010 sowie die DFG-Programmpauschale (18. Juni)
  • Eva Buchholz: »Finnisch ist anders« – was bedeutet das eigentlich? (26. November)
  • Stefanie von Schnurbein: Ökonomien des Hungers in den skandinavischen Literaturen des 19. und 20. Jahrhunderts (Buchprojekt; 3. Dezember)
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Henrik-Steffens-Vorlesungen

Die Henrik-Steffens-Vorlesungen im Wintersemester 2008/09 standen unter dem Thema Die intellektuelle Kultur Norwegens, unter besonderer Berücksichtigung wichtiger Repräsentanten der norwegischen Geistes- und Sozialwissenschaften:

http://www.ni.hu-berlin.de/konf/henriksteffens/hensteffws0809_html

Die Henrik-Steffens-Vorlesungen im Sommersemester 2009 standen unter dem Thema Kulturhistorie og vitenskapshistorie:

http://www.ni.hu-berlin.de/konf/henriksteffens/hensteffss09_html

Im Wintersemester 2009/2010 wurden die Henrik-Steffens-Vorlesungen zum Thema Kultur, vitenskap og historie abgehalten. 2009 fanden statt:

http://www.ni.hu-berlin.de/konf/henriksteffens/hensteffws0910_html
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Dag-Hammarskjöld-Vorlesungen

Auch im Jahr 2009 präsentierten die Dag-Hammarskjöld-Professorin sowie eine Reihe namhafter WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen unterschiedlichste Inhalte unter dem übergreifenden Thema Kultur, Kanon, Gender:

http://www.ni.hu-berlin.de/konf/daghammar/daghammarws0809_html

Im Sommersemester 2009 wurden folgende Vorlesungen gehalten:

http://www.ni.hu-berlin.de/konf/daghammar/daghammarss09_html

Im Wintersemester 2009/10 präsentierten die Dag-Hammarskjöld-Professorin sowie WissenschaftlerInnen aus Schweden (aber auch Dänemark, Finnland und Norwegen) unterschiedlichste Inhalte unter dem übergreifenden Thema Kultur, Kanon, Gender:

http://www.ni.hu-berlin.de/konf/daghammar/daghammarws0910_html
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Mediävistische Vorlesungen

Nachdem die Juniorprofessur für Mediävistische Skandinavistik zum Sommer-semester 2009 besetzt wurde, initiierte die Stelleninhaberin Lena Rohrbach die Vortragsreihe Mediävistische Vorlesungen. Im Rahmen dieser Reihe stellen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus dem In- und Ausland mediävistische Projekte mit Bezug zu den nordischen Ländern vor. Durch diese Plattform sollen Studierenden, Mitarbeitern und einer breiteren Öffentlichkeit aktuelle Annäherungen an das skandinavische Mittelalter zugänglich gemacht werden.
Im Sommersemester standen die Gastvorträge alle unter den Vorzeichen Materia¬liät und Medialität. Im Wintersemester trug Már Jónsson (Reykjavík) anlässlich des Jahrestags des großen Brands von Kopenhagen 1728 zu Árni Magnússon und seinen Verdiensten in der Bewahrung der mittelalterlichen Handschriftentradition vor; Patricia Boulhosa (Cambridge) präsentierte in ihrem Gastvortrag eine Neu¬deutung des mittelalterlichen isländischen Schlüsseldokuments »Gamli sáttmáli«.

Im Jahr 2008 fanden folgende Veranstaltungen statt:

  • Jón Viðar Sigurðsson (Universität Oslo): Sagaskriving og høvdingmakt på Island ca. 1100–1300 (12. Mai)
  • Matthew James Driscoll (Den Arnamagnæanske Samling, Kopenhagen): Magnús Jónsson: Last Man Standing (9. Juni)
  • Kate Heslop (Universität Zürich): Talking heads: The mediality of Mímir (23. Juni)
  • Már Jónsson (Universität Island, Reykjavík): Nordische Handschriften des Mittelalters im großen Brand von Kopenhagen 1728 (22. Oktober)
  • Patricia Pires Boulhosa (Universität Cambridge): The historiography of the Icelanders’ submission to the King of Norway (12. November)
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