Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Nordeuropa-Institut

Humboldt-Universität zu Berlin | Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät | Nordeuropa-Institut | Projekte | Im zweiten Glied. Die badisch-schwedischen Verbindungen in der Zeit Christophs II. und Cecilias, Markgrafen von Bade-Rodemachern (1537-1627)

 

Im zweiten Glied. Die badisch-schwedischen Verbindungen in der Zeit Christophs II. und Cecilias, Markgrafen von Baden-Rodemachern (1537-1627)

Laufzeit: 2018

Finanzierung: Reise- und Sachmittel des Nordeuropa-Instituts, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Zusammenfassung

Ende des 15. Jahrhunderts kamen verschiedene Herrschaften des Herzogtums Luxemburg unter badische Oberhoheit. Diese Besitzungen, in der Forschung vereinfachend meist als "Baden-Rodemachern" bezeichnet, gerieten im Rahmen einer Erbteilung des Hauses Baden-Baden 1556 an Christoph II. (1537-1575), der 1564 die schwedische Prinzessin Cecilia Vasa (1540-1627) heiratete. Sowohl das Haus Baden-Rodemachern als auch die junge schwedische Monarchie standen zu diesem Zeitpunkt noch in der zweiten Reihe der europäischen Mächte. Christoph II. und Cecilia Vasa hatten deshalb zeit ihres Lebens sowohl mit ihren Statusansprüchen, ihrer materiellen Versorgung als auch mit ihrer politischen Stellung zu kämpfen. Eine der Folgen dieser Konstellation äußerte sich darin, dass das Fürstenpaar von Hof zu Hof zog, um die eigene Versorgung und den eigenen Status zu sichern und wenn möglich zu erhöhen. Auf diese Weise führte ihr Lebensweg von Vasa-Schweden über Estland, das Herzogtum Preußen, das Herzogtum Luxemburg, den Hof Elisabeths II. von England, den Vatikan und verschiedene andere Orte des europäischen Hochadels.

Das Ziel des Forschungsprojekts besteht darin, den Lebensweg des Paares in Form einer Doppelbiographie nachzuzeichnen und die Existenzbedingungen mindermächtiger Fürstenfamilien im Europa des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts exemplarisch herauszuarbeiten. Gleichzeitig wird es darum gehen, den unablässigen Kampf um Gefolgschaften, Vermögen, Pfründen, Ämter und europaweiter politischer Vernetzung aus ebendiesen Bedingungen abzuleiten bzw. zu hinterfragen.

Veranstaltungen

Vortrag am 1. Juni 2018: The Robber Princess: Royal Swedish Privateering during the Livonian and Nordic Twenty-Five Years’ War (1560s to 1590s) auf der AABS bi-annual conference “The 100th Anniversary of Baltic Independence”, Stanford University, Stanford, Cal., USA, vom 1. bis 3. Juni 2018 [über die Tätigkeit Cecilia Vasas als Freibeuter-Patronin in den Jahren 1571-1575].

Kontakt


Projektleiter:

Mitarbeiter: