Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

 
 

Liebe Studierende der Berliner Skandinavistik!

Dieses kommentierte Vorlesungsverzeichnis erscheint mit erheblicher Verspätung - und das aus einem guten Grund: Im August haben Präsidentin und Präsident von Humboldt-Universität (HU) und Freier Universität (FU) einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, dem bis Mitte September alle zuständigen akademischen Gremien endgültig zugestimmt haben. Danach wird die Skandinavistik in Berlin ab dem 1. 10. 1994 nur noch an der HU angeboten, d.h. die FU-Skandinavistik an die HU verlagert. Wir wollten alle rechtlichen und eine Reihe praktischer Beschlüsse abwarten, um Ihnen ein einheitliches Berliner Skandinavistik-Verzeichnis. Insofern unterscheidet sich dieses Verzeichnis von früheren: Es faßt alle Angebote in einer einheitlichen Systematik zusammen. Sie können leichter auswählen.

Die überwiegende Zahl von Lehrveranstaltungen findet nunmehr an einem Ort statt, nämlich an der Humboldt-Universität; wir haben uns darüber hinaus bemüht, (fast) alle Veranstaltungen an einer Adresse zu konzentrieren - in der Glinkastr. 18-24. Dort befindet sich seit September auch die skandinavistische Fachbibliothek.

Der Weg zu diesem 1. Oktober 1994 war nicht einfach. Es hat Hürden und Widerstände gegen die Fusion gegeben. Schließlich kamen die Verhandlungen der Skandinavistik in die Strudel der Berliner Haushaltskatastrophe. Was in den alten Bundesländern in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mal wieder auf der Tagesordnung stand, das ist jetzt auch für das vereinte Berlin finanzpolitischer Alltag: Die Finanzminister/-senatoren machen die Hochschulpolitik über Streichauflagen. Konkret hat dies für die Skandinavistik dazu geführt, daß nicht alle Stellen von der FU an die HU verlagert wurden. Die Verluste werden in der kommenden Zeit ausgeglichen werden müssen; eine Zusage des Kanzlers der HU zur Wiedereinrichtung des Norwegischlektorates liegt bereits vor.

Wir sind nicht nur zum größten skandinavistischen Institut in der Bundesrepublik geworden, mit der Fusion besitzt Berlin auch das einzige Institut, an dem alle vier Fachteile auf der Professorenebene vertreten sind. Die Lehr- und Forschungsleistungen der näheren Zukunft werden zeigen, ob diese Ausstattung gerechtfertigt ist.

Im Laufe des Wintersemesters wird der Institutsrat erstmalig gewählt. Die Studierenden haben darin einen Sitz. Auch von Ihrem Engagement hängt die Leistungsfähigkeit des Institutes ab und - an einem kleinen Institut braucht man das kaum zu sagen - die Atmosphäre.

Ich wünsche Ihnen ein arbeitsames und erfolgreiches, aber auch ein freudvolles Semester.

Bernd Henningsen, amtierender Institutsdirektor
Berlin, im Juni 1994
 

 

left.gif Vorworte: Übersicht